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 Der Virus

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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/05/16, 12:50 am

Tiefste Schwärze herrschte um ihn. Inmitten dieses raumleeren Nichts konnte er sich fühlen. Seine Energie, wie sie um ihren Kern strömte. Sein Seele. Wo war er? Warum war er hier? War er tot? Nein, tot konnte er nicht sein! Es war anders hier, als er es gelernt hatte. Seine Mutter.. Seine Mutter hatte ihm alles beigebracht. Das Leben nach dem Tod. So hatte er den Tod nie fürchten müssen, weil er wusste, dass es nach dem erdlichen Scheiden nicht zu Ende war. Er würde wieder zu ihr zurückkehren und sie wieder sehen. Und er würde auch auf die Welt zurückkehren können. Seine Mutter.. Würde alles in die Wege leiten. Doch dies hier war nicht der Raum, in dem die Seelen auf ihre weitere Reisen warteten. Dies war einfach nur ein Nichts. Vielleicht war er ja noch gar nicht tot. Vielleicht schlief er nur? Seine Mutter..würde ihn doch niemals anlügen. Oder?

Aeshmas Herz setzte beinahe aus vor Anspannung. Wieso reagierte er denn nicht? Was war nur geschehen? Wieso wachte er nicht auf? Bela wurde unruhig und sein Schweif begann aufgebracht hin und her zu peitschen. Die Aura des Tieres begann beunruhigend zu flackern und zu wabern, begann zu glühen als die Anspannung auch in seinen Adern stieg. Wieso wachte Astaroth denn nicht auf? Aeshma ergriff beherzt eine der verletzten Hände, so sachte wie es ihm möglich war. In seinem Magen bildete sich ein schmerzender Knoten. "Astaroth.", sprach er und sein Blick war wie an die Züge des Älteren gekettet. "Astaroth! Bitte, wach auf." Doch nichts regte sich. Beinahe leblos lag Astaroth vor ihnen und zeigte keinerlei Reaktionen.

Was war das? Was geschah da? Astaroth blickte an seinem energetischen Körper, der nur aus Licht und Energie bestand, hinab und sah, wie die hell leuchtende Energie von etwas angezogen zu werden schien. Es wollte ihn fortreißen und Astaroth konnte spüren wie der Druck wuchs. Der Druck, der ihn mitnehmen wollte. Der ihn zwingen wollte, seinen momentanen Standpunkt zu verlassen und weiter in die Schwärze des Nichts zu tauchen. Bereitwillig ließ sich der Dämon fortziehen und sah nach einer Ewigkeit ein Licht. Es war so weit entfernt. War das der Weg aus dieser Ohnmacht heraus? Je näher er dem Licht kam, desto mehr manifestierte sich etwas in seinem Bewusstsein. Er wusste nicht genau was es war, doch es fühlte sich vertraut an. Die Gedanken des Dämons schwankten vom einen Extrem ins andere, als er fieberhaft überlegte woher er diesen Eindruck kannte. Immer schneller näherte er sich dem Licht, schien auf es zu zu fliegen. Er konnte ein starkes Rauschen hören. Es brüllte in seine Ohren und sein Kopf begann zu schmerzen. Doch dies konnte nicht von seinem energetischen Körper kommen, denn dieser war nicht fähig physisch zu fühlen. Es musste sein menschlicher Körper sein, er da fühlte! Das Licht war nun ganz nah, sodass er es beinahe auf seiner Haut, die nicht da war, brennen fühlen konnte. Doch dies schien nur eine Erinnerung seines Unterbewusstseins zu sein, denn er hatte keine Haut. Es war verwirrend solch seltsame Eindrücke zu fühlen, die er eigentlich gar nicht fühlen durfte. War sein Unterbewusstsein schon so erdliche geworden, dass er die universale Spiritualität seines Seins langsam vergaß und sich von solch irdischen Eindrücken verwirren ließ? Plötzlich schoss es ihm wie ein Blitz durch die Gedanken. Er wusste wieder was es war, dass er da fühlte! Es war ein Geschmack. Ja, es musste ein Geschmack sein! Doch welcher?

Je mehr Zeit verging, desto unsicherer und unruhiger wurde Aeshma. Er klammerte sich nun krampfhaft um die Hand seines Freundes und wollte sie nicht mehr loslassen. Tränen traten in seine Augen. Er fühlte sich verzweifelt, allein, hoffnungslos und gebrochen. Nie zuvor hatte er Astaroth so gesehen, dabei war er Zeuge schlimmer Momente. Und doch ging es ihm viel zu nahe ihn so zu sehen. "Wach endlich auf!", brüllte er ihn an und sein Herz hämmerte schmerzhaft gegen seine Rippen, als wolle es aus seiner Brust springen. Am liebsten hätte er Astaroth geschüttelt und gewürgt. Er war wütend, er war zornig und er fühlte einen Schmerz der aufsteigenden Hoffnungslosigkeit, den er nie zuvor empfunden hatte. Warum wachte er denn nur nicht auf?

Das Licht war nun so nahe, dass Astaroth die Intensität der Energie deutlich spüren konnte. Es brannte, wie das Feuer der Sonne. So heiß und unbändig. War er vielleicht doch tot? Nein, das konnte nicht sein, denn immer mehr Eindrücke seines physischen Körpers durchströmten sein Bewusstsein. Er musste wieder zurück. Im Stillen betete er zu seiner Mutter. Etwas, dass er schon viel zu lange nicht mehr gemacht hatte und streckte seine Hand dem Licht entgegen.
Astaroths Augenlider wurden aufgerissen und ein Paar glühend rote Augen starrten an die Zimmerdecke. Eine gewaltige Energieexplosion stob wie die Druckwelle einer Explosion kreisförmig durch den Raum und ließ das Haus in seinen Grundfesten erzittern, bevor sie verschwand als wäre sie nie da gewesen. Sein Herz hämmerte wild und vor plötzlicher Kraft strotzend in seiner Brust und seine Nägel wuchsen zu scharfen, langen Krallen, die sich ohne Vorwarnung um Lavandas Handgelenk schlossen und es beinahe brachen als messerscharfe Zähne in ihr zartes Fleisch rissen und bis zum Knochen stießen. Die glühenden Augen, in denen nun wieder das Feuer brannte, starrten zu Lavanda auf, während Astaroth das Blut aus ihren Adern trank. Gierig, fordernd und unerbittlich saugte er das Blut aus ihr heraus und labte sich an der Energie, die es ihm schenkte.
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/05/16, 01:07 am

Lavanda wusste nicht was sie sagen sollte. es schien nicht zu funktionieren, nicht einmal ansatzweise. Traurig ließ sie den Blick sinken und sah dann zu Aeshma. "Aesh.... Es... es tut mir so leid!", hauchte sie leise und zog gerade das Handgelenk ein wenig zurück, als sie die Plötzliche Druckwelle traf. Sie wäre mit vollwe Wucht nach hinten weggeflogen, wenn Astaroth sie nicht gepackt hätte. und dann..... Im Gegensatz zu Aeshma, war Astaroth alles andere als zärtlich, behutsam oder Leidenschaftlich. Soe wie er seine Zähne in sie rammte, schrie sie schmerzerfüllt auf. Dann drangen die Zähne immer tiefer in ihr Fleisch, bis zum Knochen. Wieder einmal hatte es Astaroth geschafft, sie mit Angst zu erfüllen. Sie dachte, er würde ihr gleich den Arm durchbeißen. "Ahhhhh! Asta....ahhhh...." Sie schluckte und kniff die Augen zusammen. wehren würde sie sich ja doch nicht können. er hat sie gepackt wie ein Jäger seine Beute, ein Löwe das Lamm. er ließ sie nicht los, hatte sich in ihr förmlich verbissen und er saugte; nicht so wie Aeshma, nein, so unglaublich fordernd und aussaugend, wie sie es nur von Vampiren gehört hatte. Er war gierig und schier unersättlich. Gut, das hatte sie bereits vermutet, deswegen versuchte sie still zu halten und kniff einfach nur noch die zähne und die augen zusammen und wartete ab.
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/05/16, 01:18 am

Die plötzliche Druckwelle schmiss Aeshma gewaltsam nach hinten und er flog förmlich gegen die Wand, prallte hart mit dem Kopf gegen den alten Stein und sah für einen Moment Sterne. Doch dann rappelte er sich wieder auf und sah hinüber zu der schier schockierenden Szenerie, die sich ihm bot. Astaroth starrte gebieterisch zu Lavanda empor und hatte beinahe ihr Handgelenk auseinandergefetzt! Entgeistert blickte Aeshma auf das grauenerregende Bild vor sich und wusste nicht was er tun sollte. Er schaffte es gerade neben Lavanda zu stürzen. Dann versagte ihm sein Körper den Dienst und er blieb er erstarrt stehen, nicht fähig sich auch nur noch einen Zentimeter zu bewegen. Astaroth musste aufhören! Er würde sie umbringen. Sein erster Impuls sagte ihm, dass er ihn aufhalten musste. Doch, wenn er nicht genug trinken würde, dann würde es ihm nicht besser gehen! Der plötzliche Energiestoß, der von ihm ausgegangen war, würde ihn töten, da es ihm zuviel Kraft geraubt hatte. Er musste weiter trinken. Doch, Aeshma musste Lavanda vor ihm schützen, denn Astaroth war nicht bei sich. Er würde sie umbringen! Was sollte er tun? Lavanda schützen oder seinen Freund in den sicheren Tod stoßen? Aeshma sah sich einer schier unmöglich zu bestimmenden Entscheidung gegenüber, die alles in ihm auseinander reißen wollte. Er konnte nichts tun. Auch wenn er gewollt hätte, so hätte er sich nicht regen können. Er war wie zu einer Statue erstarrt, so tief saß der Schock über das Geschehen. Belarus begann lauthals zu bellen, sprang halb aufs Bett, fixierte Aeshma und stellte sich ihm offensichtlich in den Weg. Er würde nicht zulassen, dass Aeshma seinen Herren aufhalten würde, wenn er sich bewegen könnte.

Mehr! Er wollte mehr! Nein, er brauchte mehr! Immer stärker saugte Astaroth das Blut aus dem zerbrechlichen Handgelenk und fühlte, wie die Kraft in ihm wuchs. Er durfte noch nicht aufhören. Nur noch ein klein wenig mehr.. Genau beobachtete er Lavandas Gesichtszüge. Sie litt Schmerzen, doch das war Astaroth egal. Er musste zuerst an sich selbst denken. Immer mehr klärte sich sein Bewusstsein und er begann die Situation und die Konsequenzen seines Handels entgegen Aeshmas Annahme abschätzen zu können. Nur noch ein wenig mehr. Seine Energie musste ein gewissen Pegel erreichen bevor er aufhören konnte. Nur noch ein wenig mehr. Nur noch ein wenig.. Plötzlich riss sich Astaroth von Lavandas Handgelenk los und begann laut zu keuchen, nach Luft zu schnappen und zu husten. Er konnte fühlen wie die Energie seiner neugewonnenen Macht durch seine Adern strömte und das Leben in ihm stärkte. Bela hörte auf zu bellen und zu knurren, wandt sich an Astaroth und beschnüffelte ihn mit Bedacht, eher er ihm über die Wange leckte und sich beruhigte. Astaroth atmete tief durch, doch kein Wort drang über seine Lippen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   06/05/16, 01:36 am

Lavanda keuchte immer mehr vor schmerzen und stöhnte. doch der schmerz war nicht das Schlimmste. Sie öffnete die Augen einen Spalt weit und sah in die von Astaroth bevor sie sie wieder schloss. "Es ist in ordnung!", krächzte sie atemlos. "ich halt das aus! Wirklich!" Ob sie das mehr zu Astaroth oder zu Aeshma sagte, war unklar. Doch eines war deutlch: Lavanda wurde immer blasser und fahler. Bald wirkte ihre Haut wie reiner Schnee, der von Blut besudelt wurde. Auf den Hund achtete sie schon gar nicht mehr, aber sie bemerkte sehrwohl, dass Aeshma sie irgendwie schützen wollte. SDie verstand, warum er es nicht konnte. und diese Entscheidung wollte sie ihm nicht noch schwerer machen, indem sie zugab, wie sehr es schmerzte. Sie hatte das gefühl, er riss ihren ganzen Arm auseinander. aber immerhin schien es zu funktionieren. er saugte immer kräftiger und schien auch immer klarer zu werden und sich über das was er gerade tat immer mehr bewusst.... zumindest dachte sie das, seit sie seine Augen gesehen hatte. Doch langsam wurde ihr übel und schwummrig. Das wohlige Gefühl, welches Aeshma ihr noch Minuten zuvor gegeben hatte, das alles wich nun langsam aus ihr heraus. Sie versuchte, sich immernoch nichts anmerken zu lassen, was langsam aber sicher schwierig wurde. dann plötzlich ließ er von ihr ab und sie klappte schräch nach vorne zusammen. sie stützte sich noch gerade mit einer Hand ab, um nicht auf Astaroth drauf zu fallen. Aber als sie die Augen öffnete, wirkte alles waberig, dumpf und schien sich zu drehen. Auch war ihr wieder ziemlich übel... aber in ihrem magen war ja nicht mehr wirklich etwas, was sie hätte wieder verlassen können, bis auf Aeshmas leckeres Blut vielleicht. "Aeshma!", hauchte sie zitternd und hoffte damit auf Hilfe. sie konnte sich nicht mehr ganz so gut selbst halten, geschweigedenn sich wieder eigenständig aufrichten. aber in dieser Schlechten verfassung blickte sie troztdem forschend zu Astaroth auf.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 09:49 pm

Geschockt starrte Aeshma auf die Szenerie. Was sollte er tun? Er musste was tun! Aber er konnte nichts tun! War dies eine Prüfung? Sollte er reagieren? Oder lieber nicht? Was sollte er nur tun?! Astaroth aufhalten? Ihn nicht aufhalten? Was? Himmel, was sollte er tun?!

Die Energie füllte seinen Leib und strömte auch bis in die entferntesten Winkel seines Seins. Er konnte es fühlen. Sein Herz begann kräftiger zu schlagen als zuvor. Seine gräuliche Haut bekam wieder die gewohnte, blasse Farbe, die zwar sehr ungesund aussah, aber seinem hochadligen Stand entsprach und für seine Maßstäbe höchst gesund war. Seine Augen glühten immer intensiver und das Feuer in ihnen begann an flammend heller Farbe zu gewinnen und wirkten weniger grau und leblos. Auch sein Griff wurde definierter, fühlte sich nicht mehr so willkürlich und zufällig in der Kraft des Druckes um Lavandas lediertes Handgelenk an. Die Kraft strömte durch ihn und er begann immer klarer im Kopf zu werden. Der Nebel wich aus seinen Gedanken, die Bahnen seiner Gedanken begannen aus der Schwärze heraus zu treten und Astaroth fing wieder an seine Umgebung und auch sein Inneres bewusster wahr zu nehmen. Er begann zu denken: Was tue ich hier? Wieso hilft mir das Blut so sehr?
Eines stand fest, denn er konnte sich daran erinnern- er hatte noch nie zuvor Mondelfenblut getrunken, dass so eine Wirkung hatte. Einige Male hatte er Blut von seinen ehemaligen Allierten getrunken, so wie diese seines getrunken haben. Doch Lavandas Blut war anders. Es war mächtiger und erinnerte ihn an die Wirkung seines eigenen Blutes. Er war etwas Besonderes, das wusste er, denn seine Mutter hatte es ihm oft gesagt. Er war in einer unterweltlichen Blutmondnacht geboren. Und so war sein Blut mächtiger als das von anderen Dämonen seines Standes. An all dies erinnerte sich Astaroth nun wieder, als er von Lavanda abließ und sich keuchend zur Seite drehte. Einige Tropfen des feuchten Rotes liefen ihm die Mundwinkel hinab und mischten sich zu seinem eigenen Blut, dass die Bettlaken tränkte und plötzlich spürte er etwas in sich zucken. Wie ein Blitz, kaum merklich und doch so intensiv wie ein Nadelstich in einen Nerv. Was war das? Hatte es etwas mit dem zersprungenen Spiegel zu tun? Der Spiegel! Er..war zersprungen und die Scherben hatten sich wie ein Sturzwelle über ihn ergossen! Mit einem Ruck drehte er sich herum und merkte, wie Schmerz durch seinen Leib schoss, unerbittlich und erdrückend. Leise stöhnend ließ sich der mächtige Dämon zurück in die Kissen sinken und musste abwarten bis die Welle des Schmerzes abgeebbt war.

Als Astaroth sich von Lavanda abwand und sie beinahe vorne über gekippt wäre, stürzte Aeshma an ihre Seite und schlang vorsichtig seine starken Arme um sie. Der Schock stand ihm immer noch klar und deutlich in die dunklen Augen geschrieben. Er war totenbleich im Gesicht. Astaroth war einfach unberechenbar. Kein Wunder, dass so viele seine Vernichtund ersehnten. Doch mit so etwas hatte selbst Aeshma nicht gerechnet. "Lavanda!", keuchte er. "Ist alles in Ordnung? Zeig mir dein Handgelenk. Es tut mir so Leid! Ich hätte etwas tun müssen! Ich-.. Ich hätte dir helfen müssen! Ich-..Ich hätte-.." Seine Stimme brach ab. Er konnte nicht mehr weiter sprechen. Sachte hielt er die Elfe in seinen Armen und starrte entgeistert auf die klaffende Wunde an Lavandas Handgelenk, aus der das Blut noch immer sprudelte wie aus einer aufgebrochenen Quelle.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 10:13 pm

Lavanda keuchte immernoch. Sie wandte ihren festen, wenngleich auch schwachen Blick nicht eine Sekunde von Astaroths Augen ab. Wie dankbar sie doch war, als Aeshma sie festhielt. langsam lehnte sie sich zurück, in Aeshmas Arme. Sie wusste, er würde sie halten, wenn sie das tat. Und sie war frpoh darüber, sich nicht selbst halten zu müssen. "Es ... ist alles gut!", hauchte sie und sah aber aus dem Augenwinkel, das strömende Blut. ohne den Blick von Astaroth abzuwenden fuhr ihr Handgelenk langsam wieder zu ihrem Mund und sie leckte über die Wunde... wieder geschah nichts. Keine Heilung, kein Kribbeln. es blutete weiter. Sie würde es verbinden müssen, aber jetzt mochte sie sich nicht einen Millimeter rühren. "Mach dir bitte keine Vorwürfe, Aeshma, sonst mache ich mir welche!", hauchte sie. Es war so seltsam gewesen, als er ihr Blut getrunken hatte. so seltsam vertraut und zugleich unvertraut. es war als wenn es so etwas wie schicksal oder Vorhersehung war. So etwas hatte sie noch nie gespürt wenn jemand von ihm trank. "Astaroth?", fragte sie und wartete einen Moment. "Ihr wurdet schwer ... nein, sehr schwer verletzt... beinahe tödlich, würde ich meinen" Sie machte eine atempause, weil ihr die Kraft fehlte, weiter zu sprechen. Dann holte sie Luft und fuhr fort: "Ich habe getan was ich konnte. Wie fühlt Ihr Euch?" mehr bekam sie nicht hervor. Der letzte Satz war nun auch nicht mehr als ein leises hauchen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 10:36 pm

Ein leises, tiefes, gequältes Stöhnen drang über Astaroths Lippen als der Schmerz nicht abflauen wollte, doch schließlich wurde es weniger und er atmete leicht ein und aus, in regelmäßigen Abständen. Sein Kopf fühlte sich an, als wäre eine Horde Höllenhunde darüber getrampelt. Seine Hand wurde zärtlich abgeschleckt und er sah hinüber in die treuen, fragenden Augen seines trockendockgroßen Begleiters Belarus. In einer Art und Weise wie man es Aeshma und auch Lavanda, offensichtlich, noch nie zuvor gesehen hatten, lächelte Astaroth dem Hund zu und begann ihn leicht hinter der Ohren zu kraulen. Wäre das Tier eine Katze gewesen, hätte er wahrscheinlich angefangen zu schnurren. Stattdessen konnte man leises, ruhiges Knurren vernehmen, was weder aggressiv noch aufgregt, sondern tief entspannt klang. Schließlich drang Lavandas Stimme an sein Ohr. Astaroth wand langsam den schmerzenden Kopf zu ihr und sah sie direkt an. Sehr schwer verletzt. Ja, so fühlte er sich auch. Von seinen beiden Augen, von denen er die ganze Zeit angenommen hat, sie würden beide glühen, war eines verbunden. Das war ihm noch gar nicht aufgefallen. Hatte ein Splitter sein Auge erwischt? Er hatte überall am Körper Verbände. Sein Kopf und Auge, sein Hals, sein Brustkorb, seine Arme und Hände, sogar seine Beine! Der Splitterregen musste mehr Schaden angerichtet haben, als er gedacht hätte. Auf ihre Frage antwortete einige Sekunden später. "Besser.", war die Antwort. "Ich danke dir für deine Hilfe.", kam nach einer weiteren Zeit der Stille zwischen ihnen. Bela krabbelte indess auf das Bett und ließ sich neben seinem Herren nieder, kuschelte den muskulösen Leib an den Astaroths und legte seinen Kopf an die Schulter des Dämon. Dieser begann das glatte, weiche Fell des Hundes weiter zu streicheln und atmete den vertrauten Geruch tief ein, um aus ihm mehr Kraft zu schöpfen. "Aeshma sollte dich verarzten.", sagte Astaroth dann sachlich und man merkte ihm an, dass er furchtbar erschöpft war. Kurz seufzte er, denn ein erneuter Stich in seinem Kopf verursachte ihm Schmerzen. "Aeshma. Streich etwas Salbe aus dem kleinen roten Töpfchen in dem zweiten Regal links auf ihre Wunde. Das wird ihr helfen."

Aeshma tat wie ihm geheißen. Er griff nach dem kleinen Döschen, trug Lavanda ohne auf eventuelle Wiederworte zu achten zurück in ihr Zimmer, legte sie auf den Laken nieder und begann damit etwas von der Salbe auf ihre Wunde zu streichen. Sie hörte wenig später auf zu Bluten, als hätte die Salbe ihre Adern geschlossen. Der Dämon säuberte die Wunde und verband sie dann, wie er es sich von Lavanda abgeschaut hatte. Die ganze Zeit sprach er kein Wort und man konnte ihm ansehen, dass er sich alle Mühe gab sich keine Vorwürfe zu machen. Und doch tat er es. Wie hätte er es auch nicht tun sollen?
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 11:02 pm

Lavanda nickte nur, als Astaroth mit ihr sprach. Sie war so unendlich müde und erschöpft und sie hatte solche schmerzen. und durch den Blutverlust war ihr so eiskalt wie seit langem nicht mehr... und das will etwas heißen, denn Kein Elf fror so leicht. "Gern geschehen", hauchte sie leicht. "Ihr solltet Euch so wenig wie es geht bewegen!", sagte sie leise. Sie wollte ihm wenigstens ein wenig mitteilen, was geschehen war. "Einer der Splitter drang sehr tief durch das Auge in den Kopf. Kurzzeitig dachte ich, ich könnte Euch nicht retten.... Ihr hattet wohl gleück!", sagte sie leise. ja, sie hielt es für Glück, glaubte nicht daran, dass ihre Heilkust ihn gerettet hatte. Lavanda ließ alles zu. in Aeshmas Armen fühlte sie sich ohnehin unheimlich wohl. und jetzt fühlte er sich wärmer an denn je... oder war ihr einfach nur sehr kalt? Als sie den Raum verließen sagte Lavanda noch kurz Danke zu Astaroth, der ja immerhin das döschen zur verfügung gestellt hatte. Sie ließ sich tragen, ließ sich aufs Bett legen, wusste aber nicht mehr genau, wie sie von seinem Zimmer in das ihre gekommen war. Was auch immer es war, das Aeshma ihr auf die Wunde schmierte, es tat weh, als er sie berührte. aber diese Salbe oder was es war, tat irgendwie gut. es brannte nach kurzer zeit nicht mehr. dass es nicht mehr blutete, sah sie nicht. Sie hatte die Augen geschlossen. ab und an öffnete sie sie kurz und versuchte, Aeshma etwas zu beobachten. Erstaunlich! Er machte alles richtig. er hatte gut aufgepasst. sie versuchte, zu lächeln. "Du bist ein ausgezeichneter Schüler!", hauchte sie. Sie brauchte ihn nicht ansehen, um zu merken wie er sich fühlte. er war still und sprach kein Wort. Gerade er, der in ihrer Nähe sein Herz doch eigentlich auf der zunge trug. "Er hätte sterben können, wenn ich das nicht getan hätte!", sagte sie leise. "Es war meine Entscheidung es zu tun und ich wusste, wie es endet.... das hier ist weniger schlimm als ich befürchtet habe. es war meine Entscheidung und es hat ihm das leben gerettet." Sie hatte kaum mehr kraft zu sprechen, aber sie musste es ihm sagen: "Sie doch nur, er kann schon wieder reden... das hätte wochen oder Monate dauern können, bis er das wieder gekonnt hätte...." ja moment.... genau das war es.. wieso konnte er schon wieder reden? wieso ging es ihm vergleichsweise so gut? Er konnte sich bewegen, konnte relativ klar denken, den Hund streicheln... war ihr Blut etwa so stark gewesen? oder war es einfach nur die Menge aus der Astaroth irgendwie Kraft geschöpft hatte. aber warum so viel?
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 11:11 pm

Aeshma fand wenig Trost in ihren Worten, obwohl er wusste, dass sie Recht hatte. Er konnte ihr nicht jede Entscheidung abnehmen, auch nicht wenn er es gewollt hätte. Und sich zwischen Astaroth und Lavanda zu entscheiden, war viel schwerer, als er es gedacht hätte.
Er wollte nicht darüber nachdenken. Alles, was jetzt wichtig war ließ sich an einer Hand abzählen. Lavanda musste schlafen. Sehr viel und sehr lange, wenn möglich. An die Abreise ins nächste Dorf verlor er schon keinen einzigen Gedanken mehr. Zweitens, Astaroth musste sich ausruhen. Und wo war Dante eigentlich? War der jetzt wirklich abgehauen? Toll, gerade wenn man mal jemand brauchte war niemand da. Typisch... Innerlich grummelnd und knurrend sah Aeshma auf die verbundene Hand und hörte das Lob von Lavanda in seinem Kopf nachhallen, was ihm allerdings auch kein Lächeln abringen konnte. Seine Miene schien wie versteinert. Es war ein furchtbarer Anblick gewesen. Er versuchte all diese schlechten Gedanken aus zu sperren und doch gelang es ihm nur teilweise. Innerlich seufzend ließ er die Schultern hängen und sah zu Lavanda. "Schlaf jetzt.", sagte er leise und so sanft er konnte, doch seine Stimme zitterte vor Zorn auf sich selbst. "Ich werde bei dir bleiben." Aeshma positionierte sich neben Lavanda im Bett und würde bei ihr bleiben bis sie eingeschlafen war. Dann würde er noch einmal nach Astaroth sehen, obwohl er ja in besten Händen war. Bela war schließlich an seiner Seite und würde dieser nicht weichen, solange sein Herr immer noch krank war.
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BeitragThema: Re: Der Virus   07/05/16, 11:25 pm

"Ach Aesh!", rief sie plötzlich. "Wie kann ich schlafen, wenn du so dreinschaust? Ich habe schon schlimmer ausgesehen, glaub es mir. und ich war dem Tod schon näher als heute. das hier ist ne Fleischwunde, das heilt wieder! Astaroth ist arm dran, nicht ich. Ich weiß, du manchst dir Vorwürfe, aber wenn du mich aufgehalten hättest, wäre ich sauer auf dich gewesen! Du kannst dich nunmal nicht zwischen mich und ihn stellen. Du und Astaroth ihr gehört doch irgendwie zusammen, seid eine Gemeinschaft, vertraut euch... das kannst du nicht ehrlich aufs Spiel setzen wollen. Und hör auf zu denken, dass ich ein kleines Mädchen oder püppchen bin. Ich bin zäher als du denkst!", sagte sie mit starker Stimme. Ja, sie war müde und Kraftlos. Aber das war sie auch vor diesem Ereignis irgendwie. und die Schmerzen waren auch fast weg. eine Gute Salbe! Sie musste Astaroth unbedingt fragen, woraus sie bestant. "Ich bin zwar müde, aber es geht mir gut. nun hör auch dir die Schuld für etwas zu geben mit dem du rein gar nichts zu tun hast, hm?" Sie legte ihre gesunde Hand an seine Wange und streichelte sie sanft. "Ich kann es nicht ausstehen dich so zu sehen!" hauchte sie mit einer so honigsüßen und zarten Stimme, dass es einem ganz warm ums Herz werden konnte. "Mir ist nur ein bisschen kalt....!", hauchte sie nun wieder leise und sah Aeshma in die Augen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/05/16, 12:24 am

Von diesem plötzlichen Ausbruch war er nicht gewarnt worden und zuckte dementsprechend zusammen. Mit verschränkten Armen saß er da, starrte sie an und erwiederte eine Weile lang nichts. Dann stand er wortlos auf, griff nach der Decke und legte sie über Lavanda. Hoffentlich würde sie das ein wenig aufwärmen. Ebenfalls entfachte er den Kamin und die Flammen loderten auf. Er starrte einige Momente in die Flammen, dann sah er wieder zu Lavanda hinüber. Zorn und Wut stand in seine Augen geschrieben, verdunkelte seinen Blick. Der Konflikt in seinem Inneren nahm neue Maße an, nachdem er Lavandas Worte noch klar in seinem Kopf hallen hören konnte. "Ich habe dir geschworen dich zu schützen.", begann er schließlich und hatte Mühe seine Stimme zu beherrschen, auf dass er nicht plötzlich rumbrüllte, denn an Lavanda wollte er seine Wut schließlich nicht auslassen, da sie sich ja auch nicht gegen die Elfe richtete, sondern einzig und allein gegen sich selbst. "Ich hab geschworen dich mit meinem Leben zu schützen, vor allem und vor jedem und das beinhaltet auch Astaroth. Und obwohl ich diesen Schwur erst vor kurzem geleistet habe, habe ich ihn schon gebrochen. Weil ich nicht in der Lage war dich vor einem halbtoten Dämon zu schützen, der nicht bei Sinnen war. Natürlich sind wir einander vertraut und sind Partner. Doch trotzdem hätte ich dich vor ihm schützen müssen. Aber ich habe es nicht getan. Wieso ist egal." Langsam kam er näher an das Bett heran und glühte praktisch vor Zorn. "Man sieht also, dass man auf mein Wort nichts geben kann, denn ich habe versagt. Das hat nichts damit zu tun, dass ich dich für zerbrechlich erachte, oder sonstiges. Einzig und allein geht es darum, dass ich meinen Schwur gebrochen habe, der noch keine 24 Stunden alt ist.", wetterte er weiter und begann im Zimmer hektisch auf und ab zu laufen. "Ich habe versagt. Ich konnte dich nicht vor ihm schützen, aber ich hätte es müssen! Ich hätte ihn aufhalten und einen anderen Weg finden müssen, ihm dein Blut zu geben. Dafür hätte er dich nicht halb umbringen müssen!", brüllte er nun beinahe und man konnte klar die Verzweiflung über diese Situation aus seiner Stimme heraushören.
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/05/16, 12:42 am

Lavanda sah ihn nun ihrerseits leicht besorgt an. sie ließ ihn bis zum Schluss ausreden. Dann streckte sie die Arme nach ihm aus, als wollte sie eine Umarmung. "Es tut mir leid! Ich verstehe." Immernoch hielt sie ihm die arme entgegen. "Ich habe deinen schwur gebrochen, denn ich wollte mich von dir schützen lassen. Durch meine Entscheidung brachte ich dich in diesen Konflikt. Komm her!", sagte sie sanft. Selbstverständlich spürte sie seinen Zorn. Es tat ihr weh ihn so zu sehen. Sie würde ihm ihr Leben anvertrauen, wenn er es nur weiter zuließ. Wenn sie auch nur zu einer Sekunde gedacht hätte, dass diese Aktion bei Astaroth sie ihr Leben gekostet hätte, dann hätte sie es vermutlich gar nicht erst in Erwägung gezogen. "Du wirst mich niemla svor kleinigkeiten dchützen können. das erwarte ich auch gar nicht. Ich erwarte nur, dass du bei mir bist! Ich erwarte nur, dass du da beist, wenn es wirklich um mein leben geht.... das Einzige was ich will ist..." Sie zögerte einen Moment und senkte den Blick. "Ich will nicht alleine sterben, sollte es einmal dazu kommen!"
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BeitragThema: Re: Der Virus   08/05/16, 11:55 pm

Durch die Straßen huschend machte Tharok sich auf die Suche nach etwas. Er wusste nicht genau was er suchte, nur, dass er es finden wird, wenn dem Wort Chaugnar Faugns zu glauben war.
Der Himmel verdunkelte sich und die Wolken, die am Tage mit Wasserdunst gespeist wurden, ließen ihr Regenwasser herab. Zunächst waren es nur ein paar wenige Tropfen, aber genügend um die Leute von der Straße in die Sicherheit ihrer warmen Häuser zu treiben.

"Oh warum könnt Ihr nicht genauer sein mit Euren Weisungen, Verschl-...", murmelte er und stockte als er, um eine Ecke laufend, jemanden anrempelte. "He! Passt doch auf, Ihr", fing er an und sah hinunter, ein kleines rothaariges Mädchen erblickend. "Was...was macht Ihr denn hier in diesem grausigen Wetter?", fragte er mit einer liebevolleren Stimme als man bei seinem Aussehen erwarten würde.

Als so die Tropfen auf seinen Mantel prasselten und ihn mehr und mehr durchnässten, schoss ihm der Gedanke durch den Kopf, dass er möglicherweise gefunden hat wonach er suchen sollte.
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Cassiopeia
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 08:38 am

Vor den hohen Fenstern des Anwesens begann es zu regnen. Leise, wie ein Geräusch im Hintergrund einer Filmszenerie, prasselten die Tropfen erbarmungslos gleichmäßig gegen die kristallenen Scheiben und tiefschwarze Wolken verdunkelten den Himmel, schlossen das Licht der Sonnenstrahlen aus. Allerdings war Aeshma die ganze Zeit so dermaßen mit den Vorkommnissen beschäftigt, dass er nicht mehr wusste ob es nun Tag oder Nacht war. Die Wolken hätten ebenso den Nachthimmel verhängen und das Mondlicht aussperren können. Mit einem kurzen Zögern begab er sich schließlich in Lavandas Arme und verbarg seinen Kopf an ihrer Brust. Er kniete vor dem Bett, hielt sie in seinen langen, muskulösen Armen, hatte die Augen geschlossen und war plötzlich von ihrem lieblichen Duft umgeben. Der Duft ihrer Haare, ihrer Haut. Ihres Lebens, dass durch ihre Adern floss. Und in diesen Momenten voller liebevoller Geborgenheit, Zuspruch und Vetrauen ihrerseits hätte er weinen können, so wie er es schon seit einer sehr langen Zeit nicht mehr getan hatte. Doch er beherrschte sich, wollte sich diese emotionale Schwäche nicht auch noch zugestehen müssen. Dass er nah am Wasser gebaut war. Es ziemte sich nicht für einen Dämon zu weinen, wie Astaroth immer so schön sagte.
Astaroth.. Die Worte von Lavanda, der vertrauensvolle Klang ihrer samtenen Stimme, drang tief in sein Bewusstsein hinein und Aeshma fühlte, wie er sich innerlich beruhigte. Wie der Zorn abflaute und die Wut, die ihn hatte so rot sehen lassen. Er spürte wie all das Negative seiner Gefühle langsam von ihm abfiel, nur durch die symphonischen Töne ihrer Stimme und der Wärme ihrer Umarmung. Sie wollte nicht alleine sterben. Zwar konnte er sich selbst immer noch nicht wieder vollständig vertrauen und Aeshma selbst glaubte sich diese Worte nicht, doch vielleicht würde sie ihn lehren wieder an seine eigenen Worte zu glauben. Hauptsache sie tat es. "Solange ich bei dir bin, wirst du nicht sterben. Nicht bevor ich mein Leben gelassen habe. Und ich werde dich nicht verlassen." Den letzten Teil konnte er sich selbst abnehmen. Auch den Mittleren. Doch den Ersten? Gerade in dieser Situation hatte er beinahe bis zum Äußersten versagt. Innerlich seufzte der Dämon und schlang seine Arme ein wenig fester um den zierlichen Körper der Elfe.
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 11:29 am

Lavanda lächelte leicht. Auch sie war sich bei ersterem nicht sicher. "Du weißt nicht, was die Zukunft bringt. verspreche nichts, was du nicht halten kannst! Denn ich kann es nicht mit ansehen, wie du dich selbst kaputt machst, weil du dein Versprechen nicht halten kannst.", hauchte sie leise. Sie schlang ihre Arme fester um ihn und begann ihre zarten Finger Durch sein Haar streichen zu lassen. Sanft kraulte sie ihm den Kopf. Sie wusste nicht, wie er das finden würde, aber sie selbst beruhigte so etwas.
"Hm.... Wenn du vor mir stirbst, sterbe ich ja doch allein!", grinste sie leicht. Sie wusste, es war kein heiteres thema, aber ihr grinsen war auch kein fröhliches. Als er sie fester umarmte, hielt sie seinen Kopf auch fester, der auf ihrer Brust ruhte. Sie gab ihm einen Kuss auf sein Haar. "Mach dir um mich keine Sorgen. Mondelfen sind wesentlich zäher als sie aussehen. Selbst wenn wir in Fetzen daliegen, halten wir uns wacker. so schnell sterbe ich nicht. Nicht einmal, wenn ein Herr Astaroth mich aussaugt." Wieder gab sie ihm ein küsschen, dieses Mal auf die Stirn. "Ich hab dich lieb, Aeshma und es tut mir weh, dich in solch einer Zerrissenheit zu sehen." Ihre Stimme war ein honigsüßes Hauchen, wie das Flüsatern des Windes. und dann begann sie leise zu summen. eine wundervolle, ruhige Melodie, die noch keinem Wesen außer einem Mondelfen zu Ohren gekommen war. Dann sang sie leise. Die Worte, die sie benutzte waren fremdartig, aber es klang fließend wie das Plätschern eines kleinen Baches und summend wie Hummeln auf einer Wiese. Die Sprache in der sie sang klang verführend und beruhigend zu gleich, eine Sprache edel wie Gold und Silber:

Brathar rithar,
úhumeljie tisiirar....
sanracidar,
cara surumen mar...

Omensolocu mandarthe tirá
Curena so jisendar
honbar senaio bresen timenthar

Brathar cithen,
eluennsar calenn....
sanracidar,
cara freamensenir...

Omensolocu mandarthe tirá
Curena so jisendar
honbar senaio bresen timenthar

...cusatheeeeeeeer......

Dann wiederholte sie es. Dieses Mal etwas deutlicher und mit bemüht schöner Stimme, im Vergleich zu dem leisen Flüstergesang. Sie entschied sich schließlich, die anderen strophen auch noch zu singen. Dass sie diese überhaupt noch kannte, war ein wunder. Das letzte Mal dass sie diese Worte gehört oder gar gesungen hatte, war bestimmt sechs- oder siebenhundert Jahre her. aber sie bekam alles zusammen. immerhin war es eine alte Legende der Mondelfen. Und diese Legende kannte jeder einzelne Elf. Leicht lächelte sie, als sie den letzten Ton sang und verstummte. Sie kuschelte sich fest an Aeshma. "Besser jetzt?" fragte sie hoffnungsvoll hauchend.
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 09:32 pm

In ihren Armen fühlte er sich so wohl wie nirgends sonst auf der Welt. Ihr Duft und ihre liebevolle, beinahe mütterliche, Wärme brannten sich in sein Gedächtnis. Etwas, das er nie wieder verlieren wollte. Er hielt daran fest, so stark er konnte. Dann begann sie zu singen und Aeshma fühlte sich zurückversetzt in seine frühste Kindheit. Seine Mutter sang ihm immer vor, wenn er nicht einschlafen konnte oder furchtbar aufgeregt war. Er konnte sich nur vage an ihre liebliche Stimme erinnern, doch sein Herz füllte sich mit Sehnsucht, Trauer, Liebe und dem Gefühl der Geborgenheit, als er Lavanda zuhörte. Er vergrub sein Gesicht nur noch mehr an ihrer warmen Brust, in der er ihr Herz langsam und rythmisch schlagen hören konnte. In Aeshmas Kopf erschienen Bilder. Verschwommen und ebenso vage und silouettenhaft wie die Stimme seiner Mutter. Helle Farben, die sich zu einem Meer aus buntem Leuchten vereinten und das Aussehen der Dämonin nicht aufklärten, sondern es hinter der Mauer des Nebels verborgen hielten, durch den Aeshma nicht hindurch blicken konnte. Und trotz dieser verschwommenen Erinnerungen fühlte sich der Dämon sehr wohl. Seine Wut und sein Zorn verrauchte langsam, verließ seine Gedanken und ließ die Muskeln entspannter zurück als vorher.

Als Lavanda ihren bezaubernden Gesang beendet hatte und ihn fragte, ob es ihm besser ging, nickte er und zog sich etwas aus ihrer Umarmung zurück um sie anzusehen. Er lächelte leicht. "Ja, vielen Dank.", sagte der Dämon und seufzte innerlich erneut. Doch diesmal vor Erleichterung. "Ich habe zwar kein Wort verstanden, aber es war wundervoll. Deine Stimme klingt wie die eines Engels. Was bedeuten die Worte? Diese Sprache habe ich noch nie vorher gehört."
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 09:56 pm

Lavanda lächelte sanft. sie spürte regelrecht wie er ruhiger in ihren Armen wurde, wie ein Kind, das sie in ihren Armen wiegte. Als er sich von ihr löste, war sie fast schon ein wenig traurig. sie hätte noch bis zum Abend hin hier so liegen können. aber als sie in seine Augen sah, entschädigte sie das sofort. dieser zufriedene Ausdruck, den sie in seinem Gesicht warzunehmen dachte, war wundervoll. "Sie wird kaum noch gesprochen. und wenn, dann nur unter Mondelfen wie ich eine bin. wir wollen nicht, dass jemand unsere Sprache erlernt. Sie ist wie unser Geheimnis!", sagte sie leise, als Aesh meinte, er habe nichts verstanden. sie schmunzelte geschmeichelt als er sie mit einem Engel verglich. ein sehr schönes Kompliment, wie sie fand. "Die Sprache nennt sich in unseren Worten Vrensar Ein ganz weiches V, wie ein w nur noch sanfter und ein danach gerolltes R. schwer zu sprechen, aber ich mag die Sprache. " Sie machte eine kurze Pause. "Es ist eine ganz alte legende, wie die ersten Mondelfe entstanden: Ein Dunkler Mann und eine Frau der Finsternis bekamen ein Kind, ein Mädchen. Er wollte aber kein Mädchen. Er stahl es der Frau und Brachte das Kind auf den höchsten aller Berge, setzte es dort aus, bei Vollmond. Auf der Anderen Seite des Waldes geschah das gleiche, nur wollte der Mann keinen Jungen mehr, da er genug von ihnen hatte. so setzte auch er es aus, er stellte fest, dass dort oben schon ein Kind war, und wollte es mitnehmen. doch das Licht des Mondes hat die haut des Mädchens silberweiß gemacht und sie Leuchtete. das war dem Mann unheimlich und er ließ seinen Knaben auf dem Berg zurück. auch er begann die Farbe des Mondes anzunehmen. Die Kinder weinten und schreiten und ihnen wurde ein verwundetet Reh geschickt. das Blut tropfte und floss in ihre Münder und ernährte sie.  Die Kinder wuchsen heran und haben nie vergessen, was ihnen angetan wurde. so lockten sie mehr kleinkinder mit gesang zum Berg in den Vollmondnächten. Irgendwann waren sie genug um nicht mehr allein zu sein. Der Mond segnete sie mit seinem Licht und ewigem Leben und sie zogen fort in die Wälder und lebten fortan vom Blut der Väter, die sie verstoßen hatten.... Das waren die ersten Mondelfen!" Sie erzählte die Legende etwas ausführlicher als der Liedtext es preisgab. aber er sollte die ganze geschichte hören. "In dem lied selbst wird nur über die von den Vätern verstoßenen Kindern geredet, sdie sich gesellschaft ersehnten und andere Kinder zu den ihren machten, zu Elfenkindern des Vollmondes."
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 10:09 pm

Gespannt hörte er ihr zu und lauschte jedem ihrer Worte, die sie mit ihrer weichen Stimme sprach. Sein Blick hing quasi an ihren sinnlichen Lippen bis sie endete. Einige Momente musste er über Gehörtes nachdenken, hatte den Kopf leicht gesenkt und zur Seite gelehnt und sein Blick schien an Lavanda vorbei ins Leere zu deuten. Vollmondkinder. Doch dann lächelte er erneut. "Ich finde, es ist eine sehr schöne Legende. Sie gefällt mir gut. Und sie scheint wohl eine der ältesten Legenden der Welt zu sein, denn Mondelfen gibt es ja auch schon ewig." Grinsend erhob er sich und setzte sich neben Lavanda auf das weiche Bett. "Meinst du, das ist wirklich passiert damals?", fragte er sie dann und zog seine langen Beine an sich, um sich in einen Schneidersitz zu positionieren. Wenn das damals wirklich so gewesen war, dann wäre das schon sehr interessant, fand Aeshma. So ungleich von seiner eigenen Geschichte war es schließlich nicht. Und diese Legende sollte einer anderen noch viel ähnlicher sein, als seiner eigenen Kindheit. Jedoch ahnte er davon noch nichts.

"Wenn diese Legende nun nicht nur eine bloße Legende ist, wie meinst du ging es wohl weiter? Sie sind in diesen Wald gegangen und haben dort offenbar gesiedelt. Und sich von dem Blut ihrer Väter ernährt. Gibt es denn Anhaltspunkte in welchem Wald sich dies zugetragen haben soll? Ich meine, meistens ranken sich Legenden ja um einen Ort herum. Woher kommt denn die Legende? Weiß man das? Ich meine, gab es damals schon Menschen? So alt bin ich schließlich auch noch nicht. Ich glaube, Astaroth könnte davon was wissen. Zumindest ein wenig. Der hat schon so einiges mitgemacht.." Kurz überlegte er, dann sprach er weiter. "Wie alt sind denn die Mondelfen überhaupt? So generell, meine ich. Ein paar tausend Jahre? Mehr? Ich hab keinen Schimmer. Ehrlich gesagt, habe ich mich mit Mondelfen auch noch nie wirklich befasst, bevor ich dich kennengelernt habe." Verlegen sah er Lavanda an und kratzte sich am Hinterkopf.
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BeitragThema: Re: Der Virus   18/05/16, 10:43 pm

Lavanda riss erstaunt die Augen auf. Er schien wirklich fasziniert davon zu sein. sie hörte ihm aufmerksam zu und begann nun selbst zu grübeln. "Darüber... habe ich mir nie gedanken gemacht... jedenfalls nicht so. als Kind vielleicht ein wenig. ich fragte auf welchem Berg das denn passiert sei. man sagte nur, dem höchsten Berg der Götter oder so..." Sie dachte einen Moment nach. "Weil die Kinder nur die farbe des Mondes angenommen haben, weil sie dem Mond so nah waren." Sie kuschelte sich leicht an Aeshma und sah ihn von unten her an. "Ich habe mich nie gefragt ob da etwas dran ist. man sagt ja aber, in jeder Legende steckt ein kleiner Funken Wahrheit. vielleicht waren wirklich zwei Kinder auf dem Berg und ein Zauber löste all das aus. Vielleicht gab es aber auch ein Ritual zweier Eltern, welches schief ging und die Kinder zu dem gemacht haben, was wir heute sind. vielleicht wurden wir erst danach verstoßen weil wir in ihren Augen Monster waren. Nun.... wie bei allen Elfen gibt es auch bei uns Stämme.... einige kenne ich, unser Ältester Elf war wohl über 4000 Jahre alt, soweit ich weiß. mittlerweile dann wohl etwa 5000, aber ob das stimmt, weiß der Teufel.... Der Älteste der Mordhrar ist laut Erzählungen etwa 3500.... und von den Vicar war der Älteste angeblich über achttausend Jahre alt... aber das halte ich wirklich für ein Gerücht um sich in den Vordergrund zu drängen.... Er war sicher nicht viel älter als der unsere", dachte sie laut.  "Die Vicar spielen sich ohnehin immer auf....stellen sich als Helden da, die sie nicht sind!", ergänzte sie in Verachtung und verbissen und schluckte einen Moment als sie an damals dachte. "Einer der Söhne des Ältesten spielte sich als mein Lebensretter auf, aber das war er nicht. Ich hatte ihn noch nie zuvor gesehen. Er hat es nur gesagt, in der Hoffnung ich wäre ihm dankbar. Er wollte mich für sich, versuchte es mit allen Mitteln" wieder schluckte sie. "... er war ein Lügner. Sie alle sind Lügner...", sagte sie mehr zu sich als zu Aeshma. Als ihr auffiel, wie viel sie redete, schüttelte sie den Kopf.  "Wie dem auch sei", sagte sie und räusperte sich. "Es ist nichts schlimmes, wenig über uns zu wissen. Astaroth wird auch nicht viel mit ihnen... mit uns zu tun gehabt haben. Wir sind gut darin uns zu verbergen. Wir Wohnen in Wäldern verborgen. Es gibt mittlerweile kaum mehr einen Wald in dem keine Mondelfen leben. Deswegen weiß ich auch nicht, welcher Wald der aus der Legende sein könnte... Aber vielleicht weiß Astaroth ja wirklich etwas mehr als ich. Ich bin ja schon lange nicht mehr bei Meinesgleichen", hauchte sie nun leise.
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BeitragThema: Re: Der Virus   19/05/16, 07:09 pm

Innerlich aufgeregt und angefacht hörte er ihr zu, nahm sie in den Arm und hörte weiter zu, wie sie so über ihre Rasse und Herkunft sprach. Er fand das alles unglaublich interessant, wusste nicht mal wirklich warum. Noch nie zuvor hatte er sich in irgendeiner Weise besonders für andere Rassen begeistert. Aber vielleicht lag es daran, dass er Lavanda so gern hatte und er sich deshalb für ihre Herkunft interessierte. "Hm..", meinte er schließlich und musste ein kleines Weilchen nachdenken. Sein Blick hatte etwas unruhiges in sich. "Wieso..hat sich denn überhaupt jemand als dein.. Lebensretter aufspielen müssen?", fragte er dann und sah sie ernst an. Da war es wieder, die Sorge über ihr Wohlbefinden. Aeshma konnte noch nicht einmal wirklich etwas dagegen tun. Das Ganze mochte Jahrhunderte zurück liegen und dennoch trat sie in den Vordergrund seiner Gedanken und Empfindungen; die Sorge um Lavanda. Wie seltsam das doch war. Wie seltsam sich das alles immer noch anfühlte. Seit nunmehr...ungefähr...18 Stunden. Haha.. Okay, Ironie beiseite. In seinem Hinterkopf jedoch rumorte es ununterbrochen. Seine Gedanken brodelten alle übereinander weg, als wollten sie sich gegenseitig übertrumpfen.

Wo war der Wald? Was für ein Berg? Wieso "der Götter"? Was hatten die denn schon wieder damit zu tun? Ist das alles auf dieser Welt passiert? Oder auf einer anderen? Wann genau ist das denn passiert? Ist das überhaupt so passiert? Himmel, Aesh! Sei doch nicht so ein Idiot..!
Warum denn, was hab ich denn gemacht?
Na, hör mal! Du machst dir hier ernsthaft Gedanken um irgendeine Legende!
Das ist doch nicht irgendeine Legende! Das ist die Legende von der Enstehungsgeschichte von Lavandas Vorfahren, also wirklich!
Ja, na und?
Wie na und?! Bist du noch bei Trost?
Ja, aber du offenbar nicht!
Mit wem streite ich mich hier eigentlich?!
Keine Ahnung..
Na toll..
Joa.. Ich geh dann mal!
Moment, wo willst du hin?!
Weg! Mich gibt es doch gar nicht!
Ach ja.. Dann bis später.
Okay. Tschau!

Kurz musste Aeshma seinen Kopf schütteln und sah Lavanda eine Sekunde lang verwirrt an, bevor er wieder zu sich fand. Was um alles in der Welt war das denn?!
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/05/16, 12:51 am

Lavanda schwieg eine Weile. Sie hatte sie viel aus ihrer Kindheit verdrängt und vergessen... aber wie ihr vater sie festhalten ließ, und ihr die beine zusammenband und..... sie schluckte. "ich weiß vieles nicht mehr!"m sagte sie dann ganz leise, wohl noch leicht in Aeshmas Gedanken hinein. dann schwieg sie wieder einen Moment. Zu erzählen, was passiert war, offenbarte ihre größte Schwäche. "Mein Vater war unsagbar wütend....... sie nannten mich Monster und banden mir die füße und Hände zusammen..... sie holten einen großen, schweren Stein und banden ihn an mir fest. Mein Vater warf mich auf unserem großen Platz in den Brunnen. Ich sank immer tiefer, versuchte mich, gegen die wände zu stämmen. aber ich war klein, ich war ein Kind, ich war nicht groß genug. ich habe ein paar Male Luft schnappen können, aber es war die Hölle. Ich bekam keine Luft mehr, schluckte wasser. ich war am ersticken!" sie schluckte die Tränen weg, die in ihr aufkamen. Sie war ein starkes Mädchen, aber wenn es um die größte Angst ihres Lebens ging, wurde sie wieder zum Kind. Ersticken. sie hatte Angst vor dem Ertrinken, keine Luft mehr zu bekommen...... Jetzt würde Aeshma auch noch ein weiteres Licht aufgehen. Unten in der Halle, am Vortag, als Astaroth den Raum betreten hatte, da hatte Lavanda um Luft geringt. Astaroth hatte sie ihr genommen. Nun da sie Aeshma von ihrer Vergangenheit erzählte, nun wusste er, warum sie so dermaßen in Panik geraten war, warum sie plötzlich solche Todesangst hatte.... Astaroth hatte die größte Angst ihres Lebens mit voller Wucht auf die Einpreschen lassen. Lavanda dachte an diesen Moment zurück und schluckte erneut. Dann erzählte sie nach einer kleinen Atempause weiter: "Meine Lungen brannten, mein Kopf raste, ich atmete immer mehr Wasser ein, aus Reflex. Irgendwann verlor ich meine Sinne und.... ich weiß nicht, von da an erinnere ich mich an nichts... Ich bin irgendwann aufgewacht, klitschnass, unter bemoosten Felsen, in einer kleinen Nische, zugedeckt mit einem Umhang oder irgendetwas in der Art. es hielt wunderbar warm. Ich war ganz allein und ich war sehr weit weg von meiner Familie. Ich wachte in einem Teil des Waldes auf, in den ich nicht gehen durfte.... aber ich kehrte nie wieder zurück. Ich nahm den Umhang und ging weit weit fort. seitdem bin ich ...allein." zum Schluss wurde sie immer leiser. "Du weißt, ich vertrau dir, Aeshma, sonst hätte ich dir das nicht erzählt. Ich fürchte mich nicht mehr vor Wasser..... aber vor dem Ertrinken, dem Ersticken..... keine Luft mehr zu bekommen.... das ist die größte Schwäche, die ich besitze und ich weiß, dass dieses Geheimnis bei dir Sicher ist." Sie kuschelte sich noch enger an ihn. Jetzt wo sie davon erzählt hatte, wirkte es so präsent. "Nun ja... und.... ich weiß nicht, warum ich überlebt habe.... wer mich gerettet hat... Jahre später kam dieser idiot und wollte mir weismachen, er sei mein Retter gewesen. Er Kannte aber den Umhang nicht, die ich ihm reichte. er fragte nur, was das soll? Er wolle mich und keinen Umhang. Er war es nicht. Er war niemals mein Retter.... Aber er spielte sich weiterhin als mein Retter auf. ich behielt für mich, dass ich die Wahrheit kannte. Nur einmal sagte ich ihm, er sei ein Lügner und er wisse es selbst, ich würde niemals die Seine sein." Irgendwann reiste ich weiter und wurde ihn los.... aber wer mich gerettet hat, weiß ich bis heute nicht!", sagte sie leise. "Aber ich bin ihm unendlich dankbar. Ich wünschte, er wüsste es... ich wünschte, ich könnte es ihm sagen, mich erkenntlich zeigen. Ich bin meinem Retter etwas schuldig.... Aber das ist nun schon so viele Jahrhunderte her.... Wenn mich ein Mensch gerettet hat, ist er nicht einmal mehr am Leben.... Ich habe nicht den Hauch einer Chance, ihn zu finden.... und das obwohl ich seinen Umhang habe." Damit beendete sie Ihre Erzählung.
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/05/16, 03:54 pm

Aeshma hielt sie fest, hielt sie in seinen Armen während sie erzählte und es wollte ihm sein starkes Herz zerbrechen, als er hörte was sie durchleiden hatte müssen. Einige Male musste er tief ein- und ausatmen, um sich innerlich zu beruhigen. Während sie erzählte schien es ihm, als würde etwas ihm selbst die Luft abschnüren. Seine Lungen begannen zu brennen und das atmen fiel ihm schwer. Noch einmal tief ein- und ausatmen, sagte er sich in Gedanken. Er war so aufgewühlt. Solche Geschichten waren zwar nichts Neues für ihn, denn er kannte viele denen es ähnlich ging, doch es war etwas anderes wenn es um Lavanda ging. Er wollte nicht, dass ihr so etwas passierte. Er wollte nicht, dass sie so leiden musste! Und doch konnte er die Vergangenheit nicht ändern. Niemand konnte das, niemanden den er kannte. Und selbst wenn er es gekonnt hätte, so würde er wahrscheinlich nicht zum jetzigen Zeitpunkt in ihrem Leben sein um bei ihr zu sein und sie künftig zu schützen. Man durfte die Vergangenheit nicht ändern. Niemals. Das wusste er. Langsam begann er über ihren Rücken und ihren Arm zu streichen, als Zeichen dass er bei ihr war und sie hielt, komme was wolle. "Es bedeutet mir sehr viel, dass du mir das alles erzählt hast.", sagte er nach einer kleinen Weile und lauschte auf das leise, stetige prasseln und knacken des brennenden Holzes im Kamin. "Ja, Astaroth hat zu Weilen die Angewohnheit...atemberaubend zu sein.", meinte er und grinste Lavanda an um sie ein wenig aufzumunternd. "Als ich ihm das erste Mal begegnet bin, meine Güte.. Das war vor langer Zeit, aber ich weiß es noch wie heute." Aeshma lachte leise. Er wollte das Thema so weich wie möglich wechseln um Lavanda nicht an einem Ort festhalten zu lassen, der schon lange im Wandel der Zeit verraucht war. Wer weiß, ob es dieses Dorf und vor allem diesen Brunnen überhaupt noch gab! Schnell erzählte er weiter um keine Stille zwischen ihnen aufkommen zu lassen. "Ich glaube, er wollte mich umbringen. Aber ich muss wohl dazu sagen, dass er nicht gerade in guter Verfassung war. Aber er hat mir unglaubliche Angst eingejadt, obwohl ich schon deutlich länger an dem Ort war, an dem wir uns begegneten." Erst jetzt viel Aeshma auf, dass er Lavanda noch gar nichts von seiner Vergangenheit erzählt hatte. Es traf ihn wie eine Ohrfeige. Was für ein Gentleman er doch war. Da ließ er sie zuerst erzählen und hatte sich, in dem Sinne, noch gar nicht selbst "vorgestellt". Obwohl, er war auch nicht sonderlich erpicht darauf ihr von den langen, dunklen Stunden in Gefangenschaft zu erzählen.
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/05/16, 04:17 pm

Lavanda lauschte ihm eine Weile. sie war froh, dass er das Thema gewechselt hat. "Mich würde interessieren, wie ihr euch kennengelernt habt. Asraroth ist beängstigend, aber gleichzeitig faszinierend." Sie kuschelte sich enger an Aeshma und schloss kurz die Augen. Wie herrlich er doch duftete. So beruhigend und entspannend. "Irgendetwas an ihm wirft unglaublich viele, undefinierte Fragen auf. Irgendetwas ist da, was ich mir nicht erklären kann.... Seit wann kennt ihr euch?"
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/05/16, 05:24 pm

Und da war sie auch schon. Die Frage, die er eigentlich gerne vermieden hätte zu beantworten. Allerdings war er Lavanda eine Antwort darauf schuldig. Sie hatte sich ja schließlich auch dazu durchgerungen ihm ihr größtes Geheimnis anzuvertrauen. Er hatte noch nie mit jemandem darüber gesprochen, da er seit jeher nur mit Astaroth zusammen war und nie die Nähe zu anderen Wesen suchte. Lavanda war die Erste nach so vielen, langen Jahrhunderten, zu der Nähe vollendst zuließ. Einen Moment musste er sich sammeln, um den Anfang zu finden. Dann seufzte er kurz und nahm Lavanda ein wenig fester in den Arm. "Das Ganze ist schon ziemlich lang her, ich weiß nicht genau wann es war. Aber gewisse Umstände führten dazu, dass ich für eine geraume Zeit...sagen wir...fest saß. Nun ja. Und irgendwann kam dann Astaroth. Fuchsteufelswild, nicht mehr wirklich bei Sinnen und bereit alles und jeden in Fetzen zu reißen. Wir waren beide an einem Ort, dort trafen wir aufeinander. Allerdings haben wir uns erst eine ganze Weile später wirklich zu Gesicht bekommen. Es waren eher unsere Auren, die sich begegnet sind und nach einiger Zeit traten wir dann telepatisch in Kontakt. Das erste, was er zu mir sagte war "Ein falsches Wort und du trittst deinem Schöpfer gegenüber." Das war schon was, muss ich sagen." Aeshma lachte leise und doch merkte man ihm an, dass da viel mehr war als das was er erzählte.
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BeitragThema: Re: Der Virus   20/05/16, 05:34 pm

Lavanda blickte zu ihm auf. "Ich verstehe absolut kein Wort... Du hast festgesessen, und er war auch Dort und er war wütend und hat dir gedroht dich umzubringen?" Sehr sehr vage, wie sie feststellte. aber vielleicht wollte Aeshma auch nicht alles erzählen. sein Seufzen, bevor er angefangen hatte, sprach Bände. er hatte versucht Worte zu wählen, die ihr nicht verrieten, wo und unter welchen Umständen sie sich kennenlernten. Dann dieses Aura-ding und telepatie...... Sie stieg beim besten Willen nicht durch. natürlich lernen sich zwei leute kennen, wenn sie sich am gleichen Ort befanden... wäre Astaroth nicht dort gewesen, hätten sie sich ja auch nicht kennengelernt... Lavanda schüttelte den Kopf. "Aeshma, du bist mir ein Rätsel! Wenns dir unangenehm ist, musst du es mir nicht sagen, das ist in Ordnung. Ich frag das nächste mal einfach Astaroth selbst. Ich spazier bei ihm rein und frag ihn: Heeee mein Guter! ...." Lavanda lachte auf. Astaroth würde sie zerstückeln, wenn sie soetwas täte. aber so hatte sie wenigstens die Stimmung etwas erhellt. Aber seltsam war es dennoch. Sie hatten nur die Auren wahrgenommen? Wie sollte das gehen? war es im Dunkeln? konnten sie sich gar nicht sehen? Warum?.... Egal. Aeshma würde es schon noch erzählen, wenn er bereit dafür war. "Willst du zu ihm? Nachsehen wie es ihm geht?", fragte sie leise.
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