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 Der Virus

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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   17/01/16, 10:11 pm

"Gut, das ist natürlich ein gutes Argument", sagte sie, ging zu ihm rüber und riss ihm ein Bein, ja eigentlich war es ja schon eine Keule aus der hand, setzte sich wieder neben ihre Kleidung ans Feuer und biss beinah gelangweilt ins Fleisch. Das Blut des Tieres lief an ihren Mundwinkeln runter. sie wischte mit dem Daumen darüber und leckte sich genüsslich die Finger. "Gut", sagte sie und schluckte. "Dann reisen wir eben zusammen. Aber ich warne Euch: fasst mich noch einmal an und Ihr verliert eure Gliedmaßen. ich bin lieb und nett, aber ich kann sowas nicht leiden!", sagte sie und biss erneut vom blutigen Fleisch ab.
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   05/04/16, 05:58 pm

Bald würde die Abenddämmerung hereinbrechen. Der Wald lag ruhig und unnachgiebig dar, versank immer mehr in der aufkommenden Dunkelheit, während sich der Himmel nach und nach zu einem flammenden Inferno färbte. Düstere Augen betrachteten die stillschweigend pulsierende Szenerie vor den hohen Fenstern des versteckten Anwesens. Inmitten des tiefsten Waldes dieser Region war dieses Herrenhaus erbaut worden. Einem kleinen Palast gleichend lag es dar und die Macht in den alten Mauern verströmte kalte Finsternis und unbestimmte Angst durch den Boden des Waldes, ließ dichten Nebel in einem angemessenen Umkreis um die geheime Lichtung wabern und ließ Fremde einen Bogen um dieses Gebiet machen, wann immer sich jemand weit genug in den Wald verirren würde. Natürlich rankten sich Legenden und Mythen um diesen Ort, wie um jeden an dem dichter Nebel und Dunkelheit herrschte. Manche sagten es würden böse Geister in diesem Teil des Waldes hausen. Andere sagten, eine Hexe lebte hier. Und wiederum Andere sprachen von dem Teufel selbst, der sich hier niedergelassen haben soll. Mit Letzterem lagen sie nicht einmal so falsch. Das was hier lebte war weit schlimmer als irgendwelche lausigen Waldgeister oder eine zweitklassige Hexe, vor denen sich die Menschen fürchten könnten. Obwohl sie Wesen kannten, die viel furchterregender waren als jene, von denen sie glaubten sie hätten sich hier ein Heim geschaffen. Und doch war es schlimmer als alles, was sie bis jetzt erfahren hatten. Es sollte ihr Untergang sein. Ihr Ende. Ihre Welt würde in Trümmern vor ihnen liegen und sie würden ihrem nahen Tod in die irdischen Augen sehen; sie würden ihn anflehen sie am Leben zu lassen. Doch all ihr Flehen würde nichts nützen. Sie würden sterben, wenn sie sich ihm nicht unterwarfen. Ihrem neuen Herrscher. Ihrem neuen Gott.

Schwarze Haare vielen seiden über schlanke, doch muskulöse Schultern und stürzten an einem wohlgeformten Rücken hinab, wie ein nachtschwarzer Wasserfall. Nur leicht drehte Astaroth den Kopf, seine Augen zur Seite gerichtet. Er hatte ein Geräusch vernommen. Es kam von unten; es war nur eine knarrende Diele gewesen. Und trotzdem wusste der Dämon sofort was, oder besser, wer dort unten war. Ein leichtes Seufzen verließ seine Lippen und in der nächsten Sekunde war er bereits verschwunden und hinterließ nichts als Leere an dem Fleck vor dem Fenster, an dem er kurz zuvor noch gestanden hatte. Im Schatten der Eingangshalle fand er sich einige Sekunden später wieder und starrte mit seinen durchdringenden Augen durch die Dunkelheit der anbrechenden Nacht zu der silhouettenhaften Gestalt, die sich Zutritt zu seinem Heim verschafft hatte. "Du kommst spät." Die dunkle, tiefe und kalte Stimme des Dämons hallte wie ein unheilverheißendes Donnern durch das Haus und ließ seinen Gegenüber leicht zusammenzucken. "Astaroth! Heiliger... Du sollst mich nicht immer so erschrecken.", erwiderte Aeshma und drehte sich mit einem Ruck um. Seine Augen starrten durch die irreführenden Schatten hindurch direkt in die Augen des Anderen und nach und nach gaben die schwarzen Nebel die Gestalt ihres Herrschers preis. Würdevoll schritt Astaroth auf Aeshma zu und sah ihn von oben herab an. Es gab nicht den geringsten Zweifel, dass er an diesem Abend sehr reizbar war und Aeshma beschloss sich nicht unnötig mit ihm anzulegen. All das was er tun konnte, konnte er nur tun, weil Astaroth nicht einschritt. Ein Schlag von dem Älteren und Aeshma wäre Geschichte. Ein Lächeln der Art "Hintergedanken" stahl sich düster und leicht höhnisch über die Lippen des jüngeren Dämons und Astaroth billigte dies mit einem erneuten, nun erkennbar genervt, Seufzen. Doch Aeshma ließ sich von dieser Geste nicht verunsichern. "Ich habe Abendessen mitgebracht.", raunte er dem Anderen zu und sah mit wachsender Befriedigung wie in Astaroth Augen der Hunger aufflammte.
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Bastercall
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BeitragThema: Re: Der Virus   05/04/16, 11:37 pm

Dante lachte und in seinen Augen blitzt so etwas wie Freude auf. "Ich freue mich auf unsere Reise, wirklich das tue" Am Ende dieser Reise würde er nämlich satt und zufrieden in sein Reich zurückkehren. Vielleicht würde er sie als Schosstier behalten, oder sie aufessen, je nach Lust und Laune zu jener Zeit. Währenddessen verschlang er genüsslich die Gedärme des Tieres und begann anschließend die Knochen mit seinem Kiefer zu knacken und selbige auszusaugen. "Ah ich sehe schon ich habe vorzüglich gekocht, wahrlich schmackhaft." Dabei beobachtete er mit großen Interesse wie sein Gast ebenfalls das Fleisch roh verzehrte, so ganz schlau wurde er doch noch nicht aus ihr. Aber alles würde sich fügen, so sagte man in der Unterwelt und bis jetzt hatte er noch nichts gegenteiligeres herausgefunden. "Aber sagt meine schöne warum wollen wir uns nicht ein kurzes Vergnügen gönnen, ihr und ich an diesem wunderbaren Ort. Er streckte schwungvoll den Arm aus und schloss mit einer einzelnen fließenden Bewegung die Landschaft mit ein. In Wahrheit fand er das alles ziemlich hässlich, aber das würde er niemanden verraten. Ihm fehlte doch irgendwie die Schrei von sterbenden Sklaven und andere Annehmlichkeiten. Dante beendete seine Mahlzeit, leckte sich die Fingerspitzen ab und stand auf. "Gut dann lasst uns aufbrechen", sagte er mit einem funken Belustigung in der Stimme. Mit diesen Worten schulterte er seine Waffe und begab sich wahllos in eine Richtung. "Ich weiß ihr kennt euch aus, aber als Frau sollte man euch besser kein Vertrauen schenken." Er lachte laut über seinen eigenen Witz und spazierte weiter.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   05/04/16, 11:58 pm

"Flasche Richtung!", sagte sie nur leise. "Aus der Komme ich gerade erst. das dorf das in dieser Richtung liegt ist vom Virus nur so verseucht. ich bin weg, bevor es mich erwischt." Sie lechte sich erneut die Finger ab. Jetzt wo der Mond langsam ins sichtfeld kam, schien sie plötzlich leicht zu schimmrn. "Heut ist eine Vollmondnacht!", sagte sie und sah ihn ernst an. "Ich kann heute nacht nicht in irgendein dorf. Man würde mich erkennen!" Der Mond stieg noch höher und Ihre Haut funkelte wie die Schatzkammer eines Kaisers, nur eben silbrig. Sie zog ihr nun mitlerweile trockenes Kleid wieder über und schnürte es zu. Auf seine Anzüglichen Worte ging sie gar nicht erst ein. für soetwas hatte sie jetzt einfach keinen Kopf. "Lasst uns hierlang gehen. Kommt mit mir oder zieht alleine Weiter!" Sie nahm ihre Sachen und ging einfach an ihm vorbei, tiefer in den Wald hinein. das hatte den Vorteil, dass der Mond nicht die ganze Zeit auf ihre Haut schien, sprich, dass sie nicht die ganze Zeit vor sich hin funkelte. Sie ging immer weiter, immer tiefer in den Wald hinein. nach einer Weile bedeckte leichter Nebel den Boden. Je weiter sie gingen, desto dichter wurde der nebel. Zuerst kroch dieser nur um ihre Knöchel herum. aber er wurde immer mehr und stieg immer höher. "Das ist seltsam. Wo kommt der Neben so plötzlich her?", sagte sie leise. sie wusste nicht, in wessen Nähe sie sich befanden. Es schien irgendwie immer Kühler zu werden. Nicht, dass es ihr etwas ausmachte, nein, aber sie bemerkte es. Was sie vielmehr störte, war etwas in ihrer Magengegend. Sie wurde nervös. Ein grauenhaftes Kribbeln ging durch ihren Körper. Furcht? Warum begann furcht in ihr aufzuwallen? Solch ein Gefühl kannte sie nicht. Irgendeine Präsenz verursachte das. irgendetwas dunkles war am Werk, düsterer als alles, was sie kannte.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 02:41 am

Schweigend saß Aeshma an der langen ebenholz-schwarzen Tafel und betrachtete das wundervolle Bild, das sich ihm bot. In dem goldenen Licht der leicht flackernden Kerzen tanzten leuchtende Schatten in der wärmenden Farbe der Sommersonne über die nebelkalte Haut seines Partners; ließ seine feinen Züge noch weicher und femininer wirken, als sie ohnehin schon waren. Die schlanke Nase, die in einer adeligen Kurve von seiner Stirn hinab gewachsen war. Die hohen Wangenknochen, die leicht wie Klippen bei stürmischer See unter der glatten, weichen Haut herausstachen. Die vollen, rosigen Lippen, die nun von Blut benetzt nach Nahrung gierten und sich beinahe anmutig öffneten und schlossen um zwei Reihen blendend weißer Zähne zu entblößen, die sie geraumer Zeit hungrig Fleisch von Knochen rissen. Die definierte Kieferlinie tanzte mit diesen sinnlichen Lippen in einer Symphonie, die für das Ohr nicht hörbar war. Sein Herzschlag, heftig und zuckend, bestimmte den Takt und sein Körper folgte ohne Widerstand. Die leicht mandelförmigen Augen mit der heißen Farbe von glühenden Kohlen wanderten in einer beinahe eleganten Kurve über die glatte, kühle Tischplatte zu Aeshma, der dem Schauspiel genüsslich zusah und seinen Gegenüber keinen Augenblick aus dem Augen ließ. Nachdem Aeshma das massige Wildschwein, das er kurz zuvor gerissen hatte, auf die Tafel hatte fallen lassen, begab er sich sogleich auf seinen Platz um Astaroth dabei zuzusehen, wie er sich in seinen Instinkten und der Primitivität seines Seins verlor. Heute Nacht war Vollmond- die perfekte Zeit um sich selbst aus den Fesseln des alltäglichen Geistes zu befreien und dem zu frönen, auf was man sich selbst dividieren müsste, würde man sich eingestehen, dass all das angebliche Sein eines Wesens nur Schein war und alles an Bedeutung verlor, wenn man sich fallen ließ. So wie Astaroth sich immer wieder fallen lassen konnte um seinem inneren Wesen freien Lauf lassen zu können. Er war immer so kontrolliert und zurückgezogen. Immer darauf bedacht im Hintergrund zu bleiben, denn so war er schon immer gewesen. Während andere seiner Art um Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bekanntheit buhlten, stand Astaroth stets im Schatten und führte sie wie Schweine zur Schlachtbank und schließlich in ihren Untergang. Versklavung, Tot, oder noch schlimmeres. Wie es ihm gerade beliebte. Dies machte ihn so unberechenbar und so gefährlich, denn schon immer war er es, der die Albträume brachte und die Menschheit das Fürchten vor der Dunkelheit lehrte und niemand kannte seinen Namen. Niemand wusste wer er war und was er im Stande war zu tun. Obwohl nach und nach natürlich Gerüchte aufkamen und sich immer mehr finden ließen, die Astaroth eben doch kannten. Doch auch sie konnten ihm nichts anhaben und seine Pläne nicht durchkreuzen. Denn auch wenn sie Auskunft über seine Fähigkeiten oder gar Pläne geben konnten, ließen sich nie Beweise für ihre Erzählungen finden. Nicht bis zu diesem Tag. Und so sollte es auch bleiben. Und nun sah Aeshma den gefürchteten, in den Schatten wandelnden Astaroth, den zukünftigen Herrscher dieser Welt und ferner Welten vor sich. Wie er auf allen Vieren auf dem Tisch hockte, wie ein wildes Tier über seiner Beute. Wie seine Krallen sich in das rohe Fleisch bohrten und seine Zähne dasselbige von den Knochen rissen, wie er das Fell von seiner Nahrung fetzte und wie er es genoss das Blut zu schmecken und auf seiner Haut zu spüren. Jedes Mal kam es Aeshma wie eine Art Ritual vor, wenn er ihn so sah. Wie sich sein Körper unter dem Blut wand und ihn in etwas undefinierbarem erbeben ließ. War es Erregung? Ekstase? Ein anderes Gefühl, welches er durch dies alles erfuhr? Aeshma vermochte es nicht zu sagen, doch er genoss jede Sekunde dieser Zeit. Obwohl auch er Astaroth nicht zu jeder Sekunde durchschauen konnte. So wie auch in diesen Momenten, in denen seine Augen hungrig auf dem Körper des Älteren gekettet waren und er sich nicht losreißen konnte, nicht einmal wenn er mit jeder Faser seines Körpers darum gekämpft hätte. Langsam lehnte sich Aeshma in seinem Stuhl zurück und wartete auf das Finale, denn von dem großen Wildschwein war nichts als Borsten und Knochen geblieben. All die Organe, selbst das Gehirn war von Astaroth verschlungen worden. Und nun starrten diese rot glühenden Augen ihn an und Aeshma konnte fühlen, wie ein Anflug von erregender Kälte seinen Rücken hinab lief. Seine Nägel bohrten sich vor Anspannung einige Millimeter in das robuste Holz der Armlehnen, während dieser grazile, schlanke Körper mit verführerischen Bewegungen näher kam. Das Blut tropfte von Astaroths Kinn, hinterließ dunkle Spuren auf dem Holz, das im Schein der hundert Kerzen zu glühen schien. Die schlanken Arme und feingliedrigen Finger waren ebenso mit Blut bedeckt; bis zu den Ellenbogen reichte es hinauf. Das dunkle, leichte Gewand des Dämons war an einigen Stellen ebenfalls mit dem minderwertigen Lebenselexier des bedauernswerten Tieres besudelt und schmiegte sich trotz des Schmutzes wohlig um die angedeuteten Rundungen des Dämons. Aeshma konnte bereits den Atem des Anderen auf seiner Haut spüren. Lange würde er dem Verlangen, das tief in seinen Lenden brannte, nicht mehr Stand halten können und sich dann auf Aeshma stürzen wie ein ausgehungertes Tier auf seine Beute. Er war ihm so nahe, dass der Jüngere den rasanten Herzschlag des Anderen hören konnte, laut und deutlich. Er konnte sein edles Blut in den Adern fließen hören, konnte beinahe riechen, wie sehr Astaroth es wollte. Siegessicher grinste Aeshma und wollte den Gedanken an seine, mittlerweile, viel zu Enge Hose noch ein wenig verdrängen. Plötzlich fiel die Temperatur. Die Kerzen erloschen in einem eisigen Windhauch. Astaroth drehte ruckartig seinen Kopf in nord-östliche Richtung. Aeshmas Herz setzte einmal aus. Ein düsteres, aggressives Knurren drang tief aus Astaroths Kehle über seine Lippen heraus in die Atmosphäre und ließ den Raum für einige Sekunden erzittern. Aeshma konnte es deutlich durch seinen Körper vibrieren spüren. Alle Erregung war vergessen. Dort war jemand.

"Wer ist das?" Aeshma stand mit Astaroth an einem der vielen Fenster an der Nordseite des Hauses und sah zwischen der Nacht vor dem kalten Glas und Astaroth hin und her, der unablässig in das Schwarz hinaus starrte. Geisterhaft waberte der Nebel am Rande der Lichtung und schien im Mondlicht zu glühen. "Fremde.", antwortete Astaroth und seine Stimme klang mehr als nur gereizt. "Ein Dämon und eine Mondelfin." Schon seit sehr, sehr langer Zeit hatte er keinen Vertreter dieser Rasse mehr zu Gesicht bekommen. "Was sollen wir mit ihnen machen?", fragte Aeshma und betrachtete den Größeren einmal mehr. Das Blut war dem makellosen Rein seiner Haut gewichen, seine Gewänder hatten sich geändert. Die waren schwerer, doch flossen dennoch geschmeidig seinen Körper hinab. Seine nachtschwarzen Haare flossen in einem hohen Zopf seine linke Schulter hinab und seine Augen glühten leuchtender und intensiver als sonst. Ein Zeichen seiner Gereiztheit. "Sie sind noch weit genug von uns entfernt. Sende sie aus.", befahl er mit erhabener Stimme, drehte sich schwungvoll auf dem Absatz um und verließ den dunklen Korridor. Aeshma seufzte leicht und ging ebenfalls. Sein Weg führte ihn in den Keller des Anwesens. Die Luft schien zu brennen; es war beinahe unerträglich heiß hier unten. Das rührte von einem riesigen, teilweise in Flammen stehenden Wesen her, welches leise schnaufend in einer Ecke lag und schlief. "Wach auf, mein Junge.", meinte Aeshma und begann an einer großen, rostigen Kette zu ziehen. Mit einem Ruck öffnete das Biest seine sechs Augen und sah durch die flammenden Höllenlöcher zu ihm auf, ehe es sich zu seiner vollen Größe aufrichtete und aufgeregt begann mit dem langen, spitz zulaufenden Schwanz zu wedeln. "Es gibt Arbeit für dich.", fügte Aeshma grinsend hinzu und das Monster gab einen heulenden Laut von sich. Beide gingen hinüber zu einem schwarzen Tor, das mit reichlich glühenden Runen verziert war und Aeshma löste die Kette, die das Biest gehalten hatte, nun vollständig von seinen drei Hälsen zwei Hälsen und presste seine linke Handfläche gegen den schwarzen Höllenstahl, der direkt aus der Unterwelt kam und das Wesen in diesem Keller hielt. "Herrchen will, dass du unsere Gäste würdig empfängst.", sagte er und beobachtete wie sich der bebende Körper des Tieres vor Erwartung anspannte, während sich die Runen veränderten und das Tor schließlich die Freiheit der Nacht freigab. Blitzschnell schoss der über drei Meter große Höllenhund in die Nacht hinaus und verschwand in der Schwärze, wie ein Schatten, zu dem er wurde. Unsichtbar stob er durch das Unterholz, nahm witternd die Fährte der Eindringlinge auf und näherte sich ihnen immer weiter. Ein lautes Heulen durchzog den nächtlichen Wald, während er lautlos durch das Unterholz schoss und begann die ungebetenen Besucher zu umkreisen. Erst, wenn der Zeitpunkt gekommen war, würde er sich ihnen zeigen. Bis dahin war es seine Aufgabe ihnen die Orientierung bestmöglich zu nehmen, sie zu verängstigen und sie zu verwirren. Grollendes Knurren ließ die Erde unter ihren Füßen erbeben. Immer wieder knackte es um sie herum. Plötzlich stürzte ein mächtiger Baum, einige Meter von ihnen entfernt, ins Nichts. Krachend traf die Baumkrone auf den Waldboden und ließ Fledermäuse erschrocken kreischend aufschrecken. Immer weiter umkreiste er sie unerkannt und ihre Augen konnten nur dann und wann einen gigantischen Schatten aus ihren Augenwinkeln wahrnehmen.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 11:40 am

Lavanda hörte ein Gehäul in der Ferne. unbehangen kroch in ihr hoch. sie hasste das Unbekannte. Als das was auf sie zukam immer wieder um sie herumhuschte, wurdse sie nervöser den Jeh. Sie versuchte ein kreischen zu unterdrücken als der Baum niederraste und die Fledermäuse aufflogen. Sie flatterten um sie herum, Wuselten durch ihre Haare, Kratzten an ihrer Haut. Jetzt wurde sie wütend. Brüllend schnappte sie nach den Viechern, bis eines von ihnen zappelnd und flatternd und Blut überströmt in ihren Fängen hing. Sie packte das Vieh mit ihrer Hand und biss ihm den Kopf ab. Sie leckte sich über die Lippen. "Schmeckt nicht.... Wiederliche Viecher." Immernoch huschte das seltsame Wesen um sie herum, aber mittlerweile wurde Lavanda ruhiger. Sie wusste nun, dass das wirklich etwas war, anders als bei dem Nebel, wo alles noch so vage war. "Wir sollten stehen bleiben... oder umkehren. Wir sollten nicht hier sein. Ich glaube das Gebiet gehört jemandem. wir... wir sollten wirklich... nicht hier sein." Die Präsenz war bedrohlich. sie war sich sicher, dass für sie nicht viel Chancen bestanden zu überleben, wenn sie weitergingen. Aber wenn diese dunkle Präsenz, die irgendwie noch deutlich entfernter war als das ding was um sie herum hauschte, etwas zu ihnen geschickt haben sollte, dann sah er sie beide jetzt sicher. Vielleicht hörte er sie auch? Sie hob ihre gluckenhelle Stimme an und rief so laut sie konnte: "Verzeiht unser Eindringen! Wir wollen nur weiterreisen ins nächste Dorf! Wir sind nicht gekommen um Eure Ruhe zu stören!" Jetzt konnte sie nichtsa weiter tun als auf eine Reaktion zu warten. Wahrscheinlich wollten die Dämonen den beiden Eindringlingen Angst machen, aber scheinbar blieb die Mondelfin noch sehr ruhig im Vergleich. ob die Dämonen das erwartet hätten von einem Mädchen? Lavanda wartete und hoffte auf eine Antwort, eine Reaktion.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 07:19 pm

Glühend funkelnde Augen starrten bannend auf ihre eigene Reflektion. In den weiten Tiefen der Iris spiegelten sich die bedrohlich flackernden Flammen der Seele wider, wie auf der Oberfläche eines klaren Sees in hellem Sonnenschein. Gnadenlos brannten sie in den Augen des Dämons und schlugen in diesen Momenten noch intensiver aus ihnen heraus als zuvor, um in Form von langsam waberndem Flammennebel um sie zu gleiten. Astaroth starrte in den Spiegel vor ihm hinein. Es war ein wahrlich alter, am schweren Goldrahmen reichlich verzierter Spiegel aus seiner Heimat. Verschiedene Wappen und Insignien waren zu erkennen; für jene, die sich mit solch alter Familienliteratur auskannten. Für ihn selbst waren sie nichts weiter als mehr und mehr verblassende Erinnerungen, doch der Spiegel an sich erfüllte noch immer seinen Zweck. Langsam hob der Dämon seine rechte Hand und sah durch die Reflektion hindurch seine Nägel, die länger und spitzer wurden und sich schließlich zu Krallen formten. Ebenfalls seine Finger wurden unnatürlich lang und nahmen eine schwarz-teerige Farbe an, die mit einem leichten Sternenglanz überzogen schien. Leicht schimmernd strahlte seine Haut dieselbe Kälte aus wie seine Stimme. So schnell wie die Kälte die Atmosphäre betrat, so schnell wurde sie durch energisch züngelnde Flammen beiseite und somit in schnelle Vergessenheit gedrängt. In wenigen Augenblicken hatten sich die Flammen bis über seine Fingerspitzen und das Handgelenk geschlungen und umgaben die dämonische Pranke des Mannes mit heißer Intensität, die er jedoch beinahe nicht zur Kenntnis nahm. Urplötzlich, ohne Vorwarnung oder ankündigende Anzeichen, schlug er seine flache Hand gegen das klare, polierte Glas des Spiegels und starrte abwartend auf die Flammen, die sich schnell von seiner Hand ausbreiteten, bis sie den Rahmen erreichten. Als würden sie sich von dem Gold nähren verschlungen sie das wertvolle Edelmetall, bis der ganze Rahmen in lodernden Flammen stand. Langsam veränderte sich das Bild des Spiegels und verschwand zunehmend in leerer Schwärze. Doch nach einigen Momenten konnte Astaroth etwas erkennen. Vollmond. Die kaltblaue Schwärze der Nacht. Düster im leichten Abendwind schwankende Baumkronen. Immer dichter werdendes Geäst. Schließlich erreichte das Bild den Boden und nichts als Nebel war zu sehen. Doch Astaroth konnte durch diesen hindurch sehen und mit rasanter Geschwindigkeit flog seine Sicht durch den verlassenen Wald, durch den magischen Nebel hindurch, bis zu den beiden Eindringlingen. Belarus war ihnen schon sehr nahe und gab erneut ein grollendes Knurren von sich. Astaroth konnte die Hitze des Tieres neben sich spüren, als stände er selbst in diesem Wald. Eindringlich besah er sich die Elfin. Sie sah jenen, die er vor einer Ewigkeit getroffen hatte wahrlich ähnlich. Zwar würde man sie nicht von vorne herein für eine Mondelfin halten, doch auch die Gene ändern sich mit der Zeit. Es war immerhin schon einige Jahrtausende her, seit er diese Wesen das letzte Mal zu Gesicht bekommen hatte. Er war neugierig auf sie und das überraschte ihn sichtlich. Doch auch dieser Dämon schien etwas an sich zu haben, was das Interesse Astaroths erweckte. Er hörte die Worte der Elfin hell und klar in seinen Ohren. Still gab er seinem Wächter einen Befehl. "Bring sie zu mir."

Laut knackte es hinter Lavanda und Dante als wie aus dem Nichts ein riesiges Ungetüm aus den Schatten der Nacht erschien und bedrohlich knurrte. Plötzlich war aller Nebel in einem Umkreis von zwei Metern um sie herum verschwunden. Die riesigen Krallen der Läufe des Monsters bohrten sich tief in die Erde des Waldbodens, aus den hochgezogenen Lefzen der zwei Mäuler tropfte heißer Speichel zischend auf totes Laub und erkaltetes Geäst. Die verdampfende Kälte roch giftig süß. Die messerscharfen, spitzen, im Mondlich blitzenden Zähne bebten in den mächtigen Kiefern und schliffen klirrend aneinander. Die flammenden Augen des Höllenhundes fixierten sich auf die beiden Gestalten vor ihnen und das pechschwarze Nackenfell des Biestes sträubte sich gereizt. Langsam trat es näher, knurrte lauter und lauerte auf eine falsche Bewegung, was "Angriff" bedeutete. Hinter den beiden tat sich eine Schneise im Nebel aus, die scheinbar auf eine Lichtung führte. Am Ende der Schneise konnte man das klare, helle Mondlicht scheinen sehen. Die Haltung des Biestes machte unmissverständlich klar, dass sie den Weg zu der Lichtung gehen sollten und er stets ein wachsames Auge auf sie haben würde.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 07:43 pm

"Bei allen Göttern!" Sie konnte nicht leugnen, dass sie Erschrocken war, aber sie merkte schnell, dass es eine irgendwie geartete Einladung war. sonst hätte das Vie sie sofort getötet. das heißt, wer immer hier der Herr war, er hatte sie gehört... und wahrscheinlich auch gesehen. sie schaute sich um, auch wenn sie sicher war, dass der Herr sie über irgendein Medium beobachtete hatte. instinktiv machte sie einen tiefen Knicks, in der Hoffnung, dass es weiterhin half, kein Opfer seiner Macht zu werden. Sie folgten dem Weg, der sich gebildet hatte. Ihr wurde immer unwohler. Hier war keine normale Macht im Spiel. Es wurde immer düsterer in ihrem Herzen, immer kälter in der Seele. Schritt für schritt ging sie vortan. kein einziger Laut war mehr zu hören. Keine Eule, kein Uhu, kein Rascheln im Gebüsch und nicht der kleinste Hauch von Wind schien sich hierher in die Gefilde des unbekannten Wesens zu verirren. Und ausgerechnet sie war hier. Ihre Schritte allein waren mit den Dantes und des Höllenhundes zu vernehmen, der für sie das geringste Problem darstellte. Hätte sie nicht früher bemerken können, wo sie hin ging? Hätte sie die Präsens nicht früher bemerken und einen Umweg in kauf nehmen müssen? Sie schluckte als sie mit Dante auf die Lichtung heraus trat. Da sie nun vollständig im Licht des hoch stehenden Vollmondes stand, glitzerte ihre Haut an allen Seiten. Sogar ihre Haare schienen beinahe zu leuchten, ebenso wie die Augen strahlender wirkten als im Dunkeln. So stand sie auf der Lichtung mit klopfendem Herzen. Langsam ging sie auf die Knie. sie wagte es nicht, weiter zu gehen, nicht einen Schritt. auch senkte sie den Blick, bis ihre wallenden Haare ihr in ihr feines, glattes Gesicht fielen. Ihr Atem ging merklich schneller, aber wer konnte es ihr verübeln bei solch einer Finsternis, die trotz des Mondlichtes von dieser Lichtung ausging. Ein Mensch und auch viele ihr bekannten Mondelfen wären längst gestorben vor Angst. Hoffentlich überleb ich das! dachte sie nur, schluckte erneut und wartete darauf dass die Hölle über sie hereinbrach.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 08:16 pm

Belarus ließ sie nicht eine Sekunde aus den Augen, während er ihnen durch die Nebelschneise folgte und sie so unaufhörlich auf die Lichtung zudrängte. Astaroth beobachtete sie weiter, stillschweigend, vor seinem Spiegel aus seinem Haus heraus. Seine Gedanken kreisten unaufhaltsam in seinem Kopf herum. Warum waren sie hergekommen? Wer waren sie? Woher kamen sie? Wohin wollten sie? Sollte er sie leben lassen? Sollte er sie töten? Waren sie aus einem bestimmten Grund hier? Noch immer war er erzürnt über die Störung dieser zwei Eindringlinge, obwohl er nicht mehr wirklich wusste, wobei sie ihn gestört hatten. Allerdings verschwendete er zumeist keinerlei weitere Gedanken an diese Tatsache, da er dies bereits seit langer Zeit gewohnt war. Doch diese Gedächtnislücken kamen selbst ihm hin und wieder seltsam vor. Als seine "Gäste" auf die Lichtung ins Mondlicht traten wurde Astaroth einmal mehr bewusst, welche Art von Wesen er dort vor sich sah. Zwar hatte er bereits gehört, dass Mondelfen im Lichte des Nachtgestirnes derart schimmern konnten, doch noch nie zuvor hatte er es gesehen. Interessiert betrachtete er die funkelnde Haut und stellte fest, dass seine eigene nicht im geringsten mit diesem strahlenden Glanz mithalten konnte, was ihn allerdings größtenteils kalt ließ. Langsam nahm er seine Hand von dem erhitzten Glas des Spiegels und die Flammen verschwanden. Unbeschadet kam das Gold des Rahmens unter dem erlöschenden Feuers wieder zum Vorschein und auch das Bild der Besucher verblasste in nebeldunklem Schleier, bevor Astaroth seine Reflektion betrachtete, die sich aus dem dunstigen Rauch herauskristallisiert hatte. Zufrieden und neugierig verließ er seine Privatgemächer im Obergeschoss des hohen Herrenhauses und begab sich würdevoll die Treppen hinab. Aeshma hatte die Ankunft der Fremden auf der Lichtung ebenfalls wahrgenommen und kannte seine Anweisungen.

Düster und bedrohlich lag es vor ihnen. Der mächtige Umriss des Gebäudes bäumte sich gnadenlos in den Nachthimmel hinauf, als wolle es die Sterne erreichen. Treppen führten beidseitig zum Eingangsportal an der Vorderseite des Herrenhauses hinauf, die Überdachung wurde von fünf edel verputzten Säulen gehalten. Die hohen Fenster wirkten in der Dunkelheit noch größer und finsterer; wie tote Augen, die auf Lavanda und Dante hinabstarrten. Mit schwarzgedeckten Ziegeln schien das Dach und mit ihm das ganze Haus in dem Nebel, der hinter den dicken Mauern am anderen Ende der weiten Lichtung im Mondschein lauernd waberte, geisterhaft zu leuchten und vermittelte den Eindringlingen dadurch einen noch erschreckenderen Eindruck. Immer weiter drängte Belarus sie auf den Eingang zu als sich plötzlich leise knarrend eine Tür öffnete. War es wirklich eine gute Idee einzutreten?

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Zuletzt von Cassiopeia am 07/04/16, 07:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 08:51 pm

Lavanda kniete noch als der Hund von hinten drängelte und sie nach vorne fiel. Sie stand langsam wieder auf und atmete tief durch bevor sie weiterging. es war alles so bedrohlich hier und das Schloss sah aus, wie das eines alten Vampirgrafen. Doch für ein Vampir wäre die Aura die von dem Haus ausging einfach zu düster. nein, ein einfacher vampir war es nicht. Aber was kann noch düsterer sein? Selbst dunkelelfen hatten nicht solch eine Aura, nicht einmal Dämonen die sie kannte hatten das. Sie hatte schon unzählige Dämonen unter ihren Händen dahinraffen sehn, nachdem das Virus sie befallen hatte. doch nicht einmal standen ihr so sehr die Haare zu Berge wie jetzt in diesem Moment. Und doch: Unähnlich war diese Aura der eines Dämons nicht, nur eben übernatürlich stark und finster. Vielleicht waren es Dämonen mit einem teuflisch hohem Rang, oder aber es war die Aura eines Gefallenen... das wäre in der Tat sehr grusellig. Gefallene hatten die Sympathie des Leibhaftigen und ebenso dessen Unterstützung. diese Vorstellung war genauso beängstigend wie die gesamte Aura hier. Langsam nehm sie die Stufen mit mittlerweile zittrigen Knien, da der Hund sie weiterdrängte. sollten sie allen Ernstes eintreten? Sie stockte, bevor sie über die Schwelle trat. Ihr Herz raste, aber sie versuchte ruhig zu bleiben und sich nichts anmerken zu lassen. Mit einem Schritt war sie drin in dem dunklen Anwesen. Sie betrat den riesig wirkenden Eingangsbereich. Sie wagte keum den Blick zu heben. Durch das linke, große Fenster schien das Mondlicht hinein. Lavanda ging nur soweit, dass Sie einen Fuß vor dem Mondschein inne hielt, der einen Hellen streifen auf dem dunklen Fußboden hinterließ. Die Luft um sie herum schien zu wabern und zu erzittern und ohne es zu wollen zitterte sie plötzlich auch. Doch noch immer behielt sie ruhe... versuchte es zumindest. Und dann ging sie auf die Knie, so wie gerade noch draußen. sie senkte den Kopf, bis erneut ihre Haare nach vorne vielen und das meiste ihres Gesichtes verdeckten. sie hatte das Gefühl, dass der Herr des Anwesens jeden Augenblick vor ihr auftauchen würde. und aus diesem Grund wollte sie jetzt schon einen Hauch unterwerfung zeigen. nur so viel, dass sie nicht aus respektlosigkeit sofort getötet wurde.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 09:26 pm

Eine schrille Alarmglocke begann penetrant in Astaroths Schädel zu schrillen, als die Fremden sein Heim betraten, doch er ließ sie augenblicklich verstummen. Schließlich wusste er um ihr Erscheinen und war nicht im mindesten überrascht, dass die Mondelfin die Erste war, die eintrat. Wie hätte es auch anders sein sollen? Sie bemühte sich so sehr um Fassung und Standhaftigkeit, und doch konnte Astaroth die an ihren Eingeweiden nagende Furcht und den gnadenlosen Schrecken spüren, die ihren Körper erbeben und erzittern ließ. Und es flößte ihm ein hohes Maß an Befriedigung ein. Er hatte schon seit einer langen Zeit niemand fremden in seinen heiligen Mauern begrüßen dürfen. Umso interessanter waren diese beiden Besucher nun für ihn. Er legte überhaupt keinen Wert auf Eindringlinge, doch die Tatsache, dass es sich um einen relativ mächtigen Dämonen eines netten Ranges und eine Mondelfin handelte, ließ ihn sich dazu bewegen, sie gewähren zu lassen. Belarus löste sich mit einem langgezogenen Heulen, das dem eines Wolfes glich, ins Nichts auf und Astaroth spürte kurz darauf die Präsenz seines Lieblings im Keller des Anwesens, wie er erneut in tiefe Ruhe glitt. Noch immer hielt er sich unerkannt im mittleren Stockwerk auf, doch hatte von seinem Standpunkt in den Schatten einen sehr guten Blick auf seine Besucher. Die Mondelfin kniete vor ihm nieder. Eine sehr gute Wahl, dachte Astaroth bei sich. Er konnte respektloses Verhalten auf den Tod nicht leiden und duldete solcherlei Späße schon gar nicht, wenn es in seinen eigenen Mauern geschah. So tat sie gut daran, sich vor ihrem künftigen Herrscher zu verbeugen und vor ihm im Staub zu kriechen und um Gnade zu flehen. Seine Präsenz war nicht zu lokalisieren. Sie waberte und pulsierte in den Mauern, im Boden, in der Decke, in den edlen Holzdielen unter ihrer aller Füßen, innerhalb des schweren purpurrot und goldenem Brokatteppichs, welcher von der Tür bis zur großen Freitreppe gegenüber des Eingangsportals reichte und in glatten Wellen die Stufen hinaufführte, bishin zum mittleren Geschoss, in dem sich Astaroth aufhielt. Ein schwerer, metallender Kronleuchter prangte über den Köpfen der Besucher wie ein unheilverheißendes Damokles Schwert; er schien jeden Moment hinab zu stürtzen und sie unter sich zu begraben. Zu ihrer linken erstreckte sich ein langer, düsterer Korridor, der in tiefer Schwärze endete und nur vom fahlen Licht des Mondes erhellt wurde. Er schickte seinen Schein durch die hohen Fenster, welche die Außenmauer der Frontalseite des Anwesens unterbrachen und das Licht zerstückelt einließen. Auch dieser Gang war mit einem langen Teppich ausgelegt. Zu ihrer rechten erhob sich eine riesige Flügeltür, mit Metallbeschlagen. Scheinbar waren in das alte Holz kunstvolle Verzierungen eingebrannt. Wie Schnörkel von Schriften aus einer anderen Welt prangten sie dunkel im kalten Licht des Mondes, das durch ein weiteres Fenster direkt auf die Pforte fiel. Die Tür war verschlossen und ließ den Besuchern keine Möglichkeit auf Einsicht auf das, was sich dahinter befand. Prachtvolle Balustraden auf Hüfthöhe, scheinbar aus weißem Stein, erstreckten sich zur linken und zur rechten der großen Freitreppe, deren Geländer aus dem gleichen Material geschlagen waren und am Fuße der Treppe in jeweils einer reich verzierten Säule endeten.

Die Atmosphäre in diesem prächtigen Gemäuer war beinahe unerträglich eisig. Immer wieder schienen kalte Briesen durch die Eingangshalle zu huschen, obwohl kein Lüftchen innerhalb dieser Mauern wehte. Es war Astaroths Aura, die sich immer intensiver ausdehnte und an Präsenz gewann, wann immer jemand einen Atemzug tat. Man konnte meinen, dass es nicht die Aura eines lebenden Wesens, sondern die Seele dieses Hauses war, dass seine Besucher so in Angst und Schrecken versetzte. Astaroth nährte sich von Lavandas Angst und von ihrer Furcht. Er sog sie in sich auf und genoss das wohlig kühle Gefühl, dass sie auf seiner Seele hinterließen. Plötzlich schlug die schwere Eingangspforte hinter ihnen mit einem ohrenbetäubenden Krachen in ihr Schloss und sperrte das eingelassene Licht des Mondes aus. Eine zweite Aura mischte sich in die bedrohlich lodernde Atmosphäre des Raumes. Sie war nicht annähernd so eisig und stark, wie jene, die von dem Haus auszugehen schien, doch sie war nicht minder beängstigend. "Herzlichen Glückwunsch. Ihr habt den Hauptgewinn gezogen.", wisperte eine tiefe, raue Stimme direkt neben Lavandas Ohr mit hörbarem Vergnügen und ein düsteres, unheimliches Lachen erklang gleich darauf aus undefinierbarer Richtung und schien von den alten, hohen Mauern des Gebäudes widerzuhallen wie ein Echo in einer tiefen Schlucht. Es schien von allen Seiten auf sie einzuschlagen und sie zu umweben, wie das Netz einer Spinne. Aeshma hatte sichtlich Spaß an dem, was er da tat.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 09:50 pm

Lavanda zuckte zusammen als die Tür zufiel. ja, die Präsenz wurde stärker und kälter. Als dann die stimme an ihrem Ohr auf, schaute sie sofort nach links, doch da war niemand zu sehen. sie senkte wieder den Kopf, wagte nicht zu sprechen und nicht sich zu erheben. Doch so langsam legte sich seltsamer Weise die Angst. sie hatte eine Stimme gehört und irgendwie beruhigte sie das etwas, weil sie die Präsenzen die um sie herum waberten ein wenig mehr einornen konnte. Eine Männliche, tiefe Stimme. Dunkel aber irgendwie nicht minder schön. Sie wusste nur nicht so recht was er mit dem Hauptgewnn meinte. Wenn der gewinn die Anwesenheit hier war, war es definitiv Sarkasmus. Sollte sie sprechen? sollte sie schweigen? Sie wusste es nicht. Normaler Weise würde sie warten bis sie aufgefordert wurde. Doch da es ihr etwas besser ging, woollte sie Mut beweisen. Sie wollte nicht respektlos sein, aber auch gleichzeitig zeigen, dass sie kein Feigling war, sondern das aushalten konnte, was hier irgendwo in den Schatten verborgen lag und sie beobachtete. "Verzeiht unser Eindringen, wir wussten nicht, dass dieses Gebiet bewohnt ist!" mehr traute sie sich erstmal nicht zu sagen. ihre Stimme war nicht leise, aber sie schrie auch nicht. erst jetzt konnte man hören, wie lieblich ihre Singsangstimme wirklich war. wie das Singen einer Sirene und das Säuseln des Windes. Menschen wurden von dieser Stimme sofort in ihren Bann gezogen. aber diesen Bonus hatte sie hier nicht, das wusste sie. Schaden konnte es aber auch nicht!
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 10:46 pm

Bei dem Klang dieser weichen, lieblichen Stimme hob sich eine der perfekt geformten Augenbrauen Astaroths und mit einem hochmütigen Blick musterte er die Elfin eingehender. Er hatte erwartet, dass sich die Angst in ihren Adern nach Aeshmas reichlich kindischem Auftritt wie ein giftiger Schatten ausbreiten würde, bis ihr gesamter Leib schließlich unter der ätzenden Last erschlaffen würde; so, wie er es normalerweise erlebte, wann immer er in der Nähe war und genau darauf abzielte. Doch die Angst in diesem Wesen wurde minder. Offenbar hatte Aeshma genau das Gegenteil anstelle seines Zieles bewirkt. Er hatte sie auf eine gewisse Art beruhigt! Wie außergewöhnlich. So etwas hatte er wahrlich noch nie gesehen. Ein Grund mehr sie näher zu betrachten. Doch vorerst zog er es vor sich leise und tödlich wie ein unsichtbare Nebelwand weiter auszubreiten und seine Schatten weiterhin auszusenden, aufdass sie das Mondlich vor den Fenstern verdunkeln würden. Und so geschah es. Es schien als würde der Mond der beinahe göttlichen Präsenz des Bösen in diesen Hallen angstvoll weichen und es wurde zunehmend düsterer in der Eingangshalle des Anwesens. Dafür flackerten aufeinmal hunderte Kerzen um sie herum auf und spendeten ein heilig anmutendes Licht. Schatten tanzten über die Wände und in einer Ecke der Halle konnte man eine vage Gestalt ausmachen. Sie schien aus dem Nichts aufgetaucht zu tun. Lässig stand sie an die steinerne Wand gelehnt da, mit vor der Brust verschränkten Oberarmen und einem süffisanten Grinsen auf den Lippen. Ein Paar durchdringende Augen starrten die Eindringlinge an. Das nebelschwarze Haar war jugendhaft zu einem Seitenscheitel gekämmt, die linke Hälfte war kurz geschoren. Der junge Mann war nicht sehr groß, doch verströmte nicht minder die Präsenz eines erfahrenen Dämons. Schwungvoll stieß er sich von der Wand ab und schlenderte gemächlich auf die beiden Fremden zu. Über einem schwarzen Hemd und einer ebenso schwarzen ledernen Hose, die in hohen schweren Stiefeln endete, fiel ein nachtschwarzer Mantel, der beinahe die Boden berührte. Metallene Rüstungsstücke umhüllten die Arme und Schultern des Mannes. Dämonische Totenschädel, aus silbrigem Metall geschmiedet, schmückten die starken Schultern des Bewohners dieses Hauses. Sie verliefen in geschwungenen Spitzen den Arm hinab und panzerten so die oberen Gliedmaßen. "Ich weiß nicht ob wir Euch so einfach verzeihen können. Immerhin habt Ihr unsere Ruhe beträchtlich gestört." Mit dieser arroganten, sarkastischen Stimme stieß er die Worte aus und sein hochnäsiger und ebenso bösartiger und listiger Blick musterte die beiden Gestalten eingehend. Astaroth wollte in diese Szenerie noch immer nicht einschreiten. Er hielt es schlichtweg für noch nicht angebracht.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/04/16, 11:33 pm

Lavanda war nervös aber wieder beruhigte sie sich etwas. Sie blickte ganz langsam auf, ohne den Kopf anzuheben. Nun hatte sie auch ein Gesicht zu der Stimme. Die Aura des.... sie war sich nun fast sicher dass es ein Dämon war, War Präsenter und eindringlicher denn je, aber es beruhigte sie zu wissen, mit wem sie es zu tun hatte. "Das war keine Absicht!", sagte sie ruhig. Ihre Stimme immernoch lieblich und für nicht dämonische Ohren hypnotisierend. "Wir sind auf dem Weg zum nächsten Dorf. Das letzte ist vom Virus dahingerafft worden. Und nein, ich trage ihn nicht in mir!" sie atmete tief durch um ihren neu gewonnenen Mut nicht zu verlieren. Was sollte sie noch großartig dazu sagen? Entweder er glaubte Ihr oder er tat es nicht, da halfen dann auch keine ausreden oder Erklärungen. Nur sie glaubte nicht daran, dass sie dieses Anwesen so schnell wieder verlassen würde. "Das Virus ist gefährlich für uns alle. Es muss aufgehalten werden. und ich will herausfinden, wie!" Nun hob sie den Kopf auf an und saß Kerzengerade da. Sie blickte sich kurz um. Zugegeben: Dieser Dämon hatte stil und einen brillianten Auftritt hingelegt. Das Mondlicht war weg, das heißt, sie würde nicht mehr funkeln, aber sie war ja vorher auch im Schatten gewesen. Und die vielen Kerzen im Raum schufen eine unglaubliche Atmosphäre. man konnte sich fast wohlfühlen wenn diese Aura nicht gewesen wäre. Sie sah sich um. Der Dämon hatte sich gezeigt, aber Lavanda glaubte nicht, dass es sich hierbei um den einen Herren des Hauses Handelte. Seine Präsenz war düster, aber nicht so furchteinflößend wie das was sich hier irgendwo im Hintergrund verbarg. Sie atmete tief durch und versuchte sich wieder zu fangen. Ihr Herz klopfte laut. Beinahe befürchtete sie, dass sie es büßen wird einfach mal eben den Kopf auf solch eine stolze Art angehoben zu haben. aber sie war eben trotz allem auch stolz, auch ohne dass sie den Respekt verlor.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 12:06 am

Zugegeben, Mut hatte diese Elfin auf jeden Fall. Aeshma beobachtete sie eingehend, weil sie weit interessanter schien als der Dämon neben ihr. Astaroth würde wohl mehr Interesse an ihm haben; möglicher Rivalitäten wegen. Aber Aeshma wollte herausfinden, warum sie nicht bereits vor Angst gestorben ist. Ob sie sich öfters mit Dämonen abgab? Komisch, so sah sie nun wirklich nicht aus. Er begann die beiden zu umkreisen und sog einen kleinen Teil ihrer Auren in sich auf um sie besser beurteilen zu können. Im geheimen fragte er sich wann Astaroth erscheinen und sich einmischen würde. Der jüngere der beiden Dämonen wusste, dass ihn dieser Virus interessierte. Ihn selbst interessierte dieses Thema jedenfalls brennend und er wollte mehr über das wissen, was dieses Mädchen bereits herausgefunden hatte. Sie erschien ihm nicht wie jemand, der auf den Kopf gefallen ist. Direkt vor ihr blieb er stehen und grinste sie beinahe höhnisch von oben herab an, nachdem er die Hände in die Hüften gestemmt hatte und sich so vor ihr aufgerichtet hatte. "Erzähl mir doch einmal, was du über diesen Virus weißt." Ruckartig hockte er sich vor sie hin, war mit ihr nun auf gleicher Höhe und grinste noch breiter. Ein diabolischer Ausdruck flackerte in seinen düster-verhangenen Augen auf. "Dann lasse ich euch vielleicht leben." Zweifelsohne, er hatte sehr viel von Astaroth gelernt. Doch so ungemein sicher, ob er es mit beiden gleichzeitig aufnehmen konnte, war er sich dennoch nicht. Jedoch wahrte er sich seine makellose Fassade der Arroganz, Dominanz, Überlegenheit und Selbstverherrlichung wie ein wahrer Meister.

Der Virus, hm? Deswegen war sie also so spät Nachts noch unterwegs. Aus seinen Schatten heraus beobachtete Astaroth die Szenerie mit wachsendem Interesse. Was mochte sie wohl wissen. Nicht um einen Millimeter bewegte er sich, verharrte weiterhin regungslos auf demselben Fleck, doch betrachtete die Elfe ein wenig näher. Als würde eine Kamera in das Bild zoomen, vergrößerten seine Augen das Bild der jungen Frau und Astaroth konnte in ihre Augen blicken, die so mysteriös im Kerzenlicht flackerten. Was mochte sie wohl herausgefunden haben?
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 12:19 am

"Leider nicht genug!", gab sie zu. Er drohte ihr? das fand sie jetzt ja beinahe lustig. Ein schmunzeln breitete sich auf ihren Lippen aus. Sie bezweifelte dass dieser Dämon hier auch nur einen Finger krümmen würde, ohne dass der eigentliche Herr dieses Hauses etwas zu der Sache gesagt hatte. Aber sie sprach immernoch knieend weiter, nun wieder etwas ernster drein schauend, aber weiterhin mit erhobenem Haupt. "Das Virus ist für uns das, was für die Meinschen der so genannte schwarze Tod ist, die Pestilenz. Sie verläuft recht ähnlich nur nicht mit irgendwelchen schwarzen Beulen oder dergleichen. Den verlauf der Krankheit kenne ich mitlerweile in uns auswendig von den ersten kleinen anzeichen bis hin zum dahinsiechen." Sie holte ein kleines Notizheft heraus, weil sie keine Lust hatte alles aufzuzählen von tag eins bis zum ende. Sie blätterte die seite um und reichte ihm das Heft, während sie sagte. "Das Virus hat bishewr niemand länger als zwanzig Tage überlebt. in der Regel sind es aber ironischer Weise dreizehn... Als wenn das irgendjemand geplant hätte. Ich weiß leider noch nichts über dessen Herkunft, nur dass es lediglich alles übermenschliche tötet und Dass die Inquisition aller Orden das virus gerne verbreiten. Ich habe erlebt wie sie schwer erkrankte in unbefallene Dörfer verschleppen, damit auch doch alles überirdische ausgerottet wirs. ich kann aber nicht mit Sicherheit sagen, ob sie diejenigen waren, die Das Virus erstmals in die Welt gesetzt haben. Ich habe die Vermutung, dass eine Übertragung durch Flüssigkeiten ausgetauscht wird.. Ein Husten genügt, ein Kuss.... oder aber durch Beischlaf! Es dauert etwa 3 bis vier Tage bevor sich nach einer Ansteckung die ersten Anzeichen bemerkbar machen. in diesen drei Tagen kann unglaublich viel passieren." Sie schwieg nun. das war erstmal alles was wichtig war. sollte der Dämon noch fragen haben, konnte er sie ja immernoch stellen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 12:28 am

Schlaues, kleines Ding. Und dieses Schmunzeln! Aeshma notierte sich schon mal innerlich "Die find ich gut" und grinste noch breiter. Schlau und mutig. Eine gefährliche Mischung. Aber trotzdem noch nicht einmal ansatzweise so gefährlich wie Astaroth. "Ihr habt ja schon eine ganze Menge rausgefunden. Erstaunlich, erstaunlich. Und nun sucht Ihr nach einem Gegenmittel? Sehr lobenswert." Der Sarkasmus in seiner Stimme war unüberhörbar. Trotzdem waren seine Worte ein Stück weit ehrlich gemeint. Es begab sich schließlich nicht jeder einfach so auf eine gefährliche Suche nach einem Heilmittel für eine Seuche, die sich verbreitet wie die nichts Gutes. "Könnt Ihr denn bereits erste Erfolge verbuchen?", fragte er und richtete sich wieder auf, gebot ihr mit einer einfachen Geste es ihm gleich zu tun und schlenderte anschließend durch die große Halle, während er auf ihre Antwort wartete.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 12:37 am

Lavanda seufzte leicht und schüttelte den Kopf. "Ich habe nicht einen einzigen meiner Patienten retten können und ich bin nicht ungeschickt in der heilkust. Ich habe die ein oder andere Ansteckung verhindern können, aber das rottet das Virus ja nicht aus. und ich selbst forsche nun seit fast einem Jahr lang und bin selbst auch noch nicht erkrankt. normaler Weise warte auch ich vier Tage lang ob sich bei mir anzeichen zeigen, bevor ich in das näshte Dorf geh. Da der nächste Ort aber nunmal vier Tage von hier entfernt liegt, bin ich gleich weitergegangen. dass ich auf ein Anwesen wie dieses hier Treffe, mit.... Verzeiht dass ich nun laut vermute.... hochrangigen, mächtigen Dämonen als Bewohner des selbigen, das hatte ich nicht im Traum geahnt!" Das war nun ein klein wenig honig um den Bart, andererseits wollte sie auch einfach wissen, ob sie Recht hatte. "Nein wirklich, ich wusste nicht, dass dieses gebiet bewohnt ist. Bitte vergebt mir meine unachtsamkeit!", sagte sie und neigte Ihr haupt respektvoll.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 01:25 am

Er staunte immer mehr über dieses Mädchen. Sie wusste wahrlich sich auszudrücken und sich respektvoll gegenüber ihrem Schicksal zu verhalten. Denn als nichts Geringeres als dieses bezeichnete er Astaroth schon seit langer Zeit. Der künftige Herrscher, der neue Gott dieser Welt, der aus ihrer glühenden Asche empor steigen wird wie ein Phönix, der gerade zu neuem Leben erwachte. Er wird seine Schwingen ausbreiten und die Dunkelheit über diese Welt bringen. Er war der Schrecken. Er war der Alb. Er war die Nacht. Und die Schatten seine Diener. Die Menschheit und die überirdischen Kreaturen, die er am Leben lassen wird, seine Sklaven. Und Aeshma der Erste in Command. Er würde ihm treu ergeben dienen und mit ihm in glorreiche Zeiten schreiten. Ja, so hatte er es sich immer vorgestellt. Und so wird es geschehen. "Hochrangig...Mächtig..", wiederhohlte Aeshma die Worte der Elfe mit düster klingender Stimme. Von seinem Grinsen und dem heiteren Übermut war nun nichts mehr zu spüren. Auch der Sarkasmus hatte seine Stimme verlassen und nichts als den mysteriösen Klang von unheiligem Wissen hinterlassen. "Hochrangig und mächtig. Das ist dein Freund da drüben." Der Sarkasmus blitzte für einen Augenblick auf, bevor er erneut verschwand. "Nein. Du hast den siebten Kreis der Hölle betreten, Mädchen.", grinste er nun wieder. Doch es war nicht das spielerische, neckische Grinsen von vorhin. Es war das Grinsen eines wahrhaftigen Dämons. Düster, diabolisch, gefährlich, drohend- tödlich. "Er ist nicht bloß hochrangig oder mächtig. Er...ist nicht wie jeder x-beliebige Dämon, den du auf der Straße antriffst. Er...ist der Schrecken. Er...ist der Alb. Er-" Aeshma trat einige Schritte beiseite um den Blick auf die große Freitreppe freizugeben und sein abnormales Grinsen wurde immer breiter. "-ist die Nacht."

Die flackernden Flammen der Kerzen stoben urplötzlich in einem unheiligen Inferno wie Feuersäulen in die Höhe, verursachten einen lauten, rauschenden Knall, bevor sie wieder schrumpften und vor Kälte beinahe erstarrten. Immer langsamer zuckten sie durch die nährende Luft. Immer weiter breitete sich die Kälte nun in dem Gemäuer aus, griff mit eisigen Fingern nach Lavanda und Dante, umklammerte ihre Glieder in einem gnadenlosen Griff. Sie konnten ihren Atem sehen, wie er als heißer Dampf in der Luft vor ihren Gesichtern waberte und so schnell verschwand wie er gekommen war. Die Temperaturen fielen so rasant wie die Flammen der Kerzen zuvor in die Höhe gestoben waren. Und es wurde auf eine unnatürliche Art immer dunkler. Obwohl die Kerzen, deren Licht langsam erstarrte und bald schon reglos glomm, den Raum erhellten, wurde das was das Licht leuchten ließ düsterer. Als würden sich Schatten über den Kern des Lichtes legen und ihn verdunklen, ihn jedoch nicht weniger leuchtend machen. Diese Unnatürlichkeit war furchterregend wie nichts, was Aeshma jemals zuvor gesehen hatte. Zwar kannte er es schon, doch selbst für einen Dämon wie ihn war es markerschütternd und grauenerregend, da dieser Bruch eines Naturgesetzes furchtbarer war, als alles woran er jemals geglaubt hatte und weitaus schlimmer als all seine bösen Gedanken. In diesem düsteren Licht wohnte das reine Böse. Und die Essenz der Finsternis. Klirrende Kälte, erhellende Dunkelheit und eine Atmosphäre, die nichts außer Angst und Schrecken zuließen. Aus diesen Schatten jeglichen Daseins trat eine großgewachsene, schlanke Gestalt hervor. Strahlend weiße, seidene Stoffe flossen die Rundungen seines Körpers hinab. Verziert mit goldenen metallenen Ornamenten und blutroten Edelsteinen. Die nachtschwarzen Haare waren mit wertvollen Broschen an den Seiten des Kopfes zusammengesteckt und fielen vom Nacken abwärts in sanften Wellen über seinen Rücken. Wie ein Engel stand die Gestalt vor ihnen, am oberen Ende der Treppe und schien in all der Dunkelheit und der Kälte zu erstrahlen, wie im Glanz der Sonne. Diese graziöse Erscheinung nahm jegliche Angst von einer jeden Seele, lockte sie in die Falle der Entspannung und der Ruhe. Doch dann öffnete Astaroth seine Augen und das Höllenfeuer brannte in ihnen. Mit einem Mal schien die gesamte Halle erfüllt von markerschütternden, verzweifelten, schmerzerfüllten Schreien. Sie hallten von den Wänden wider, fraßen sich in die Ohren aller Anwesenden. Mit ihnen brachten sie die Essenz von Emotionen, die nun wie ausgehungerte Würmer über die Haut der Elfin krochen, sich durch ihre Poren zwängten und ihren gesamten Körper ausfüllten. Angst. Verzweiflung. Leid. Hoffnungslosigkeit. Furcht. Schmerz. Agonie. Todesangst. Langsam und würdevoll, ebenso wie bedrohlich in jeder edlen Bewegung, schritt Astaroth die Treppe hinab. Den Blick stets auf die Fremden gerichtet und mit jedem Schritt schien all der Schrecken, den die armen durchlitten, an Intensität zuzunehmen. Es wollte ihnen die Luft abschnüren, wollte sie mit sich in eine tiefe Schlucht des schmerzenden, auflösenden Nichts reißen. Je näher Astaroth kam, desto quälender wurden die Schmerzen, die er ihnen verursachte. Als die wunderschöne Gestalt direkt vor Lavanda stand und all das Böse aus Astaroths Adern in die langersehnte Freiheit stob begann Aeshma im Hintergrund lauthals zu kreischen. Er konnte es nicht mehr aushalten. Seine Hände schossen hinauf zu seinem Kopf und er sackte bebend auf die Knie, schrie immer mehr und wand sich ruckartig in alle Richtungen. Die Nacht, die aus Astaroth strömte, begann ihn aufzufressen. In diesen brennenden Höllenaugen war keine Spur von Emotion zu erkennen. Doch gerade als es scheinbar ihrer aller sicherem Ende zuging schoss all die Kälte, all die Furcht, all der Schrecken, all die Dunkelheit, all der Schmerz zurück in Astaroths Inneres, ohne, dass er dabei auch nur einen Muskel rührte. Er nahm das von sich zurück, was er aus sich heraus gelassen hatte und die Stille und Leichtigkeit der Atmosphäre schien den Boden unter ihren Füßen aus dem Gleichgewicht geraten zu lassen. Eine Weile war es still und Astaroth sah Lavanda schweigend an. Doch dann hallte seine Stimme in der hohen Halle von den kalten Wänden wider. Beinahe zart wie die Blüte einer Sommerblume, leicht wie der warme Sommerwind. Hypnotisierend, bannend, lockend, verführend. "Ihr dürft bleiben." Mit diesen kurzen Worten drehte sich Astaroth um und seine nackten, zierlichen Füße trugen ihn anmutig die Treppe hinauf, bis er schließlich in der Dunkelheit seines Heimes verschwand.

Spoiler:
 


Zuletzt von Cassiopeia am 07/04/16, 07:49 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 01:53 am

Lavanda klappte die Kinnlade herunter. Diesen Mann hatte sie schon einmal gesehen! Sie wusste nur nicht mehr wo und wann. es musste Jahrhunderte her sein. Sie konnte sein gesicht aber nirgends mehr einordnen. Sie war noch am Nachdenken, trotz all dessen was um sie herum passierte. Es war grausig doch ihr kopf war noch mit seinem Gesicht beschäftigt. Sie hatte ein Bildnis von ihm gesehen. irgendwo gab es ein Bildnis von ihm.... und eines was ihn recht gut getroffen hat, rein äußerlich... Er öffnete die Augen der Hölle... und er kam immer näher. Plötzlich viel es ihr ein. aber das konnte doch nicht sein? "A.... Astar-aaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!" Plötzlich surrte alles in ihrem Körper und ihrem Kopf sie sprang auf und taumelte Rückwärts und knallte gegen das Eingangstor. Sie schrie, hielt sich den Kopf. das konnte doch nicht sein Astaroth? Der Astaroth? Sie hatte so viel von ihm gehört aber man hatte ihr eingeredet, es seien alles Ammenmärchen gewesen. Der Schmerz in ihrem Kopf ließ Tränen ganz automatisch aus ihren Augen triefen, sie hatte noch nie geweint. nie seit sie denken konnte. Doch nun quoll in ihr leid und schmerz auf den sie nicht aushalten konnte. wie sollte sie auch? sogar sein kumpane brach mitlerweile zusammen. sie ließ ihren Kopf los und rüttelte am Tor um ihm zu entfliehen. doch es regte sich nicht ein Stück weit. "Aufhören! Hört auf!" in ihrem Kopf blitzten Schreckensbilder wieder. Erinnerungen an die sie sich gar nicht erinnerte, schmerzen die sie vergessen hatte. Und nun bekam sie keine Luft mehr. es war als würde sie ertinken... erneut... wie damals... keine Luft mehr,....keine Luft.... plötzlich wurde sie panisch, krallte sich selbst in den Hals bis dieser blutete. Er hatte die allerschlimmste Angst in ihr erweckt. Er stand so nah vor ihr und sie konnte sich n icht länger auf den Beinen Halten. dass sie es bisher überhaupt geschafft hatte grenzte an ein Wunder. Und dann.... von einem Moment auf den anderen war alles weg. Und nicht nur das: Seine plötzlich so milde Stimme ließ für eine sekunde Begierde in ihr aufflackern, ein gefühl das ihr vollkommen Fremd war. In diesem Moment sackte Lavanda einfach zusammen, sie streifte mit einer Hand gerade noch ein Teil seiner flattrigen Kleidung. "Astaroth!", fiepte sie nur fast hauchend. dann fiel sie endgültig bewusstlos zu Boden.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 07:07 pm

In einem nicht allzu weit entfernten Dorf


Die Vollmondnacht brachte mehr als genug Licht ins Dunkel um auch ohne weitere Lichtquellen erkennen zu können was auf der einzigen größeren Straße des Dorfes vor sich ging. Auch hier hatte der Virus sein grässliches Antlitz gezeigt und die erste Familie, ein Centaurenpaar und ihr Kind, angesteckt. Zumindest zeigen diese drei schon Symptome. Das war einer Gruppe von Inquisitoren genug um die Macht ihrer "reinigenden Flamme" vorzuführen; die wenigsten Bewohner leisteten dagegen Widerstand, was durchaus verständlicherweise an der schieren Angst vor dieser unbekannten Krankheit lag...und schließlich berichteten die Inquisitoren es hätte in keinem der von ihnen besuchten Dörfer seitdem neue Fälle gegeben.
Also wurde vollzogen, was die Allgemeinheit retten solle. Die drei Centauren landeten, unmissverständlicherweise gegen ihre Einwilligung, an einen großen Balken gefesselt, auf einem Scheiterhaufen, welcher so viel Licht spenden sollte, dass der glänzende Mond wie ein erlöschendes Flämmchen wirkte. Auch die stärksten Centauren können eben nichts gegen ein ganzes, gehirngewaschenes, Dorf tun, die fest der Überzeugung waren, der alles vernichtende Feuertod wäre die einzige Möglichkeit sich zu schützen.
Es war ein galleaufstoßender Vorgang, wie die Familie um ihr Leben, oder doch zumindest um das Leben des Kindes, flehte, während die Feuerzungen sich daran ergötzten ihr Fell zu verbrennen, bevor sie ihre Haut und dann ihr Fleisch gebraten hatten. Das Feuer brannte so heiß, dass noch vor ihrem Tod das Wasser in ihren Körpern zu kochen begann...

Aus einiger Entfernung aus beobachtete eine in braunen Roben gekleidete Gestalt das grauenerregende Spektakel. So nah, dass er den Vorgang erkennen konnte, weit genug weg jedoch um seine Abgeneigtheit zu zeigen. Tharok schüttelte, nachdem das schrecklichste vorüber war und die einzigen Geräusche des Scheiterhaufens vom knackenden Holz und den Flammen kamen, den Kopf und wisperte vor sich hin:"Die mit ihren falschen Göttern bringen mehr Leute ins Grab als der Virus selbst, wenn das so weitergeht..."
Dann stapfte er, langsam wie es für ältere Menschen üblich ist, in seine Hütte und verriegelte das Türschloss...
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/04/16, 10:33 pm

Dante lachte laut auf als er darauf hingewiesen wurde das er den falschen Weg ging. Im Endeffekt war es ihm völlig egal wohin und in welche Richtung sie gingen, den den Weg zu seinem Zeil kannte er nun einmal nicht, da machte es auch keinen Unterschied wo er anfing zu suchen. Der Weg zurück würde ihm nicht entgegen kommen, also würde er suchen müssen. Er setzte seine wuchtige Gestalt also in Bewegung, schien zuerst ihre Begründung nicht für voll zu nehmen. "Wisst Ihr, vielleicht sollte ich das ganze Dorf einfach auslöschen, dann braucht ihr euch keine Sorgen zu machen das...", er geriet ins stocken als er sie so sah. Fügte aber ein weiteres Indiz seiner mittlerweile reichhaltigen Sammlung hinzu. Sie leuchtete. Sie war immer noch schön, nein schöner. Er knurrt halb belustigt, halb ärgerlich. "Na dann geht voran meine wunderschöne lebendige Fackel und leuchtet mir den Weg, ich bin schon ganz gespannt darauf." Er lachte heiter und lief belustigt hinter ihr drein, sein Blick auf ihr Hinterteil gerichtet. Er bemerkte den Nebel natürlich, der immer dichter werden zu schien und immer höher stieg, doch es machte ihm nichts aus. Er war ein Dämon, er kannte keine Angst, er war die Angst. "Was ist mein Schatz, ach bleibt doch so, die furcht in eurem Gesicht macht euch noch schöner, ich frage mich ob ihr Verzweiflung auch so wunderbar darstellen könntet. " , sein Lachen wurde ein wenig leiser und er beobachtete fasziniert den Nebel. Vielleicht traf er hier grade auf ein magisches Wesen, ein das er fragen könnte, wo der nächste Eingang zu Unterwelt sei. Der Gedanke an seine Heimat war zu verlockend um sich diese Chance entgehen zu lassen, weswegen er tiefer in den Wald hinein stapfte.
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/04/16, 06:47 pm

Dante lachte laut auf als er darauf hingewiesen wurde das er den falschen Weg ging. Im Endeffekt war es ihm völlig egal wohin und in welche Richtung sie gingen, den Weg zu seinem Ziel kannte er nun einmal nicht, da machte es auch keinen Unterschied wo er anfing zu suchen. Der Weg zurück würde ihm nicht entgegen kommen, also würde er suchen müssen. Er setzte seine wuchtige Gestalt also in Bewegung, schien zuerst ihre Begründung nicht für voll zu nehmen. "Wisst Ihr, vielleicht sollte ich das ganze Dorf einfach auslöschen, dann braucht ihr euch keine Sorgen zu machen das...", er geriet ins stocken als er sie so sah. Fügte aber ein weiteres Indiz seiner mittlerweile reichhaltigen Sammlung hinzu. Sie leuchtete. Sie war immer noch schön, nein schöner. Er knurrt halb belustigt, halb ärgerlich. "Na dann geht voran meine wunderschöne lebendige Fackel und leuchtet mir den Weg, ich bin schon ganz gespannt darauf." Er lachte heiter und lief belustigt hinter ihr drein, sein Blick auf ihr Hinterteil gerichtet. Er bemerkte den Nebel natürlich, der immer dichter werden zu schien und immer höher stieg, doch es machte ihm nichts aus. Er war ein Dämon, er kannte keine Angst, er war die Angst. "Was ist mein Schatz, ach bleibt doch so, die furcht in eurem Gesicht macht euch noch schöner, ich frage mich ob ihr Verzweiflung auch so wunderbar darstellen könntet. " , sein Lachen wurde ein wenig leiser und er beobachtete fasziniert den Nebel. Vielleicht traf er hier grade auf ein magisches Wesen, ein das er fragen könnte, wo der nächste Eingang zu Unterwelt sei. Der Gedanke an seine Heimat war zu verlockend um sich diese Chance entgehen zu lassen, weswegen er tiefer in den Wald hinein stapfte. Und es dauerte nicht lange das passierten auch schon die ersten Dinge von Interesse: Ein riesiger Hund, ein altes Haus und ein arroganter Hausbesitzer, der entweder Magier war oder Dämon wobei Dante eher zu letzterem tendierte. Menschliche Magier neigten schließlich nicht dazu ein solches Feuerwerk abzubrennen, da ihnen die Magie einfach ausgehen würde. Er selbst hielt seine Magie im Zaum, nein hatte bis jetzt kein einziges Mal Magie außerhalb seines Körpers angewandt. Bei seinem letzten Besuch in der Oberwelt hatten die sterblichen eine mächtige Institution eingerichtet die sich darauf spezialisiert hatte Magieanwender aufzuspüren und zu töten, das waren wahrlich anstrengende Zeitgenossen gewesen und seitdem hatte Dante gelernt vorsichtig mit Magie umzugehen, bereut hatte er es nicht. Dementsprechend hatte er sich selbst nur mit einigen Zaubern belegt, die größtenteils seinen Körper manipulierten. Dann noch ein Zauber um seine Aura zu tilgen, und einer um die Magie die er abstrahlte, er nannte es, "umzustrukturieren". Dabei ging es vormalig darum alle Zauber die man tätigte zu verbergen. Das ganze funktionierte als eine Art Rückkopplung, je mehr Magie er nutzte desto mehr magische Abwärme entstand und desto stärker wurde der Zauber, natürlich alles zu einem Preis, aber dieser war es wert bezahlt zu werden, konnte er doch hoffen die wahre Natur seiner Stärke zu verschleiern. Alles in allem lieferte der Dämon oder die beiden Dämonen eine äu00erst Interessante Vorführung ab, das musste er zugeben und da er auf seine lebendige Laterne nicht verzichten wollte ließ er sich ein wenig durch die Gegend schubsen und hört brav zu. Allerdings war er verwundert das seine Laterne mit der großen Klappe, sich hier so unterwürfig zeigte. Beinah war er traurig. Er hätte gedacht das sie einen solch starken Willen besäße, so unbeugsam war. Und sie ging vor einem Wicht auf die Knie. Schlagartig verlor er einiges von seinem Interesse. Dafür bekam er Hunger. Sein Magen knurrte laut und verlangte nach essen. Dante rülpste laut, kratzte sich am Hosenbund und setzte sich auf den Boden neben seine kniende Laterne. Alles in allem ziemlich enttäuschend. Der ganze Tag. Er seufzte und legte seinen Speer neben sich. Er schaute zu überlegte wo er die nächste Mahlzeit herbekommen konnte und hoffte das diese unsägliche Schwafelei bald ein Ende hatte. Meinte der feine Herr etwa er würde Angst haben? Er kannte keine Angst oder anders gesagt er kannte die Angst, es gab nur einen vor dem er knien würde und das war der Satan persönlich, das war sein Herr und Meister, obwohl er diese Rolle ebenfalls gut ausfüllen könnte. Diese Ganze Szenerie geriet für Dante nur noch mehr ins lächerliche als sein dämonischer "Bruder" sie auch noch aushorchte. Er verkniff sich ein Lachen nur schwerlich, war es doch in seinen Augen absolut unklug jemanden mit Furcht seine Geheimnisse zu entlocken, wenn es doch soviel subtilere Methoden, wie Erpressung, Gedankenlesen oder die Königsdisziplin: vorgetäuschtes Vertrauen gab. Nein Dante gefiel nicht was r sah, eher fand er es abstoßend. Es gab Zeiten wo man seine Macht zur schau stellen musste und Zeiten da musste man es nicht. Sein "Bruder" versuchte scheinbar etwas zu kompensieren. Vielleicht war der Körper seines Wirtes nicht so gut ausgestattet gewesen wie der von Dante, wer wusste das schon. Dante für seinen Teil zollte seinem Gastgeber durchaus Respekt, für seine Fähigkeiten, allerdings versuchte er vergeblich Angst zu haben. Erfolgreich dagegen war er dabei nicht seinerseits ein wenig anzugeben, hätte er doch nur zu gerne gezeigt wie subtil wahre Macht sein konnte. Seine Laterne schien das ganze nicht sonderlich gut zu verkraften und kippte kurz darauf, scheinbar den Namen ihres Gastgebers brabbelnd um. Dante ließ sie liegen und ging nach draußen in den Wald um wenig später mit vollen Magen zurück zu kehren. Da sie sich scheinbar keinen Flecken gerührt hatte hob er sie hoch war sie sich über die Schulter und suchte ein Zimmer für sie, wobei er nicht umhinkam zwei Dinge zu bemerken: Sie wog mehr als er gedacht hatte und ihr Hinterteil war noch praller als es aussah, was ihm doch ein wenig Hoffnung gab sein Interesse an ihr zu behalten. Nach einigem Suchen fand er schließlich ein schönes mit einem Bett, in welches er seine Laterne ablegte. Er selbst öffnet die Fenster weit und pfläzte sich in den Sessel, wo er selbstgefällig seinen Speer reinigte.
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/04/16, 08:40 pm

Eine schwere Tür fiel mit einem lauten Krachen in ihr Schloss, doch Astaroth schien alle Geräusche seiner Umgebung wie durch Watte zu hören. Das Knallen der Tür, seine Fingernägel, die an dem alten Holz des Rahmens entlang kratzten damit er sein Gleichgewicht halten konnte. Sein Atem, der mit einem Mal schwerer und rasselnder wurde, sein rasendes Herz. Heiser atmend lehnte er sich gegen die Tür und fühlte das kalte Eichenholz kühl auf seiner hitzigen Haut. Für einige Augenblicke wollte er die Augen schließen und sein Inneres zur Ruhe kommen lassen. War es schon wieder so weit? Kam es schon wieder? Das letzte Mal lag schon einige Wochen zurück. Astaroth wartete schon seit einiger Zeit darauf und doch schien es ihn nun unerwartet und überraschend zu treffen. Ausruhen. Er musste sich ausruhen. Sein Bett. Dies war sein Ziel und so nahm er sich zusammen, richtete seine schlanke Gestalt auf, straffte seine Haltung in gewohnter Manier und tat die ersten Schritte. Und schließlich befiel ihn der Schwindel. Wie ein Schwarm von unsichtbaren Insekten schwirrte er um seinen Kopf und drohte ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ihm wurde urplötzlich schwarz vor Augen und sein Gehirn drohte auszusetzen. Noch versuchte Astaroth beinahe blind vor Schwindel nach etwas Festem zu greifen, an dem er sich hätte abstützen können. In letzter Sekunde trafen seine verkrampften Finger auf das harte Holz eines Regals und er klammerte sich daran fest. Mit zusammen gepressten Augen ließ er sich langsam auf den Boden sinken und ein stechender Schmerz fuhr durch seine Bauchregion. Fluchend presste er seinen linken Arm über die schmerzende Stelle, während die Nägel seiner Rechten noch immer tief ins Holz gebohrt verharrten. Sein Herz raste schneller als zuvor. Sein Atem ging noch schwerer und heißer, feiner Schweiß begann von seiner Stirn zu rinnen. Der Schwindel ließ ihn nicht los und es schien ihm als würde sich der Raum in rasanter Geschwindigkeit um ihn drehen. Leise stöhnend lehnte er seinen Kopf gegen eine der vielen Buchreihen mit wertvollen, alten Exemplaren von Chroniken und Bänden über altertümliche Krankheiten und Magie, Kräuterkunde, Schmiedekunst, Foltertechniken und allerhand mehr, und atmete einmal tief ein und aus. Diese Darbietung seiner Macht hatte ihn doch mehr mitgenommen als er gedacht hätte. Auch die Reaktionen seiner Besucher veranlassten den Dämon sie rückblickend genauer in Augenschein zu nehmen. Die Elfe.. Sie hatte das Bewusstsein verloren, war in Panik geraten, wollte fliehen. Keine mindere Reaktion hatte er erwartet und doch ließ ihn das Bildnis ihrer Augen noch nicht los. Er labte sich daran, an der Angst in ihren Augen und zährte von der Erinnerung an ihren Schrecken. Nach einigen Augenblicken begann er sich besser zu fühlen. Die Tatsache, dass sie seinen Namen kannte, verdrängte sein Bewusstsein in seinem momentanen Zustand aus seinen Erinnerungen und Gedanken. Der andere Dämon. Ihn würde Astaroth im Auge behalten müssen. Solch einem starken Landsmann war er ebenfalls schon lange nicht mehr begegnet. Nicht viele Dämonen eines so hohen und starken Ranges trieben sich zu diesen Zeiten auf der Erde herum. Ob er noch zu einem offiziellen Stab gehörte? Bekleidete er ein wichtiges Amt für die nur die Besten und Mächtigsten geeignet waren? Gab es so etwas wie solche Ämter und Titel noch immer? Er selbst war schon viel zu lange nicht mehr in seiner Heimat gewesen. In seinem Inneren wütete die Dunkelheit noch immer und es würde noch einige Zeit brauchen, bis sie sich beruhigen würde. Müde schloss er die Augen und versuchte sich der Dunkelheit hinzugeben um sie zu besänftigen.


Die Schreie waren verschwunden. Die unwirkliche Dunkelheit, die eisige Kälte. All das Böse, was noch kurze Zeit alles um ihn herum ausgefüllt und eingenommen hatte, war verblasst. Aeshma öffnete die Augen. Die letzten Erinnerungen der vergangenen Minuten schlugen auf ihn ein. Astaroth war erschienen. Beinahe wurde ihm übel. Krampfhaft versuchte er die Gedanken an die Schreie von Astaroths Opfern aus seinem Schädel zu verdrängen. Er fühlte sich wie durch einen Fleischwolf gedreht und holte einmal tief Luft, stieß sie dann wieder ein und versuchte die verschobenen und wild aufblitzenden Bilder erneut zu ordnen. Astaroth. Die Elfe und der Dämon! Schnell hob Aeshma den Kopf, bereute dies gleich wieder, obwohl die Kopfschmerzen schon begann ab zu flauen. Vor Schmerzen leicht aufstöhnend sah er sich kurz in der Halle um. Sie waren fort! Wo waren sie? Blitzschnell ließ er sein sehendes Auge durch die Mauern des Hauses tigern um sie ausfindig zu machen, während er sich langsam erhob und streckte. Es dauerte wahrlich nicht lange, da ging es ihm wieder bestens. Er hatte sich schnell von all dem erholt. Und auch die beiden Besucher seines Heimes hatte er schnell lokalisieren können. Er wusste noch, dass die Elfe umgekippt war. Viel mehr hatte er nicht mehr mitbekommen, denn er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt um auf seine Umgebung zu achten. Nachdem er die Treppe hinaufgegangen war bog er links ab und ging auf die zweite Tür rechts zu. Ohne anzuklopfen trat er leise ein und sein Blick fiel sogleich auf das Bett, in dem Lavanda lag. Sie sah zermürbt aus. Kein Wunder. Astaroth hatte ihr wirklich übel mitgespielt. Doch so war er nun mal. Sehr darauf bedacht schwache Kreaturen von sich fern zu halten. Wieso er gestattet hatte, dass die Elfe bleiben durfte, verstand Aeshma nicht, doch er würde es schon früh genug erfahren und so übte er sich in Geduld, ging auf das große Bett zu und beugte sich kurz zu der Elfe hinab. Jedenfalls atmete sie noch. Erst nachdem er sich dessen vergewissert hatte drehte er sich um und betrachtete den Dämon. "Beeindruckend.", sagte er knapp und musterte den Anderen erneut. "Das schaffen nicht viele. Respekt. Trotzdem wäre es nett, wenn ihr umziehen würdet. Das hier ist mein Zimmer. Den Gang runter und die letzte Tür rechts. Sie-" Aeshma deutete mit einer angedeuteten Geste seines Kopfes auf Lavanda "kann in dem Zimmer gegenüber bleiben." Mit diesen Worten sah er dem Dämon noch einmal in die Augen und ging danach zurück zu Lavanda. Behutsam, dass er ihr nicht noch mehr weh tat als es Astaroth schon getan hatte, versuchte er sie aufzuwecken. Nach solchen Strapazen durch seinen Freund musste sie nicht weiterhin grob behandelt werden. Zwar war Aeshma ein Dämon und ein ziemlich arroganter und aufgeblasener dazu und er spielte ums Verrecken gerne solche Spielchen mit Wesen die er traf da es ihm ein diebisches Vergnügen bereitete, doch er wusste wann es genug war. Und so wollte er der jungen Frau die nötige Ruhe gönnen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/04/16, 09:04 pm

Lavanda keuchte in ihrer Dunkelheit. erinnerungen schienen durch sie hindurch zu zucken, Träume sie zu verfolgen. Denn schweiß stand auf ihrer Stirn und sie war immer wieder am zuchken und murmeln, auch als Dante sie hoch hob und nach oben trug. Als sie in dem Bett lag, sah sie gequält aus, als peinigte sie immernoch etwas. Dann spürte sie, wie jemand leicht an ihr rüttelte doch der traum verbat ihr aufzuwachen. Flammen züngelten, glühende Augen nahmen sie gefangen. "Astaroth!", brülle sie schmerzerfüllt, und saß plötzlich Kerzengerade im Bett. Ihre Aura glühte plötzlich wie Feuer. In dem Bruchteil einer Sekunde ging von ihr ein gewaltiger Energiesoß der Aura aus, der sich wie ein Blitz schlagartig in eine einzige Richtung entlud....
Sie atmete schwer und zitterte. sie brauchte ein wenig um sich zu orientieren und es dauerte, bis sie Dante und Aeshma wahrnahm. Sie zuckte zusammen und wich zurück, als  sie Aeshma so nach bei ihr sah. Ihr Herz raste. dann langsam beruhigte sie sich. dass sie schlimm geträumt hatte, wusste sie bereits gar nicht mehr. aber was sie noch wusste war.... sie kannte Astaroth! Woher auch immer.... aber sie kannte ihn! Sie sah ganz tief in Aeshmas Augen als erhoffte sie sich eine Antwort. Dann fiel ihr ein dass sie sich nur noch Bruchstückhaft an alles erinnerte was geschehen war. lediglich die Emotionen waren ihr geblieben.... die Angst und Panik, die Bilder der Vergangenheit. Sie fasste sich an die Kehle, welche Blutete. sie starrte auf ihre Blutverschmierte Hand. warum Blutete sie? Sie wusste nicht mehr, dass sie sich selbt mit ihren scharfen fingernägeln die Haut aufgeschlitzt hatte, um sich von dem was ihre Kehle zuschnürte abzukratzen. All das wusste sie nicht mehr. Umso verwirrter starrte sie nun auf die blutige Hand. "Wo bin ich?", fragte sie leis. Eigentlich hatte man wohl eher die frage erwartet was passiert ist, aber diese Frage kam gar nicht.
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Der Virus
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