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 In der Eiswüste

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Jeanne31
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BeitragThema: In der Eiswüste   26/07/17, 01:03 am



Der eisige Nordwind peitschte Hotahëllion Unmengen an Schnee und Hagelkörnern ins Gesicht. Es war kaum ein Vorankommen möglich bei diesen nebelartigen Sichtverhältnissen und dem starken Gegenwind. Bis zu den Knien steckte er in den Schneemassen des Passes, und es war noch ein langer Weg bis zu dem Dorf, welches weiter unten im Graustein-Gebirge lag, in einem kleinen abgeschiedenen Tal auf halber Höhe des Londángberges. Im Grunde war es schon beinah eine ganz kleine Stadt , mit Stadtmauer und Türmen. sie war zur Hälfte in die Felswände des Gebirges hinein gebaut worden. Der Ort hatte alles was eine Stadt auch besaß... nur war es eben fast so klein wie ein Dorf. Hotahëllion war vom Statthalter gerufen worden. Anscheinend handelte es sich um einen Notfall, sonst würde man ihn bei solch einem Wetter in Frieden lassen. Begeistert war er nicht darüber, aber was tat man nicht alles, wenn es einem etwas nützte? Wenn die Bewohner wüssten, was er für seine scheinbar so selbstlose Arbeit bekam, hätten sie ihn vermutlich schon vor vielen Jahren auf dem Scheiterhaufen verbrannt, ebenso wie alle anderern Dörfer und Kleinstädte unten im Tal, am Fuße der Gebirgskette. Langsam aber sicher konnte Hotahëllion die Umrisse der Ansiedlung durch das dichte Weiß hindurch erkennen. Es war also nicht so weit. Besser für alle, wenn das hier alles wirklich ein Notfall war!
Eine halbe Stunde später erreichte er das Tor, welches ihm sofort aufgetan wurde. Ja man kannte ihn gut. Er war ein gern gesehener Gast...noch.
Man empfing ihn bereis als er die Tore passierte und brachte ihn umgehend zum Haus des Statthalters. Er wurde zu den Gemächern seiner Tochter geführt. Schon beim Betreten des Raumes spürte er deutlich die Anwesenheit des Todes. er war hier. Hotahëllions Augen funkelten rot auf, was aber für keinen Menschen sichtbar war. In einer Ecke des Raumes war plötzlich ein dunkler Schatten zu sehen. "Türen zu!", erklingt seine ruhige, finstere Stimme. Sofort schlossen sich die beiden Türen hinter ihm und er war allein mit dem Mädchen und dem Tod. Langsam ging er an ihr Bett und schaute auf sie herab. Er öffnete ihre Augen mit zwei Fingern und blickte diese an. Es war eindeutig: Sie würde sterben. Aber das lag nicht an dieser Krankheit. Keine frage, sie hatte fieber, hustete stark... Wahrscheinlich war die Lunge erkrankt. Aber das was dem Mädchen am meisten zu schaffen machte war etwas ganz anderes. Er legte seine Hand oben auf ihren Brustkorb und begann sein Werk. Seine Hand wurde immer dunkler und dunkler, bis sie vollkommen schwarz wurde. das Mädchen begann zu schreien. Augenblicklich kamen Männer hinein. "Ich sagte: Türen ZU!" Eine Druckwelle sorgte dafür dass die Türen in Sekundenschnelle wieder verschlossen waren. von draußen versuchten die Männer herein zu gelangen, erfolglos. Währenddessen schrie das Mädchen weiter wie am Spieß und dann plötzlich war alles ruhig. Das schwarze parasitäre Irgendwas wanderte langsam seinen Arm hinauf, wie eine pechschwarze, haarige Vogelspinne, bis es unter seinem Ärmel verschwand. es arbeitete sich nach oben und tauschte im Ausschnitt seiner Robe wieder auf. Dort erlosch das schwarze Glühen mit einem zischenden Hauchen. Hotahëllions Augen glühten rot und ein knurren drang aus seiner Kehle. dann blickte er nach links zur gegenüberliegenden Wand. "Nicht heute!", drang es finster aus seiner Kehle und der schwarze Schatten verschwand nach kurzem Zögern. Langsam wandte er den Blick zu dem Mädchen. sie hatte dunkle ringe um die Augen bekommen, kein gutes Zeichen. Der Dämon hatte sich scheinbar zu lange an ihrer Krankheit gelabt, was bedeutete dass ihr Körper das wohl nicht dauerhaft überstehen würde.  Langsam setzte er sich auf die Bettkante und strich ihr übers Gesicht. Mild wie ein Engel erklingt seine Stimme nun an ihr Ohr: "Bist du müde, Kind?" Das Mädchen schlägt leicht die Augen auf und nickt. "Willst du in die Anderswelt gehen?" Das Mädchen sieht ihn an und zögert. "Willst du leben?" Nun nickt das Mädchen schwach. Hotahëllion nimmt seine rechte Hand und legt sie auf ihre Stirn. Kaum dass er sie berührte, war sie eingeschlafen. Er öffnete ihren Mund leicht und legte seine Lippen auf die ihren. dann hauchte er ihr seinen Atem ein, lange und intensiv, ihr Kinn dabei festhaltend. Als er sich von ihr löste, waren die Ringe unter ihren Augen verschwunden. Ein kleines, Siegerlächeln huscht für den Bruchteil einer Sekunde über seine Lippen. Kurz legte er die Hand erneut auf ihre Stirn. Das Fieber ging herunter, es hatte funktioniert. Beinah desinteressiert stand er auf und ging zur Tür, die er mit einer Bewegung seiner Hand wieder aufschloss. Sämtliche Männer, die verzweifelt gegen die Tür gedrückt hatten, purzelten auf den Boden. Hotahëllion Schob beide Arme in den jeweils anderen Ärmel seiner Robe und stieg durch den Berg an Ministern aus dem Zimmer. "Sagt dem Statthalter, sie wird überleben!", sagte er noch, ohne einen weiteren Blick auf die Anwesenden zu verschwenden. als er wieder nach draußen ging war der Sturm schlimmer geworden. auf aufstieg nach oben wäre heute Nacht nicht mehr möglich. so blieb ihm keine andere Wahl, als heute in dem kleinen Gasthaus zu übernachten. Bei dem Gedanken daran bekam er schlechte Laune. es war dort einfach nur unendlich primitiv. Und so war es auch an diesem Tag. als er dort ankam waren dort haufenweise Individuen, die sich aus reiner Freude den Alkohol Literweise in ihre Kehlen kippten. Erbärmliche Menschen, dachte er nur und trank seinen Tee weiter. Nicht dass er etwas gegen Alkohol im Allgemeinen hatte. Nein, auch er schätzte sogar einen guten Wein. aber das was diese Menschen taten war vollkommen sinnfrei in seinen Augen. er trank den Rest in einem Zug aus und machte sich auf den Weg nach oben. auf dem Weg in sein Zimmer jedoch, blieb er stehen. da war etwas was ihn irritierte.... ein Gefühl... ein seltsames Gefühl... irgendetwas war anders, stimmte nicht.... Nur was konnte das sein?
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