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 Der Virus

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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/04/16, 04:01 pm

"Wie schön, dass es dir schmeckt." Sie musste schmunzeln, als Aeshma sich im Speisesall gesetzt hatte, wo ja Dante bereits war und somit hören konnte, dass Aeshma in Lavandas Bett geschlafen hatte. "Wie süß, dass du dir sorgen machst!", rief sie aus der Küche. aber es ist alles gut!" Sie kam nach vorne und stellte nun schließlich das Rührei , die Spiegeleier und die gekochten Eier auf den Tisch. Dann holte sie noch einmal das mittlerweile leicht abgekühlte Brot aus der Küche´, zusammen mit dem frisch aus dem Ofen kommende, heiß und geschmolzenem Käsetopf, in das man das Brot wunderbar hineindippen konnte. Dann setzte sie sich an die lange Seite Des Tisches, Links vom Kopfende. "Hm.... Ich würde ungern ohne den Gastgeber anfangen. Immerhin wollte ich mich hiermit ein wenig re­van­chie­ren, mich bedanken fdafür dass ich heute mal nicht unter freiem Himmel schlafen musste... naja und natürlich bei dir. Du hast dich gestern so rührend um mich gekümmert!"
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/04/16, 04:10 pm

Weiterhin grinsend sah er sie an und hörte ihr zu, als sie sich setzte und davon sprach, dass sie ihm dankbar für seine Fürsorge war. "Ist doch selbstverständlich. Und deine Haare sind ja immer noch so gut in Form. Das Band ist um keinen Zentimeter verrutscht! Respekt an deine Gene, meine Liebe.", gab er zur Antwort und versuchte gezwungen seinen Hunger unter Kontrolle zu halten. Er fühlte sich, beim Anblick all dieser Leckereien, als hätte er seit Monaten nichts mehr gegessen. Der köstliche Geruch machte es nicht gerade einfacher und er hoffte inständig das Astaroth bald auftauchen würde, damit sie essen konnten. Und tatsächlich ließ der Hausherr nicht allzu lang auf sich warten. Nur wenige Minuten später trat er, hocherhobenen Hauptes und mit immer währender durchdringender Präsenz, in den Speisesaal ein und beäugte seinen reich beladenen Tisch mit einem leichten Ausdruck des Erstaunens. "Wem habe ich es denn zu verdanken so reichlich bekocht zu werden?", fragte er mit dunkler, jedoch weicher Stimme und sah zu Lavanda hinüber, als ahne er, dass sie es war, die all diese Speisen zu Tisch gebracht hatte. Eine leichte Verbeugung seines Kopfes sollte seine Dankbarkeit ausdrücken, ehe er sich an das Kopfende der Tafel setzte, sein angestammter Platz zum speisen. "Ich hoffe doch, dass die erste Nacht in meinen Hallen euch wohl getan hat.", sprach er, ohne jedoch etwas von den Speisen anzurühren. Anscheinend sollte eine kleine Konversation dem Frühstück vorneweg gesetzt werden. Aeshma rollte mit den Augen und seufzte innerlich. "Astaroth, komm schon. Wir haben hunger..", sendete er seine Gedanken zu dem älteren Dämon aus, doch dieser maß ihn mit einem Blick, der deutlich ausdrücken sollte, dass er und nur er das Mahl eröffnen würde. So sah er wieder zu Lavanda und erwartete ihre Antwort.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/04/16, 04:17 pm

Lavanda erwiderte die Neigung seines Kopf mit einem Neigen ihres Oberkörpers. "Ja, ich habe gekocht. ich wollte mich erkenntlich zeigen. So gut habe ich meine Nächte lang nicht verbracht. ich danke Euch!", sagte sie und lächelte leicht. "Ich hoffe Ihr habt ein wenig Hunger. Die eigentlich sättigende Mahlzeit ist noch in der Küche, mit Eurer Erlaubnis hole ich sie nachher... so zu sagen als etwas anderes Dessert. Da ich weder Euren noch Aeshmas Geschmack kannte, habe ich so viel zubereitet wie ich konnte. Ich hoffe es ist Etwas für Euch dabei."
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/04/16, 04:23 pm

Astaroth hörte ihr aufmerksam zu und nickte als sie endete. "Ich bin sicher, dass sich etwas finden lässt, was mir mundet. Ich danke Euch für dieses reichhaltige Früchstück." Nach diesem Worten begann Astaroth sich dezent zu bedienen und erlaubte so dem Rest der Versammlung ebenfalls anzufangen. Seine Tischmanieren waren tadellos, selbstverständlich, und Astaroth duldete keinen Bruch der Etikette, wenn Gäste anwesend waren. Obwohl es hinter verschlossenen Türen zumeist anders zuging. Doch in solchen Fällen gab es da weder ein "wenn", noch ein "aber" und Aeshma wusste dies sehr gut. So wartete er, bis Astaroth zu essen begann und konnte seinem Hunger endlich genüge tun. So griff er ordentlich zu und genoss Lavandas Kochkünste in vollen Zügen. Selbstverständlich nicht, ohne sie alle zwei Minuten für diese Meisterwerke des Geschmacks zu loben. So war er eben, dachte Astaroth still bei sich und aß still und schweigsam.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/04/16, 04:38 pm

"Habe ich gern getan!", antwortete sie Astaroth. Lavanda schmunzelte leicht. "Ist ja gut! Freut mich, dass es dir schmeckt, Aeshma!" Es war seltsam, den bisher so mysteriösen Astaroth reden zu hören. Erst recht nach dem gestrigen Abend.... er war jetzt ganz anders als vorher, nicht mehr so extrem beängstigend. Allerdings war das gestern natürlich auch alles Absicht gewesen. Aber... Ob er jetzt ihre größte Angst kannte? Lavanda war sich fast sicher, dass er es wusste, er wusste es sicherlich genau. Und sie konnte nur hoffen, dass er diese Angst niemals gegen sie einsetzen würde. Denn es war ihre einzige Angst, mit der man sie brechen konnte. Ihr Herz schlug etwas schneller bei dem Gedanken daran. Aber auch sie begann nun als letzte zu essen, nachdem sie erst ein jeden beobschtet hatte, ob es ihnen auch wirklich schmeckte. Sie bediente sich nun auch reichlich. Am liebsten war ihr der Geschmack des geschmolzenen Käses mit dem Brot und schön heißem, knusprigen Speck.
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/04/16, 08:02 am

Dante betrachtete das ganze Schauspiel amüsiert, mit einem Hauch von Erschrecken. Irgendwie passte hier etwas nicht, ganz und gar nicht. Gestern noch schien die Leuchte noch dahin gerafft von der Finsternis, heute saß sie mit ihrem Peiniger an einem Tisch und aß Frühstück. Dazu kam noch der dieser andere Dämon der seine romantischen Triebe entdeckte und diese mi tLeuchte auszuleben schien. Alles in allem glich das alles hier eher einem schlechtem Buch zwischen zwei Liebenden als der Realität. Alles in allem musste Dante zugeben dass es ihm nach anfänglichen Schock egal war. Er wollte zurück in seine Heimat. Doch zu aller erst, Frühstück. Die meisten der aufgetragenen Gerichte kannte er, oder zu mindestens diverse Abwandlungen davon. Er ignorierte gewissenpflichtig die Aufforderung der Leuchte und sah sich um. Am ehesten reizte ihn das Fleisch. Jedoch wollte er es nicht anrühren bis die anderen davon aßen. Und so wartete er. Bis der "Hausherr" kam. Dann schlug er kräftig zu. Die Knochen knackte er mit dem Kiefer und saugte das Mark aus. Dante musste zugeben das die Tiere hier in der Gegend vorzüglich schmecken. "Wisst ihr", eröffnete er den Anwesenden nach dem er halb fertig war, " da ihr so eine wunderbar glückliche Familie abgebt möchte ich nicht weiter stören. Ich gedenke im Laufe des Tage aufzubrechen, ich bin einfach kein sesshaft es Wesen.", sagte er voller Ironie und verkniff sich ein Schmunzeln, indem er weiter aß.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/04/16, 09:38 am

Lavanda hörte schlagartig auf zu essen. Sie verstand nicht genau was Dante mit Familie meinte und sesshaft werden. Weder hatte sie vor das eine, noch das andere zu sein. Vor Astaroth hatte sie viel zu große Manschetten davor, ihn auch nur ansatzweise familiär zu behandeln und Aeshma war einfach... naja Aeshma. Ja gut, vielleicht fühlte sie sich wie seine kleine Schwester, das machte sie aber noch lang nicht zu einem sesshaften Wesen. im Gegenteil: Nach dem Frühstück wollte sie sich reisefertig machen und zum nächsten Dorf aufbrechen. Irgendwie hatte sie eine ahnung, dass sie vielleicht dort endlich mal fündig wurde, was den Weg betraf, den Virus aus dieser Welt zu beseitigen. "Ähm....", sagte sie nur. Aber nun gut. Wenn Dante ging, gab es wenigstens absolut niemanden mehr im Haus, der sie begatten wollte. Denn da war Dante wirklich der Einzige. "Gut, ähm.... Ich hoffe, Euch hat es geschmeckt?", fragte sie nur einfach aus Höflichkeit, während sie nun weiteraß. Sie warf Aeshma einen vielsagenden Blick zu. Sie wusste, dass sie sich Blind verstehen würden, und bei ihm die richtige Nachricht ankam. Zeitgleich schien Ihr Blick ihn zu fragen, ob er wusste, was hier genau vor sich ging, dass Dante so plötzlich sein Interesse verlor. War Dante etwa sowas wie eifersüchtig? Lavanda schmunzelte Aeshma an. Wie grundlos! Aber das behielt sie jetzt einmal für sich und aß noch ein wenig vom Speck.
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 03:53 pm

Während der Zeit, in der sie gemeinsam aßen, verspürte Astaroth so etwas wie Ruhe. Innerliche Ruhe vor dem lauten Getöse und Donnergrollen, welches anstelle der Stille in ihm Platz forderte um der energetischen Gewalt normalerweise immer freien Lauf zu lassen. Doch nun, als er damit beschäftigt war zu kauen und die Anderen zu beobachten, empfand er es als entspannend das laute Grollen und den Lärm in ihm verstummen zu lassen. Er war so sehr an den Krach und den Lärm seiner Seele gewöhnt, dass er es als Stress empfand ihn verstummen zu lassen und der Stille in sich zu lauschen. In Zeiten, in denen er allein mit sich war, konnte er die Stille nicht ertragen, denn sie schien beinahe schmerzend im Gegensatz zu der Lautstärke des Sturmes. Er konnte und wollte sie nicht gewähren lassen. Die Stille. Aber in diesen Momenten der Harmonie und der Erholung- gerade für ihn in Gedanken an das, was noch kam- kam es ihm wie Balsam auf seiner splitternden Seele vor und umhüllte die Wunden in ihm mit einem wohltuenden Schleier aus Ruhe und innerem Frieden. Er genoss es stillschweigend während er aß und Aeshma dabei beobachtete wie er Lavanda den Hof machte. So hatte er ihn noch nie zuvor gesehen und es stimmte ihn milde Aeshma in solch fröhlicher Stimmung zu sehen. Dante jedoch schien den Frieden der Atmosphäre torpedieren zu wollen, in dem er seinem Wesen entsprechend sprach. Astaroth sah ihn nicht an, würdigte ihm keines Blickes und aß weiter, ohne auf seine Aussagen einzugehen. Lavanda und Aeshma jedoch, schienen von seinen Worten sehr getroffen zu sein- auf die eine, oder eben die andere Weise. Allerdings begann irgendetwas in ihm leise zu brodeln. Beinahe zu kochen, sprichwörtlich. Die Menschen und ihre Sprichwörter.. Wieso schoss ihm ein so zufälliger Gedanke durch den Kopf? Astaroth schob diese Frage gedanklich beiseite und versuchte sich auf dieses Gefühl, die Regung einer Emotion zu konzentrieren, während er sich nichts anmerken lassend weiter aß. Was war das nur? So etwas hatte er noch nie zuvor verspürt. Irgendetwas würde passieren. Die Erkenntnis schoss ihm wie ein Blitz durch den ganzen Körper und er seine Muskeln zuckten leicht in einer aufwallenden Kontraktion, als es ihm klar wurde. Irgendetwas würde geschehen.

Aeshma traute seinen Augen nicht. Und seinen Ohren noch viel weniger. Beinahe wäre er aufgesprungen, doch er hielt sich noch zurück. "Was soll das denn nun wieder bedeuten?", ging er Dante an und warf ihm einen mörderischen Blick zu. Was bildete der sich eigentlich schon wieder ein? Was denn bitte für eine Familie? Gott, wenn man nur Scheiße von sich gibt, sollte man lieber gleich das Maul halten. Innerlich knurrend versuchte Aeshma sich zu beruhigen und sah zu Lavanda. Ihr Blick sagte ihm mehr als es tausend Worte sagen konnten und er verstand. Dennoch deute er auch zeitgleich ein leichtes Kopfschütteln an. Er hatte keine Ahnung was das alles wieder sollte. Dennoch sollte es ihm auch recht sein. Dann wäre Dante wenigstens aus dem Haus und würde niemandem hier mehr auf die Nerven gehen. So begann auch er den anderen Dämon zu ignorieren und lächelte Lavanda aufmunternd zu. "Ja, es war wirklich köstlich. Ich helfe dir nachher beim Abräumen der Tafel, nachdem jeder satt geworden ist." Mit diesen letzten Worten wandte er sich an Astaroth und dieser nickte, aß seinen Teller leer, erhob sich elegant, verneigte noch einmal leicht den Kopf in Lavandas Richtung um ihr Dank zu sagen und verschwand dann. Aeshma sah ihm kurz nach. Irgendetwas stimmte nicht. Ein Schimmer der Sorge um seinen Partner legte sich wie ein dunkler Schleier auf seine braunen Augen und er seufzte leicht. Was war heute nur los?
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 04:18 pm

Lavanda zuckte ganz kurz zusammen als Aeshma Dante so snfuhr. Wenn Blicke hätten töten können, hätten sie für Dante jetzt ein Grab schaufeln können. So kannte sie Aesh ja nicht wirklich. "Beruhig dich!", sagte sie sanft, da er sich über Dantes Worte scheinbar sehr aufregte. Sie fand das alles im Gegenteil zu ihm eher amüsant. Sollte Dante doch denken, dass sie und Aeshma sich heißblütig liebten. Allein bei dem gedanken daran breitete sich schon ein Schmunzeln auf ihren Lippen aus. Doch....
Lavanda merkte anhand Aeshmas Reaktionen genau, dass etwas nicht stimmte. Sie Merkte sehrwohl den Schatten der durch seine schönen Augen zog. Sie hatte gedacht, kurz zuvor an Astaroth kaum merklich ein Zucken erkennt zu haben, war sich aber nicht sicher und hatte den Gedanken schnell wieder verworfen. Aber nun, da Aeshma ihm so hinterhersah, vermutete sie, dass sie vielleicht gar nicht mal so unrecht damit hatte, dass irgendetwas nicht so verlief wie es normalerweise hätte laufen sollen. Sie aß nun das letzte Stück des blutigen Fleisches, welches sie vor kurzem aus der Küche geholt hatte und tupfte sich den Mund mit einer Servierte ab. Dann trank sie aus dem Weinkelch mit dem frischen Blut. Welch eine wohltat! "Aesh?", fragte sie leise, "Ist alles in Ordnung mit dir? Stimmt etwas nicht?", wollte sie wissen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 04:27 pm

Von Lavandas Worten aus den Gedanken gerissen drehte er den Kopf in ihre Richtung und sah sie an. Seine Gedanken rasten wie ein wütender Schwarm Bienen in seinem Geiste und kreisten immer und immer wieder um die Frage, was passiert war. "Nein, ich.. Es ist alles in Ordnung.", versuchte er sie zu beschwichtigen und lächelte sie sanft an, bevor er sich erhob und begann das Geschirr in die Küche zu schaffen. Nachher musste er unbedingt mit Astaroth sprechen. Wurde es schlimmer? Konnte es denn schon so weit vorran geschritten sein? Oder war es vielleicht etwas anderes, das ihn belastete? Lavanda hatte Recht gehabt. Auch er hatte geglaubt Astaroth aus den Augenwinkeln zucken zu sehen, war sich dessen jedoch nicht sicher gewesen. So seufzte er noch einmal und beeilte sich den Tisch zu leeren und überließ Lavanda die weitere Verarbeitung der Speisen. "Kann ich dich mit diesem Schurken hier allein lassen?", fragte er sie, legte seine Pranken an ihre Hüften, zog sie ein wenig näher und lehnte seine Stirn an ihre. Er genoss diese Berührungen sehr, auch wenn sie nur klein und unbedeutend schienen. Sein Leib füllte sich mit einer Ruhe, die aus den Tiefen von Lavandas Geist auszugehen schienen. Er konnte nicht begreifen wie wundervoll sie war und wie sehr sie ihm in seinem Leben gefehlt hatte. Nicht tausend Büche voller Worte könnten dies beschreiben, doch er konnte alles fühlen, so wie er die Sterne bei wolkenloser Nacht sehen konnte. Leicht lächelte er, warm und ausgefüllt, als er in ihre Augen sah und ihr über das Haar strich. "Ich muss mit Astaroth sprechen. Es wird nicht lange dauern.", fügte er noch hinzu und war in Gedanken schon wieder bei seinem Freund und der quälenden Frage, was geschehen war.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 04:57 pm

Lavanda half ihm selbstverständlich beim Abräumen. leicht sortierte sie schon mal alles vor, die noch verwertbaren spreisen auf die linke, überreste, knochen und dergleichen auf die linke Seite. "He, Vielleicht hat euer gruselliger Schoßhund ja hunger?", sagte sie und lachte leicht auf. Dann zog Aeshma sie an sich heran, so nah, dass sie beinahe rot geworden wäre. Aeshma konnte es nicht wissen, aber Lavanda konnte tatsächlich so etwas wie eine innere Ruhe verbreiten. Es war nichts, was sie mit Absicht tat, irgendeine besondere Fähigkeit oder so. Aber sie hatte immer wieder festgestellt, dass ihre Aura wohl einige beruhigen konnte. Wahrscheinlich war sie gerade deswegen so undglaublich gut dafür geeignet, sich um Kranke zu kümmern. Sie lächelte Aesh mild an und hob ihre Hand, legte sie an seine Wange und streichelte diese sanft. "Mach dir um mich keine Sorgen. Was soll schon passieren?" So wie er über ihre Haare fuhr hätte ein Außenstehender den beiden wohl wirklich eine Liebschaft angedacht. Sie lächelte weiter und stellte sich kurz auf die zehenspitzen, um ihm ein Küsschen auf die Nase zu geben. "Geh du nur, ich hab das Gefühl, es ist irgendetwas ganz und gar nicht in Ordnung. Und lass dir ruhig Zeit. ich hab hier ohnehin noch genug arbeit! Ich werde uns das restliche Essen einpacken. es macht zwar nicht pappsatt, aber es befriedigt wenigstens ein wenig das Hungergefühl.. zum nächsten Ort sind es immerhin vier Tage Reisezeit." Erneut strich sie ihm liebevoll über die Wange.
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 05:22 pm

Wie verständnisvoll sie war. Wäre die Situation anders, hätte sich Aeshma wohl bereits Hals über Kopf in sie verliebt und würde sie bald fragen, ob sie seine Frau werden wolle. Doch, da die Lage nun eben anders war, war dies ausgeschlossen. Zumindest bis zu einem bestimmten Grad. Was er allerdings nicht leugnen konnte war die starke Anziehung, die sie auf ihn ausübte. Ob nun auf die eine oder die andere Weise vermochte der Dämon nicht zu sagen, doch er war sich mit seinem Inneren einig, dass er sie nicht so einfach ziehen lassen würde. "Pack genug ein. Ich werde dich selbstverständlich begleiten. Und du kannst die Knochen und einige Reste zur Seite legen. Es könnte tatsächlich sein, dass er Hunger hat.", sagte er noch, erwiderte den kleinen Kuss auf die Nasenspitze und verließ dann die Küche. Sobald er aus dem Raum getreten, die Tür hinter ihm ins Schloss gefallen war und er den breiten Flur hinabging, fiel der selige Ausdruck aus seinen Zügen und verdunkelte sich. Nun brach die Sorge über die Vorgänge der letzten Minuten nur allzu deutlich hervor und hüllte ihn wie eine unsichtbare Wolke ein, verfinsterte seine Aura und ließ seine Schritte schneller werden. Irgendetwas stimmte ganz einfach nicht. Und zwar ganz und gar nicht. Aeshma beeilte sich zu Astaroth Privatgemächer zu gelangen und klopfte an die Tür. Wie er es sich gedacht hatte, waren die Schutzzauber wieder in Funktion und ließen niemanden ungebeten herein. Nicht einmal ihn.

Stumm starrte er sein Spiegelbild an und sah sich selbst tief in die Augen. Es war eine Art Meditation um in sich selbst blicken zu können. Vor einiger Zeit hatte Astaroth herausgefunden, dass dies sehr gut zu funktionieren schien, wenn er sich nicht sicher war, was in seinem Inneren vor sich ging. Doch heute blieb sein Blick leer und keine zweiter Erkenntnis stellte sich ein. Ein Klopfen ließ ihn blinzeln und aus seiner Gedankenwelt auftauchen. Aeshma stand unmittelbar vor seiner Tür. Mit einem leichten Wink ließ der Dämon die Barrikaden fallen und gestattete Aeshma einzutreten, was dieser auch prompt tat. Sobald sein Freund den Raum betreten hatte, versiegelte Astaroth die Pforte wieder und sah fragend zu dem Jüngeren hinauf. Dieser erwiderte seinen Blick stumm und Astaroth wusste, weswegen er gekommen war. "Ich weiß es nicht.", sagte er schließlich mit dunkler, jedoch samtener Stimme. Aeshma schien diese Antwort nicht zufrieden zu stellen, denn der Ausdruck auf seinen Zügen verdunkelte sich nur noch mehr. Astaroth erhob sich und ging zu dem großen Spiegel an der gegenüberliegenden Wand. "Ich kann es dir nicht sagen, Aeshma. Es war nur ein Gefühl."
"Aber was genau war es denn?"
"Das kann ich dir nicht beantworten, da ich es selbst nicht weiß."
"Irgendwas musst du doch wissen." Aeshma tat einen Schritt auf ihn zu. Astaroth drehte sich nicht zu ihm um, sondern sah ihn stattdessen durch den Spiegel hindurch an. Leicht schüttelte er seinen Kopf. "Irgendwas wird passieren. In nicht allzu ferner Zukunft. Pass gut auf Lavanda auf und lass Dante nicht aus den Augen, solange er euren Weg teilt. Unheil wird über dieses Land kommen. Größeres als zuvor." Mit diesen Worten gebot er Aeshma zu gehen, doch dieser blieb stur stehen. Leicht neigte Astaroth den Kopf zur Seite, ohne den anderen Dämon jedoch anzusehen. "Habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt?", fragte er in ruhigem Ton. Aeshma verschränkte entschlossen die Arme vor der Brust. "Ich werde nicht eher gehen, bis ich mehr weiß.", sagte er und stellte sich stur. Innerlich musste Astaroth leicht schmunzeln als seine rechte Hand urplötzlich und mit lautem Zischen in Flammen aufging. Aeshma rührte sich keinen Millimeter. Innerlich jedoch war er bei dem plötzlichen Geräusch leicht zusammengezuckt und sein Herz hatte einen Satz gemacht. Mit Wucht schlug Astaroth nun seine ausgestreckte Hand gegen den Spiegel und die tanzenden Flammen gingen von seiner Handfläche auf das reflektierende Glas über, bis sie die glatte Oberfläche und auch den schweren, goldenen Rahmen zur Gänze bedeckt hatten. Aeshma sah Astaroth und dem Schauspiel, welches sich ihm bot, interessiert und doch mit einem unbehaglichen Gefühl in der Magengegend, zu. Wie sich die Flammen in Dunkelheit und die Dunkelheit zu Bildern wandelten. Aeshma konnte sie jedoch nicht erkennen und auch Astaroth schien Schwierigkeiten zu haben aus ihnen schlau zu werden. "Irgendjemand blockiert mich.", sagte er mit finsterer Stimme und bot mehr Kraft auf. Und dennoch blieben die Bilder und die Stimmen, die begannen den Raum zu füllen, verzerrt und unkenntlich.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   24/04/16, 06:00 pm

Lavanda wartete bis er aus den Raum und sie sich sicher war, dass er außer Hörweite ist. Dann entspannte sie sich ruckartig mit dem Ausruft: "Verdammt, ist der Mann wundervoll! Warum können nicht alle Männer so sein?" Sie stöhnte förmlich auf, drehte sich dann um und sah sich das Chaos an. "Na dann wollen wir mal..." Sie machte zuerst an die Arbeit sie Überreste gut zu verpacken. Alles was einiger Maßen haltbar war und mitgenommen verden konnte, wickelte sie in Papiere oder Leder. Der gebratene Speck würde sich halten. der noch nicht gebratene ebenso. Beeren und Früchte würden sich auch noch ein paar Tage halten können, also kamen sie in ein Ledersäckchen. Nach und nach leerten sich somit die Tabletts und Platten, Bretter und Schüsseln. was nicht mitgenommen werden konnte, landete in einem großen Resteeimer für den liebreizenden Wauwi. Lavanda schüttelte sich bei dem Gedanken an seinen Anblick. Er war wirklich unheimlich gewesen. So... alles verstaut und bereit, ins Gepäck gestopft zu werden. nun der Abwasch. Sie füllte einen Eimer mit Wasser und heizte diesen an der Feuerstelle auf. Mit dem nun heißen Wasser, spülte sie nach und nach das Geschirr und stapelte es dann auf der gegenüberliegenden Seite der Küche auf der Anrichte. So viel sie auch spülte, es schien kaum weniger zu werden. Aber sie beeilte sich so sehr sie konnte und hatte es schließlich geschafft. dann jedoch war das Abtrocknen dran. Sie wusste nicht, wie lange sie alles in allem in der Küche stand, aber sie bekam es auch nicht so sehr mit, da sie nach einer Weile in Gedanken verfiel. Sie dachte über Aeshma und Astaroth nach, über Dante und über die bevorstehende Weiterreise. und sie dachte über den Virus nach. es gab noch so viele fragen, die unbeantwortet waren. Aber was brachte es... Vielleicht erfuhr sie ja etwas im nächsten Ort. Schließlich war sie mit aller Arbeit fertig und all das Geschirr war wieder in den Schränken der Küche verstaut. Dann nahm sie die Vorräte die sie verpackt hatte und verließ die Küche....Lustiger Weise, fand sie dabei in einem Nebenraum auch noch ihr Reisekleid.... da Aeshma es nicht aufgehängt hatte, war es leicht geknittert und auch noch nicht ganz trocken. aber das war für sie kein Problem. Sie ging damit und den Vorräten in ihr Zimmer, um dort alles gut im Gepäck zu verstauen, bis auf das Kleid. Dann zog sie sich aus, denn mit ihrem jetzigen Kleid konnte sie nicht reisen. Sie zog das noch etwas nasse Kleid über und stellte ihr Gepäck abreisefertig neben die Tür. Mit einem Seufzen ließ sich Lavande dann in dem Sessel am Kamin fallen, um nocheinmal kurz die Augen zu schließen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   25/04/16, 08:03 pm

Auch nach weiteren Minuten hatten sich die unscharfen, verzerrten Bilder und die seltsam klingenden Stimmen nicht zu erkennbaren Formen und Wörtern geformt. Dennoch ließ Astaroth nicht locker. Er musste die Blockade erkennen, analysieren, lokalisieren und eliminieren, wenn er heute noch ein scharfgestelltes Bild haben wollte. Jedoch war dies nicht so leicht. Er schloss die Augen, versuchte sich im Geiste vollkommen auf seine Energie zu konzentrieren, die aus seiner Handfläche in Form der Flammen floss und den Spiegel zu einem Portal für Visionen wandelte. Sein geistiges Auge glitt über die glatte Glasfläche und versuchte Rückstände einer anderen Energie zu erspüren. Wenn ihn wirklich jemand blockierte, dann musste es solche Rückstände geben. Und tatsächlich! In der hintersten Ecke des Glases, wo der schwere Rahmen der oberen linken Ecke schloss, fand er etwas, dass er "Rastaa" nannte. Ein winziger Rückstand von fremder Energie und Kraft, die seine eigene dämmte und er so nicht sehen konnte, was er sehen wollte. Er versuchte den Rastaa zu analysieren, doch diese kleine Dosis magische Materie war sehr gut geschützt und kam ihm seltsam bekannt vor. "Das ist seltsam..", murmelte er leise. Aeshma hinter ihm trat einen Schritt näher. "Was ist denn? Warum passiert nichts?", fragte er etwas ungeduldig und auch besorgt, wie Astaroth raushören konnte. "Ich habe einen Rastaa gefunden." Aeshma schluckte. "Wieso sollte dich jemand blockieren wollen?", fragte er ratlos und starrte in die Flammen, die hektisch wabernd die wirren Farben und unklaren Formen überzogen, ohne sie zu verundeutlichen. "Ich verstehe das nicht..", murmelte Astaroth erneut und schüttelte leicht den Kopf. Egal was er versuchte, er konnte nicht erkennen woher und von wem dieser Rastaa stammte. Wann immer er versuchte seine Energie durch die Schutzhülle des Rastaa zu leiten wurde er umgehend abgestoßen und mit jedem neuen Versuch verstärkte sich der Schutz. Da wollte jemand offensichtlich verhindern, dass er die Zukunft nicht sah. Aber wieso? Was würde passieren? Schließlich öffnete Astaroth die Augen und richtete seinen Körper auf, ohne jedoch seine Hand vom Glas zu nehmen. Der Rastaa würde erst verschwinden, wenn seine Energie des Spiegel wieder leblos werden ließ. Er drehte seinen Kopf um einen Blick in den Raum zu erlangen und sah sich einige Sekunden lang um, bis er gefunden hatte was er suchte. "Bring mir das kleine Fläschchen dort! Das aus Elfenkristall mit der grünen Flüssigkeit!", befahl er Aeshma und dieser holte gefordertes Utensil umgehend. "Mach auf.", sagte Astaroth und Aeshma tat ihm auch diesen Gefallen. Gleich darauf gab er es Astaroth ohne ein Wort und sah zu, wie dieser wartete bis ein grasgrüner Qualm aus dem Flaschenhals quoll und langsam begann in Richtung Decke zu schweben. Astaroth murmelte einige Worte, schnell und in einer Sprache, die Aeshma nicht kannte. Dann blies der Ältere die grüne Wolke schnell gegen das Glas, dort wo der Rastaa war, während er zeitgleich seine Hand wegzog und die Flammen erloschen. Einige Sekunden war alles still, dann verzog sich der Rauch mit einigen anderen Worten Astaroths zurück in das Fläschchen und sie sahen wie gebannt auf die obere linke Ecke des Spiegels. Dort, wo eben noch der Rauch war, erschien nun ein kleines, leicht zuckendes und zitterndes Häufchen magische Materie. Astaroth grinste. "Da haben wir es ja.", meinte er triumphierend und holte sogleich eine kleine gläserne Schale herbei, in welche er dieses Klümpchen beförderte und mit einem ebenso gläsernen Deckel verschloss. Er versiegelte das Glas, sprach einen Bannzauber, verstaute es danach in einer kleinen Schatulle aus schwarzem Holz, sprach noch einen Bannzauber, legte das Kästchen in ein größeres aus schwerem Metall und sprach noch zwei weitere Bannzauber, bevor er endlich von dem armen Klümpchen abließ und Aeshma ansah. "Was auch immer das ist, ich werde es schon herausfinden. Und dann wird mir jemand eine Erklärung schulden müssen.", sagte er und seufzte einmal. Er war sehr besorgt. Irgendwas lief hier so falsch wie etwas nur falsch laufen konnte und auch Aeshma wusste, dass sich etwas Großes näherte.
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BeitragThema: Re: Der Virus   25/04/16, 09:25 pm

Nach einer Weile des Ausruhens erhob sie sich. Ihr war etwas langweilig. Ob sie eine Runde im Wald spazieren gehen sollte? Doch dann kam ihr ein Gedanke: Was war mit Aeshma und Astaroth? Aesh hatte gesagt, es würde nicht lang dauern. Aber nun war schon über eine halbe Stunde vergangen und er war immernoch nicht zurück. Ihr verdacht, dass etwas nicht stimmte, weitete sich aus zu der Vermutung, dass großes Unheil drohte. Ihr wurde unbehaglich. Lavanda beschloss schließlich, dem ganzen einmal nachzugehen. Sie sorgte sich um Aeshma. Leise trat Lavanda aus ihrem Zimmer heraus auf den Flur. Und jetzt? Wohin? Sie wusste doch gar nicht, wo Astaroths Zimmer war, in dem er sich ja sicher jetzt mit Aeshma zusammen befand. Vermutlich in den oberen Fluren war sein Zimmer. Sie begann sich auf die Suche zu machen, durchkreuzte Flure und Gänge, Ging Treppen hinauf und wieder hinunter... und Je länger sie ging, desto größer schien das Haus zu sein oder zu werden. War sie in diesem Gang schon gewesen? und in dem hier? Und plötzlich stand sie vor einer großen Flügeltür mit seltsamen Verzierungen und Ornamenten. das musste es sein... Wo sonst sollte jemand wie Astaroth hausen? Sie legte ihre Hand an die Türklinke. Im selben Moment indem ihre Finger das kalte Metall berührten, durchfuhr sie ein Schauer, ein Zucken. Es war, als wenn sie ein Blitz durchfuhr, ein kurzer Schmerz. Sie schreckte zurück, mit einem Kurzen, schrillen Schrei. Lavanda rieb sich ihre Finger, in den es immernoch zu kribbeln schien. ja, dieses Zimmer umgab eine Aura, die sie einschüchtern konnte... Zweifelsohne war dies das Zimmer Astaroths. Sie wollte klopfen, aber woher sollte sie wissen, ob diese ausgeprägte Aura oder das Schutzschild welches das Zimmer umgab, sie nicht erneut durchfuhr. stattdessen erhob sie nur ihre Stimme. "Aeshma? ..... A...Astaroth? Ist alles in Ordnung? ich bin in Sorge, dass etwas nicht stimmt!"
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 08:37 am

Zusätzlich zu den bereits getroffenen Sicherheitsvorkehrungen verschloss Astaroth die Metallkiste mit einem Schlüssel und umschlang es dann mit einem Kettenschloss aus einem Metall, dass Aeshma noch nie zuvor gesehen hatte. Es glänzte in einem seltsamen schwarzen Farbton und schien irgendwie in einem unnatürlichen Rot unwirklich zu glühen. Es strahlte eine ziemlich finstere Aura aus, beziehungsweise, die Magie mit der das Schloss förmlich durchzogen war, wie Aeshma feststellte. Selbst für Dämonenverhältnisse wirkte dieses Schloss endgültig und undurchdringbar und das gefiel Aeshma nicht sonderlich. Woher hatte Astaroth das nur? Innerlich zuckte er mit den Schultern und tat es ratlos ab, als er ein Geräusch hinter sich vernahm. Auch Astaroth schien es gehört zu haben, denn er schob die doppelt verschlossene Kiste von sich fort und hob den Kopf, als wolle er dem Geräusch lauschen. Es klang wie... Wie ein gurgeln, wie ein brodeln. Als würde Wasser beginnen zu kochen. Gleich darauf hörte er Lavandas Stimme vor der Tür. Sein Kopf schoss in die Richtung der verschlossenen Pforte zu Astaroths Gemächern. Aeshma setzte zu einer Antwort an. Und dann begann auf einmal das Haus zu beben. Erschrocken fuhr Aeshma zusammen und starrte mit weit aufgerissenen Augen auf den Boden unter seinen Füßen. Was war hier bloß los?! Geschockt sah er zu Astaroth hinüber. Dieser war um einige Nuancen blasser geworden und hielt sich bereits am Tisch fest. Auch Aeshma hieb nun seine Fingernägel, die er zu Krallen hatte wachsen lassen, in das Holz des Tisches um besseren Halt zu finden. Das gurgelnde, brodelnde Geräusch nahm an Lautstärke zu. Alles erbebte und es wackelte immer schlimmer. Das Geschirr in der Küche begann in den Schränken zu klirren, die Fensterscheiben erzitterten und drohten zu zerspringen, tief im Keller konnte Aeshma Belarus aufgeschreckt und verwirrt Heulen und Jaulen hören und versetzte seinem Herzen einen tiefen Schnitt. Auch Astaroth schien zunehmend verwirrt und ließ sich auf die Knie sinken, legte die Hände flach auf das bebende Holz der Dielen und versuchte den Höllenhund zu beruhigen, indem er ihm Energie schickte, die den Geist des Tieres einlullen sollte um ihn so von dem Erdbeben abzulenken. Aeshma indessen sah erneut zur Tür und wollte schon zur ihr stürmen, hätte alles nur nicht so schrecklich gewackelt! "Unter einen Tisch! Versteck dich unter einem Tisch, Lavanda!", brüllte er ihr über den tobenden Lärm hinweg zu und hoffte, sie konnte ihn hören. Unter einem Tisch oder ähnlichem wäre sie nun am sichersten. Das brodelnde Geräusch nahm wieder an Lautstärke zu und nun sah Aeshma wo es herkam. Entgeistert starrte er zu dem Spiegel an der gegenüberliegenden Wand. "Astaroth!", brüllte er lauthals und der Ältere sah auf, blickte ihn an und wandte dann seinen Blick in die Richtung, in die Aeshma mit kalkweißem Gesicht deutete. Der Spiegel war es, der die tosenden Geräusche von kochendem Wasser und brodelnder Lava von sich gab. Und nicht nur das. Der Spiegel selbst, oder viel mehr das Glas, waberte. Es bewegte sich. Wie aufgewühlte Meereswellen wurde es von einem Ende des Rahmens zum anderen geworfen und weder Aeshma noch Astaroth konnten glauben, was sie da sahen. Unter dieser aufgewühlten, ruhelos in Bewegung versetzten Oberfläche erkannten sie Farben, die langsam klarer wurden und Formen ergaben. Diese Formen wandelten sich schließlich zu klaren Bildern und den beiden Dämonen klappte im wahrsten Sinne des Wortes die Kinnladen nach unten. Ging all das von dem Spiegel aus? Das Beben und das Wackeln der Erde unter ihnen und die Erschütterungen, die das Haus erfassten? "Lavanda!!", schrie Aeshma entsetzt und über den tobenden Lärm, der zu der Lautstärke eines Gewitters heranwuchs, hinweg. Doch er schrie nicht, weil sie immer noch vor ihrer Tür war. Sondern weil er sie im Spiegel sah.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 10:49 am

Im ersten Moment wusste sie nicht wie ihr geschah. Kurz nachdem sie die knlinke berührt hatte fing die Erde an zu beben. war sie das? Oder war das Astaroths Zorn? Die erde bebte plötzlich immer mehr und es grummelte und polterte, und Lavanda verlor den Halt und knallte mit ihrem Kopf auf die Türklinke, als sie Aeshmas Stimme leise hörte. "Zu Spät!" Rief sie mit leicht zitternder Stimme. Das wiederum war aber alles ein Zeichen dafür, dass es nicht Astaroth war, denn sonst hätte Aeshma nicht so besorgt geklungen. "Au!", hauchte sie leise und fasste sich an die Schläfe. sie fasste in etwas flüssiges. "Verdammt!", entfuhr es ihr. Sie blutete. Dann schrie Aeshma erneut. Tisch? Tisch? Wo sollte sie jetzt einen Tisch hernehmen? Sie blickte sich um, aber ihr Blick war verklärt, alles schien verschwommen. noch dazu floss das Blut über ihr rechtes Auge, welches sie deswegen schließen musste. Dann entdeckte sie einen kleinen Beistelltisch auf dem Gang. Die Vase war bereits auf dem Boden zerschellt, aber der Tisch schien stabil genug. auf allen Vieren kroch sie darunter und machte sich klein. Ihre Arme und Hände legte sie schützend auf ihren Kopf. Mittlerweile fielen die Bilder im Flur von der Wand, so stark bebte es. Eines davon fiel direkt auf den Tisch. Vor dem war Lavanda wenigstens jetzt sicher gewesen. dann schrie Aeshma erneut. "Jaja, ich hab dich gehört, alles gut!", schrie sie leut zurück. sie wusste ja nicht, dass er aus einem Ganz anderen Grund schrie. Sie fasste sich erneut an die Schläfe. Ihre Ganze Hand war voller Blut. wie ungünstig! Und jetzt war es sogar schon auf ihre Kleidung getropft. "Verdammter Mist", grummelte sie nur. Wie hart war sie denn bitte aufgeschlagen? So doll kann es doch gar nicht gewesen sein?! Sie hoffte, dass sich das Beben bald legte und sie sich in ruhe sauber machen konnte und sich vor allem erkundigen konnte, was hier nun eigentlich vor sich ging.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 11:03 am

Fassungslos starrten sowohl Aeshma als auch Astaroth nun auf den wabernden Spiegel, dessen ungebrochene Wellen immer ungezügelter und höher Schlugen. Das Glas schien über den Rand des schweren Rahmens brechen zu wollen; schien, als wollte es sich aus dem abgegrenzten Gefängnis befreien um sich dann in einem übermächtigen Schwall auf die beiden Dämonen zu ergießen. Doch es wurde weiterhin standhaft gehalten. Doch die Bilder, die nun wie aus dem Nichts hinter dem Glas erschienen, waren viel verstörender als das beinahe schon pulsierende Glas. Eine Aura breitete sich in dem Zimmer aus und ließ die frösteln. Sie war mächtiger als alles, was sie bis jetzt gespürt haben und selbst Astaroth wurde bei dieser übermächtigen Energie schummrig zumute. Doch je mehr er fühlte, desto mehr kam ihm all diese Geschehnisse bekannter vor. Die Energie, die dem Rastaa innewohnte, die Aura, die sich nun über sie legte und sie einzuhüllen schien, das Beben der Erde, das so widernatürlich schien und doch so natürlich wie ein wachsender Baum. Es war ein Gefühl, dass ihn zutiefst verwirrte und sein Magen begann sich in seinem Inneren umzudrehen und Schwindel befiel ihn. Diese fremde Energie schien an seiner eigenen zu zerren, als wolle sie ihm seine Kraft gewaltsam entreißen. Doch gleichzeitig dachte er fühlen zu können, wie sich diese Macht in ihm breit machte und ihn zu beruhigen schien. Ihm wurde übel, als sein Magen weiterhin rumorte. Eine körperliche Reaktion auf die Überlastung seines Verstandes. "Was soll das?!", fragte er im Stillen mit allem herrschenden Nachdruck, den er aufbringen konnte. Und doch erhielt er keine Antwort.

Die Bilder im Spiegel begannen immer schneller zu wechseln und die unterschiedlichsten Geräusche wurden hörbar. Verzerrte Stimme, Schreie, lautes Rufen und die verschiedensten Gefühle erfüllten die Leiber und Seelen der beiden Dämonen und schienen sich mit ihnen zu verbinden, sodass ihnen beiden bald der Schädel dröhnte. Das ganze Haus, das in seinen Grundfesten erschüttert wurde, war schon bald mit den Schreien und dem bitterlichen Flehen erfüllt, dass im Übermaß aus dem Spiegel quoll wie giftiger Nebel, der sich in ihren Lungen festsetzte. Es dauerte nicht lange, da begann auch Aeshma zu schreien. Er hielt sich die Ohren zu, presste seine Handflächen an seinen Kopf und begann sich unter der Macht die ihn erfasste zu winden und sank kurz darauf auf seine Knie. Astaroth, der schon am Boden kniete, kämpfte sich mühsam auf die Füße um dem unsichtbaren Gegner die Stirn zu bieten. Ein entschlossener Ausdruck trat in seine Miene. Es gab nur einen Weg das Haus vor dem sicheren Einsturz zu retten und somit auch sie selbst zu schützen. Er musste den Spiegel zerstören!
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 11:33 am

So sehr Lavanda auch hoffte, dass das Beben und das dazugehörige grollen abflachte und verstummte, es half alles nichts... es wurde immer stärker und lauter und irgendwann übermannte diese Seltsame Aura sie. Sie wollte nicht sagen, dass es schlimmer als am Tag zuvor war, aber irgendwie war es doch schon ziemlich nah dran, noch schlimmer zu sein. Es fuhr ihr durch den Kopf wie tausende von Blitzen. Sie hatte nicht so viel Angst wie am Tag zuvor, denn Astaroth war weitaus einschüchternder als das hier jetzt. aber es war deutlich schmerzhafter. Sie hatte das Gefühl, dass ihre Ohren gleich platzen würden oder sogar ihr ganzer Kopf. Sie schrie, sie schrie immer Lauter, immer herzzerreißender. Ihr wurde schwindellig und noch schwummriger und ihr war speiübel. Sie war kurz davor, ihr Frühstück wiederzusehen. Aus ihren Schreien wurde am Ende nur noch ein kehliges röcheln, so sehr schrie sie sich die Seele aus dem Leib. "AEEEEESH! hört auf damit! Was macht Ihhhhhhhhrrrr...rrrrr...rrrahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!" Sie konnte sich nicht mal mehr in ihrer aktuellen Position halten, sie kippte zur Seite weg und lag nur noch wie ein Kind im Leib der Mutter zusammengekauert auf dem Boden und schrie wie am Spieß. "Es tut so weh, hört auf! Beendet daaaaaas!!!" es schmerzte so sehr, dass ganz unkontrolliert Tränen aus ihren Augen schossen und sich mit ihrem Blut vermischten, das bereits ihre ganze Wange verschmierte.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 12:20 pm

Aeshmas Schreie vermischten sich mit jenen, die aus dem Spiegel zu ihnen quollen zu einer Symphonie des Schreckens und der Angst. Gekreischte Höllenqualen schnitten immer wieder wie Messer durch den dicken Nebel der verbalen Furcht und ließ sie bluten. Auch Lavandas Schreie konnte Astaroth vernehmen. Und so tief sie sich auch in seine Seele brannten, welches ihm erst später als seltsam anmuten sollte, kämpfte er sich weiter vor. Obwohl die gewaltige Macht, die aus dem Glas des Tores in andere Zeiten stob, ihn immer wieder nach hinten taumeln ließ, behielt er sein Ziel weiterhin im Auge. Ihm schoss während all der Zeit nur ein Gedanke immer wieder durch den Kopf, der ihn weitergehen ließ. Er musste sie alle vor der Zerstörung schützen! Und so erreichte er schlussendlich das heftig bebende Glas des Spiegels, von dem aus ein grelles Licht zu strömen begann, das ihn blendete. Astaroth schloss seine Augen, kniff sie zusammen um sein Augenlicht nicht einbüßen zu müssen und sammelte die verbleibende Energie, die ihm noch innewohnte. Er musste sich konzentrieren um den Spiegel und die darin gesammelte Macht ein für alle mal zu zerschlagen. Doch eine Stimme ließ ihn innehalten.

Verdutzt öffnete er seine Augen wieder und starrte in das Spiegelbild, das nicht das seine war. Plötzlich erstarb das Getöse um sie herum. Das Beben verschwand und die Wucht dieses Stillstandes ließ ihn beinahe taumeln. Doch sein Körper bewegte sich keinen Zentimeter mehr. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er auf das Bildnis, das sich ihm bot. Er konnte es nicht fassen. Dort stand seine Mutter. Genau vor ihm. Er konnte sie so deutlich erkennen, als würde sie wahrlich bei ihm sein. Ihr dunkles langes Haar schien um sie herum zu wallen, schwerelos und ungebunden von Raum und Zeit so sein. Ebenfalls der leichte Stoff ihrer seidenen Kleider, schienen keinem Naturgesetz mehr zu unterliegen. So wie sie selbst. Sie sah ihn an und Trauer erfüllte ihren Blick. Ebenso spiegelte sich Sorge in ihren tiefen, unergründlichen Augen. "M-...Mutter..", stammelte er vollkommen entgeistert und zugleich unendlich erstaunt. Was wollte sie hier? Wieso war sie hierher gekommen? War sie wirklich hier oder war es nur eine Vision, die er erhielt. Wortlos streckte sie die Hand nach ihm aus und er wollte sie ergreifen. Er wollte seine Finger durch das nun stillstehende und unbewegliche Glas des Spiegels drücken um nach ihrer Hand zu fassen. Doch die glatte, kalte Oberfläche war so unnachgiebig wie sein Zorn, der tief in seiner Seele pulsierte. Jedoch empfand er in diesen Momenten nichts als Verlangen, Trauer und Schmerz. Sie so zu sehen, so plötzlich und so vollkommen wie früher, versetzte in zurück in eine Zeit, in der er noch glücklich und unbefangen leben konnte. Astaroth konnte seine Augen nicht schließen, er konnte nicht zulassen, dass sie durch Unachtsamkeit oder Willensschwäche seinerseits verschwand. Er wollte sie um jeden Preis bei sich halten. So lange schon hatte er sie nun nicht mehr gesehen. Nicht mehr in Träumen, nicht mehr in Visionen. Nur noch in Erinnerungen, die immer mehr verblassten, je mehr die Zeit voran Schritt. Und nun.. Nun war sie auf einmal hier, so nah bei ihm und doch so unendlich fern. Eine Träne entglitt seinem Lid und rann seine erkaltete Wange hinab, die totenbleich jede Farbe verloren hatte. "Mutter!", sprach er erneut. Dieses Mal gewann seine Stimme an Festigkeit und Lautstärke. Doch noch immer antwortete sie ihm nicht. Nein, sie.. Sie entfernte sich! "Mutter!!", schrie Astaroth nun laut, hatte jedwede Zeit um sich herum vergessen und all seine Aufmerksamkeit lag auf ihr. Auf dem Wesen, das er mehr als alles auf der Welt liebte und verehrte. Doch sie verließ ihn. Astaroth hämmerte auf das Glas ein, wollte es durchbrechen. Doch es half nichts. Ihr Ebenbild verschwand, löste sich langsam vor seinen entsetzten Augen und erstarrter Miene auf. Dann, plötzlich, als wäre sie nie dagewesen, veränderte sich das Bild erneut. Sie war verschwunden und eine andere Gestalt hatte ihren Platz eingenommen. Das Bildnis war so plötzlich aufgetaucht, dass Astaroth zurückschreckte und ins Straucheln geriet. Erschrocken fand er sich auf dem Boden wieder und die Frau im Spiegel starrte unnachgiebig auf ihn herab. Zorn, Wut und sogar Hass lag in ihrem Blick. Doch auch Trauer und Verzweiflung. Sie war über und über mit Blut besudelt und hielt etwas in den klammen Fingern. Ein kleines Bündel. Das weiche Leinentuch war ebenfalls mit tiefroten Flecken bedeckt. Astaroth hatte durch all das Blut Schwierigkeiten sie zu erkennen, doch dann traf ihn die Erkenntnis wie einen Schlag ins Gesicht und ein Blitz durchzuckte seinen gesamten Körper, ließ ihm das eigene Blut in den Adern gefrieren und veranlasste sein Herz zu einem zuckenden Sprung. "...Lavanda..?", sprach er ungläubig und sah in die flammend zornigen Augen der jungen Frau. "Es ist deine Schuld.", sagte sie mit einer Stimme, die definitiv ihr gehörte, doch sich so befremdlich anhörte, als würde jemand zu ihm sprechen, den er nicht kannte. Und Astaroth erkannte auch weswegen. Es war der tiefsitzende Hass in ihrer Seele, der dort zu ihm sprach. Der tiefsitzende Hass auf ihn! Er konnte es ihr ansehen, klar und deutlich. Doch wieso? Was hatte er getan? Was würde er tun? Was würde geschehen? Mit einem Mal begann das Bildnis der jungen Elfin im Spiegel so laut und markerschütternd zu Kreischen, dass das Haus erneut erbebte. Dieses Mal stärker als zuvor. Eine grenzenlose Macht ergoss sich über sie alle und ließ die Wände schwanken, das Dach erzittern und ließ den Boden verbiegen, als würden sie alle auf dem Rücken eines gigantischen Tieres stehen, das seit Urzeiten in einem tiefen Schlaf gefangen war und nun erwachte. Der Schrei veranlasste Astaroth sich die Ohren zuzuhalten und auch Aeshma, der sich die ganze Zeit über langsam zur Tür vorgearbeitet hatte um zu Lavanda zu gelangen, schrie erneut auf, da der Schmerz in seinen Kopf fuhr wie tausend Nadeln, die mit Leichtigkeit durch seine Schädeldecke brachen. Plötzlich, mit einem Knall, der ohrenbetäubender war als alles was zuvor geschah, zerbarst der Spiegel in abertausend Teile und ein wahrer Splitterregen ergoss sich über Astaroths Leib. Der Schmerz fuhr ihm an so vielen Stellen gleichzeitig durch den Leib, dass er nicht im Stande war zu schreien. Stattdessen wurde ihm augenblicklich schwarz vor Augen und die Übelkeit überfiel ihn wie eine Flutwelle ohne die Aussicht ab zu ebben. Dann, nur Sekunden später, als auch der letzte Splitter gefallen war, war es vorbei. Das Haus lag in Stille dar. Als wäre nie etwas gewesen. Doch auch jetzt noch war die Sonne vor den Mauern des Herrenhauses nicht zu erkennen. Die Dunkelheit, die unbemerkt aufgezogen war als das erste Beben einsetzte, verbannte das Licht noch immer.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 01:03 pm

Es war vorbei... es war vorbei! Endlich! Ihr war immernoch speiübel. Sie kroch unter dem Tisch hervor und stand langsam auf, noch ganz wackellig auf den Beinen. Sie hielt sich den Kopf und machte gerade einen schritt Richtung Tür, als der Boden unter ihr plötzlich wieder zu wabern schien. Urplötzlich bebte wieder alles und schien zu wackeln. erneut verlor sie den Halt und kippte nach hinten Weg, direkt auf die Kante des Beistelltisches. "Argh!" Sie blieb reglos auf dem Boden liegen, denn alles um sie herum schien sich zu drehen. Also blieb sie besser liegen und schloss die Augen. sie hatte das Gefühl, der Boden würde Wellen schlagen. Und plötzlich ertönte ein unausstehlicher Schrei. Im ersten Moment klang es als würde sie schreien aber das war ja Blödsinn. Dieser Schrei ging durch mark und Bein. Das alles zusammen war ihr zuviel: Der Schrei, die Aura, der Wackelnde Boden, die Kopfschmerzen und der Schwindel... Sie rollte sich herum und Übergab sich. Einfach so, einfach am Rand des Flures, das gesamte Frühstück. "Sie dachte noch, wie peinlich und unangebracht das war, aber sie konnte nicht mehr. es war alles zu viel. sie fühlte sich hundeelend. Sie wischte sich den Mund ab und krabbelte langsam wieder in die mitte des Flures als plötzlich alles wieder still war, fast schon zu still. dennoch hallten die Schreie in ihrem Kopf wieder und immernoch schien sich alles zu drehen. ihr Glieder gaben nach und wieder lag sie auf dem Boden. sie rollte sich auf den Rücken und hauchte nur: "Ihr macht mich fertig! wo bin ich da nur wieder hineingeraten!" Sie atmete schwer. immernoch war ihr übel. "Ich glaub ich muss hier weg!"
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 01:27 pm

Er konnte Blut schmecken. Es schien langsam in seine Mundhöhle zu sickern. Alles um ihn herum fühlte sich unwirklich weit entfernt an, als würde er in der Mitte des Raumes schweben, regungslos dort verharren ohne etwas außer die Luft um sich herum zu berühren. Und doch konnte er deutlich fühlen, dass er auf Holz lag. Dieses Paradoxum seiner Empfindungen veranlasste Astaroth zu dem Versuch die Augen zu öffnen. Seine Sicht war verschwommen. Er hörte und spürte seinen Herzschlag. Es kam ihm so vor, als würde das rythmische, langsame Schlagen seines Herzens seinen Körper bei jedem Schlag erbeben lassen. Als würde es Wellen durch seine Muskeln senden, die ihn immer wieder zucken ließen. Astaroth lauschte seinem Atem. Es klang röchelnd und rasselnd. Beinahe so als würde er selbst gar nicht atmen. Als wäre er an diesem so natürlich Vorgang nicht mehr beteiligt. Als wären es nicht seine eigenen Lungen, die Luft in sich sogen und sie wieder austießen. Anderes als dieses konnte er nicht fühlen. Seine Nerven waren betäubt. Sein Kopf fühlte sich seltsam leicht an. Doch sämtlicher Schmerz schien von ihm gefallen zu sein. Wie ein Schatten, der von seiner Haut geglitten war und ihn nun nicht mehr verdunkelte. Ein erleichtertes Lächeln wollte seine Lippen zieren, doch er konnte keinen einzigen Muskel seines Körper bewegung, außer seine Augen. Er sah zunächst verschwommen. Nur vage Schatten und Lichtflecken, die vor seinen Augen tanzten und sich nicht recht klären wollten. Auch hörte er nichts um sich herum. Nur sein Inneres. Sein Herz, seine Lungen, das Blut in seinen Adern, seine Seele. Doch irgendetwas stimmte nicht. Alles kam ihm so klar und deutlich und richtig vor, doch etwas in seinem Inneren sagte ihm, dass dem nicht so war. Etwas war falsch. Etwas war anders. Doch was war es nur?

Beinahe hätte Aeshma das Bewusstsein verloren. In seinem Kopf hämmerte der Schmerz und die Übelkeit hatte nur bedingt nachgelassen. Als er wieder zu Sinnen kam und es schaffte sich umzusehen, realisierte er wo er war. Er hockte genau vor der Tür. Er spürte keine Schutzbarrikaden mehr. Warum nicht? Wo waren sie hin? Wieso hatte Astaroth-... Astaroth! Mit einem Ruck, der ihn die Augen ruckartig schließen ließ da der Schmerz durch seinen Schädel zuckte wie ein gewaltiger Blitz, drehte er den Kopf in die Richtung, in der er seinen Freund vermutete. Aeshma schmeckte saure Galle in seinem Mund. Die Übelkeit hatte schlagartig zugenommen. Mit großen Widerwillen jedoch, schluckte er sie wieder hinunter und keuchte. Er schwitzte am ganzen Leib und seine Muskeln zitterten vor Anstrengung. Und doch zwang er sich die Augen wieder zu öffnen und was er sah ließ alles in ihm verstummen. Von einem auf den anderen Augenblick fühlte er nichts mehr, alles wurde taub und sein Gehirn versuchte verzweifelt das Bild zu verarbeiten, das sich ihm auf so schauderhafte Weise bot. Astaroth lag verkrampft am Boden, auf dem Rücken. Große Splitter, die wie glänzende Ungetüme aussahen, ragten aus seinem Körper. Einer hatte sich durch sein linkes Auge gebohrt, ein anderer ragte aus seiner Kehle. Seinen Torso und Unterleib hinab stachen die Scherben wie Splitter seiner Seele aus seinem Fleisch hervor. Seine Hände wurden von ihnen an die Holzdielen gekettet. Seine Haut und sein Fleisch waren förmlich zerfetzt von den Scherben des Spiegels und dieser schien hönisch auf den schwer verwundeten Dämon hinab zu sehen und ihn aus dem leeren Rahmen heraus anzustarren. Aus Astaroth Mund quoll das Blut wie aus einem Bergquell, so wie aus seinen Wunden und er umgeben von Lachen seines Lebenselexiers. Aeshmas Herz war stehengeblieben und hatte seinen Dienst versagt. Plötzlich kam es aus ihm hoch und er erbrach sich würgend und nach Luft schnappend genau neben die Tür. Er brach nur noch mehr in Schweiß aus, als er seinen Freund so daliegen sah. War er tot? Nein, Aeshma konnte sein Herz schlagen und ihn atmen hören. Doch er spürte, dass ihn das Leben begann zu verlassen. So schnell es Aeshma möglich war öffnete er die Tür und fiel auf den Gang hinaus. Da lag sie! "Lavanda!", rief er vollkommen außer sich und stürzte zu ihr. Er nahm sie in seine zitternden Arme und bemerkte, dass auch sie sich übergeben hatte. Stärker als er. Ihr Magen musste nun komplett geleert sein. Er versuchte ein Bewusstseinszeichen von ihr zu erlangen und sprach sie immer wieder an, hieb ihr so leicht er konnte gegen die Wange um sie aufzuwecken. Er wusste nicht mehr ein noch aus. Warum war das bloß passiert? Was sollte das?! "Lavanda!!", rief er nun lauter und verzweifelte immer mehr. Die Frau die er liebte lag schwach in seinen Armen, sein bester und einziger Freund lag wahrscheinlich im Sterben und immer wieder wurde im leicht schwarz vor Augen vor Schock und Entsetzen. Dazu hörte er immer wieder, wie aus weiter Ferne, das Heulen von ihrem Hund. Er schien sich befreit zu haben und nun durch das Haus zu streifen, auf der Suche nach seinen Besitzern.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 01:44 pm

Lavanda hörte seine Stimme sofort, aber ihr Unterbewusstsein wollte sie noch nicht wieder freigeben. dann spürte sie Aeshmas Finger, die sanft gegen ihre Wange klatschten. Irgendwann öffnete sie die Augen, aber sie schien nicht gleich etwas zu sehen, so wir sie umherirrten. "Mir... geht es gut... kümmer dich nicht... um mich!", sagte sie und fasste sich an den Kopf, die Schläfe die immernoch blutete. "Bei dir....?" Sie wollte einen ganzen Satz sagen sowie: bei dir und Astaroth ist alles in Ordnung? Aber es kam nicht einmal die hälfte über ihre Lippen, weil ihr kopf wieder zurückfiel und sie lieber die Augen schloss. "Mit ist schwindlig. leg mich bitte wieder hin!" Auf dem Boden wusste sie wenigstens, dass sich nichts bewegte und konnte gegen das Gefühl, sich erneut zu erbrechen gegenankämpfen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 01:55 pm

Überall war Blut. Hier war so viel Blut. Blutete er selbst auch? Um diese Frage, die ihm so belanglos schien, kümmerte er sich nicht weiter und tat wie ihm geheißen. Vorsichtig und so sanft er konnte legte er Lavanda wieder auf den Boden zurück, doch blieb bei ihr knien. "Du blutest!", stieß er aus. Seine Stimme klang so verzweifelt wie noch nie zuvor. So zerbrechlich und verloren wie in diesen Momenten war er auch noch nie zuvor gewesen. Doch. Doch! Er erinnerte sich. Einmal. Doch, das tat nun nichts zur Sache. "Astaroth ist schwer verletzt. Er... Ich..weiß nicht. Er.. Er.." Mehr bekam er nicht mehr über die Lippen, denn seine Stimme wurde von einem heftigen Schluchzen zerrissen. Wie konnte ein Wesen nur so viel Hilflosigkeit in sich halten? Er kannte die Antwort nicht. Ein lautes Jaulen ließ ihn zusammenfahren, was seiner eigenen Übelkeit und seinem schmerzenden Kopf nicht sonderlich zugute kam. Eine riesige, schwarze, struppige Gestalt hatte sich am Ende des Flures in den Gang geschoben und kam nun polternd auf sie zugewetzt. Es war Belarus! Aeshma empfing ihn mit offenen Armen und sah schnell nach ob er verletzt war. So langsam schien er seine Sinne wieder zu erlangen. Zumindest fühlte sich sein Kopf langsam etwas kühler an als zuvor. Der Hund schnüffelte kurz an ihm und auch an Lavanda, doch hob dan blitzartig den Kopf und schoss in Astaroths Zimmer. Nur wenige Sekunden später erklang ein herzerreißendes Jaulen und Heulen. Es klang so, als würde der gigantische Hund anfangen zu weinen. Schlimmer konnte es nun wirklich nicht mehr werden. Aeshma erhob sich und verschwand um Verbandszeug zu holen. Ebenfalls fand er etwas Kraut, dass angeblich Übelkeit lindern sollte. So ganz traute er dem Braten nicht, doch es bewirkte wenigstens eine kleine Linderung, als er an dem Kraut roch um zu prüfen, ob es auch das richtige war. Astaroth hatte es vor einiger Zeit einmal mitgebracht. So schnell es ihm möglich war eilte er zurück zu Lavanda und hatte alles dabei um sie notdürftig zu verarzten. Er begann die Wunde zu säubern, sah jedoch immer wieder zur sperrangelweit offenstehenden Tür zu Astaroths Gemächern, in denen Belarus noch immer lauthals wimmerte und jaulte. War er etwa...? Nein! Nein, das durfte nicht sein. "Lavanda, bitte! Du musst mir helfen! Bitte komm wieder zu dir!", sagte er immer wieder und versank immer mehr in dem schwarzen Loch der Ratlosigkeit und Hilflosigkeit.
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BeitragThema: Re: Der Virus   26/04/16, 02:13 pm

"Dann kümmer dich um ihn und nicht um mich!", hauchte sie leise, aber da war er schon weg. Lavanda dachte, er ginge zu Astaroth, doch er kam kurze Zeit später wieder um sie zu versorgen. "Dummchen. mir geht es gut!" Sagte sie leicht lächelnd, doch er behandelte sie weiter. "Helfen?" Wie könnte sie ihm denn helfen? Wozu brauchte er denn bitte ihre Hilfe? Oh ja richtig, sie war Heilerin! War Astaroth denn so schwer verletzt? Sie richtete sich auf und würgte für einen Moment, weil sich alles drehte. "Hilf mir auf!", hauchte sie und sah das Kraut in seiner hand. Normaler Weise würde sie es aufkochen, aber dafür war keine Zeit. sie nahm sich ein paar blätter und warf sie sich in den Mund, kaute sie ausgiebig. "Oh ja, das tut gut!", sagte sie leicht. "Wo ist er?", fragte sie dann und ging auch schon in den Rauzm hinein... besser gesagt, sie taumelte hinein. Im Türrahmen stehengeblieben entfuhr ihr ein: "bei allen Göttern!" Sie stürmte sofort auf ihn zu, prüfte Herzschlag und Atem. "Er lebt.... gerade noch", sagte sie. "Ich brauche Verbandszeug, nadel und Faden, heißes Wasser und etwas Alkohol. Ach und..... Habt Ihr Weidenrinde im Haus oder Schlafmohn?", fragte sie, wartete aber nicht auf eine Antwort. "Denn das bräuchte ich unter Umständen auch. und Feuer... irgendwie Feuer. Ich muss vielleicht etwas ausbrennen....." Vorsichtig streichelte sie über Astaroths Wange. Sie hoffte, er würde sie durch den Nebel hindurch hören. "Keine Sorge, ich kümmere mich um Euch! Ich muss Euch vielleicht wehtun, aber ich gebe mein Bestes!" Am schlimmsten sah sein Auge aus. Duch all das Blut und die Scherben konnte sie nicht sagen, ob Astaroths Augenlicht bereits verloren war. Sie würde unter allen Umständen versuchen, es zu retten. Als aller erstes tupfte sie das Blut von den schlimmsten Wunden ab, um zu sehen, wie sie vorgehen musste. Sie wartete darauf, dass Aeshma ihr alles brachte was sie brauchte. Ihr wurde leicht schwarz vor Augen. nein, nein, das konnte sie jetzt gar nicht gebrauchen. sie Fiel nach vorn über, stützte sich rechts und links von Astaroths Kopf mit den Händen ab und atmete tief durch. Sie durfte jetzt unter keinen Umständen den Kopf verlieren!
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