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 Chroniken eines Waldgeistes

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Jeanne31
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BeitragThema: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 02:29 pm

Ein Mann
*schlägt das Buch mit dem edlen, roten Einband auf und überfliegt die einzelnen Seiten, bevor er auf einer bestimmten innehält und die Buchstaben mit den Fingern nachzeichnet. Dort stand geschrieben:* (...) Und so sah ich sie, wie sie im satten Grün der nahen Aue badete und herniederblickte auf die Geschenke, welche die Natur ihr gaben. Eicheln, Wühlmäuse und Tiere des Waldes waren ihre Begleiter, die hohen Bäume ihr Heim und gleichzeitig Schutz. (...) Nur selten bekam man diese Wesen zu Gesicht, doch wenn, so wollten sie es, denn nur zu bestimmten Zeiten gaben sie ihr Antlitz preis. (...) Waldgeister, Bewahrer des Hains und Behüter der Natur nannte man sie. Und auch wenn sie von edlem Gemüt waren, so verstanden sie es auch, Menschen, welche gegen ihren Willen in die Natur eingriffen, eine Lektion zu erteilen, die sie nie vergessen würden. - Arafair, Chronist der Alten Zeit, aus den Chroniken von Gwerahia


Zuletzt von Jeanne31 am 18/09/16, 02:33 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jeanne31
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 02:30 pm

Waldgeist
*flüsternd trägt der Wind ein hauchen an sein Ohr, ein helles, leises Säuseln* "Im Schatten der uralten Bäume haust mein Volk weit fern der menschen Blicke. Ein Kichern oder Weinen meint Ihr zu vernehmen, und erklärt es mit dem Wind, der sich bricht, doch das Lachen ist das Unsere. Und nun ist die Zeit gekommen aus dem Dunkel der Wälder ins Licht zu treten, und mit der Sonne zu Euren Liedern zu tanzen, aufdass die Menschen sich unserer grünen Werke in der Natur gewahr werden. Nur so können wir unser Leben behüten und bewahren!" *mit einem Singsang verklingt die Stimme im Rauschen des Windes*


Zuletzt von Jeanne31 am 18/09/16, 02:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 02:32 pm

Ein Mann, der Chronist
wie von Geisterhand weht ein Luftzug über die Seiten des aufgeschlagenen Buches, lässt sanft die Seite sich nach oben wölben, um sie kurz danach wieder auf ihre angestammte Stelle gleiten zu lassen. Achtsam lauscht der Chronist, nimmt die wohlklingende, klare Stimme mit seinen Sinnen auf und dreht den Kopf. Auch wenn er nur einen schnellen Schatten zwischen den Bäumen sieht, so ist für ihn mehr Wahres an der Geschichte als er zunächst zu glauben bereit war. Schnell verstaut er das Buch in seinem Rucksack und bewegt sich langsam auf die Bäume in der näheren Umgebung zu. Vielleicht war es nur ein Reh, welches er sah, doch der Stimme wollte er versuchen nachzugehen, denn zu neugierig war er nun geworden. Doch was würde er finden, wenn überhaupt?
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 02:39 pm

Waldgeist
Ein leichtes Kichern huscht um die Bäume und verklingt im Rascheln der Blätter, als sie hinter einen der Bäume huschte und optisch mit dem Wald verschmolz als der Mann an den Rand des Waldes trat. Neugierig huschte ihr Blick um den Stamm herum und sie beobachtete den Mann kurz. er hatte ihre Botschaft also vernommen! auf der anderen seite entdeckte sie nun einen weiteren Waldgeist hinter einem baum. Das passte ihr gar nicht. "Pss!", machte sie und wollte den Geist mit einer Handbewegung verscheuchen, achtete dabei nun nicht mehr auf ihre eigene Deckung. Diese hingegen drehte sich nur kichernd hinter den Stamm.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 05:53 pm

Ein Mann, der Chronist
Sich mit einer Hand an einem der Bäume abstützend und die knorrige Rinde zwischen seinen Fingern spürend, lugt der Mann in den Wald hinein. Nur wenig der Sonne kann sich durch Geäst und Blätter durchsetzen, um ein wenig Licht durch die Wipfel der Baumkronen zu lassen. Sich langsam nach vorne beugend, strengt er seine Augen an, um durch das fahle Dämmern etwas sehen zu können. Gerade jetzt könnte er sich innerlich dafür verfluchen ein Mensch zu sein und keines der Wesen, die auch bei Dämmerung sehen können.

Doch ist er unvorsichtig, denn seine Bewegung lässt ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Hastig versucht er den Stamm des Baumes erneut zu greifen, Sekunden danach ist er sich allerdings gewiss, dass seine kläglichen Versuche gescheitert sind. Mit einem dumpfen Aufkommen seines Rucksacks fällt er auf den feuchten Waldboden und nur die umherliegenden Blätter haben seinen Sturz abgebremst.

Brummend klopft er sich ein paar Würmer und Käfer von der Robe und versucht sich zu orientieren. Der Schatten, den er eben noch gesehen hat, er huscht wieder durch den Wald, doch diesmal klarer als noch beim ersten Mal. Schnell rafft er sich auf und versucht die Stelle zu erreichen, ohne zu bemerken, dass sich das Amulett, welches er bis eben noch getragen am Hals getragen hat, nun um eine kleinere Wurzel gewickelt hat.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   18/09/16, 07:00 pm

Der Waldgeist huschte schnell weg und hinter einen anderen Baum, auch der kleine Waldgeistjüngling hatte sich nicht wechscheuchen lassen. Sie lugte hervor und war kurz davor, hinzustürmen zu dem Mann, hielt sich aber zurück. Dafür rannte der Jüngling einen baum weiter.  Sie maßregelte ihn mit strengem, fast herablassenden Blick und er neigt eingeschüchtert seinen Kopf. Sie hingegen tritt langsam hinter dem Baum hervor, weit hinter dem Mann. Etwas glitzerndes hatte sich am Boden verheddert, was ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Schnell und still schlich sie zu der Stelle an dem das kostbare Stück lag. Währenddessen hielt der Mann auf die Stelle zu, an dem sich der Jüngling versteckt hielt. Sie schaute zu ihm rüber. Er durfte den Jüngling nicht entdecken, unter keinen Umständen durfte er das! Flink entwirrt sie das Amulett, und beinah lautlos verschwindet sie mit dem Amulett wieder hinter dem nächsten Baum. Ja, beinah, denn ein leises Rascheln und kleine Spuren verrieten sie und die Richtung in die sie gehuscht war.  "Ihr habt etwas verloren!" flüsterte sie ablenkend in den Wind, der dann um die Ohren des Mannes wehte. Es war nichts weiter als ein gehauchter Satz, aber er war beinah verlockend. "Darf ich es behalten?" Sie betrachtete das Amulett genau. Sowas hatte sie in ihrem leben noch nie gesehen. Ohne dass viel Licht darauf schien, schien es zu funkeln und schimmern. Es war wunderschön!
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   19/09/16, 08:21 pm

Beinahe schon wäre der Mann bestrebt gewesen hinter den Baum zu blicken, hinter dem sich der junge Waldgeist versteckt hielt. Doch wieder hörte er die Stimme, wie sie sanft an seine Ohren drang und ihn von seiner geplanten Tat abbrachte. Flugs drehte er den Kopf in die Richtung, aus der er die Worte vernahm, nur um sich Sekunden später an den Hals zu fassen. Angestrengt, ja fast schon panisch suchte er, durchwühlte Rucksack und Laub, doch vergebens. Bei dem Sturz hatte er es verloren. Schnell legte er ein paar Schritte zurück, ungefähr zu der Stelle, an dem sich die Wurzel um seinen Fuss geflochten hatte, aber wieder wurde er enttäuscht.

Die Worte...in seinen Gedanken sprach er sie immer wieder bis ihm gewahr wurde, was sie bedeuteten. Die Gestalt, dieser Schatten in den Bäumen hatte das Kleinod gefunden, würde er die Person finden, so würde er auch das Amulett wiedersehen. Doch die Dämmerung verdunkelte den Horizont weiter und weiter, so dass er alsbald nur noch die Umrisse der Bäume erkennen konnte. Stimmen wurden laut, Geräusche, die ihn verstummen und ängstlich um sich blicken ließen. Er war schon öfters in freier Natur unterwegs, doch keineswegs bei Nacht in einem dichten Hain aus Blättern und Ästen.

"Silay´ra ferýenía", flüsterte er leise, fast schon zu sich selbst, während er mit beiden Händen eine Kugel formte. "Schenkt meinen Augen Licht!" Auch wenn die Worte bestimmt waren, so hatten sie keinerlei harten Ton, sie muteten eher weich und gefasst und irgendwie...kalt an. Seine Hände öffnend, formte sich ein kleiner Kegel aus weißlichem Licht in einer Handfläche, nicht groß und auch nicht grell leuchtend, aber dennoch so stark, dass er ein wenig durch das fahle Dämmerlicht hindurch blicken konnte und auf das leicht zur Seite gebogene Gras, welches sich in einer Linie bis zu einigen Bäumen hinzog. Seinen Blick hebend, schritt er in die Richtung.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   19/09/16, 10:11 pm

Sie zuckte zurück als er plötzlich Licht aus dem Nichts schuf. Ihre Augen weiteten sich vor ersteunen und neugier, aber sie ging in die knie, um in Deckung zu gehen, wusste sie doch nicht was er vorhatte. Als sich der Kegel formte, zuckte sie zurück. Der Mann würde geradenoch die Federn ihres Kopfschmuckes sehen können, der hinter den Bäumen verschwand. Ihr Herz raste vor Anspannung und Furcht und auch ihr Atem ging schneller. Die Luft um sie beide herum spannte sich an. Ihre schier ängstlichen Atemzüge waren nun, da er sich näherte leise hörbar. Die umklammerte das Amulett und drückte sich fest gegen den Stamm des dicken alten Baumes mit seinen langen Wurzeln. "K... Kommt nicht näher!", schallte eine liebliche, wenngleich auch unsichere Stimme an sein Ohr. Dieses Mal kein Windhauch, kein Flüstern, ihre pure Stimme, die wie die Melodie einer alten Weise klang, entsprang irgendwo hinter dem Stamm. Ihr Herz pochte stark. Noch nie war sie einem menschlichen Wesen so nah wie jetzt und dann auch noch einer, der Magie aus sich entspireßen ließ.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   20/09/16, 07:45 pm



Als wenn er ihre Stimme als Befehl wahrnahm, blieb er stehen und schaute in die Richtung, aus der er sie hörte. "Leýon al´far´nya", sprach er leise und gefasst und das Licht, welches sich bis zu diesem Augenblick noch in seiner Hand befand, flackerte und tanzte mit dem Wind, bis es fahler wurde und letztlich verlöschte.

"Wer immer Ihr seid", rief er mit fester, rauer Stimme, die keinesfalls einem jungen Bursche gehörte, sondern einem Mann, der schon viele Winter zählte, "ich hatte nicht vor Euch zu ängstigen. Seht, das Licht ist weg, Ihr braucht euch weder vor ihm noch vor mir fürchten, ich bin kein Dieb oder Räuber, der versucht Euer Hab und Gut zu stehlen." Mit einer flinken Handbewegung öffnete er die Spange an seinem braunen, durch die Witterung arg mitgenommenen Umhang, woraufhin dieser an seinen Schultern herunter auf den Waldboden fiel. Dann breitete er die Arme aus.

"Seht, ich trage keinerlei Waffe, die Euch in irgendeiner Weise schaden zufügen könnte. Außerdem bin ich nur ein armer Wanderer ohne Heim, wie sollte ich mir denn auch ein Schwert leisten können?"

Langsam, aber sehr auf seine Bewegungen bedacht, machte er einen Schritt nach vorne, doch blieb dann sofort wieder stehen. Aus einem kleinen, ledernen Beutel, der an seinem Gürtel befestigt war, holte er einen kleinen Laib Brot heraus und hielt ihn dem Baum vor ihm entgegen. "Hier, nehmt, so Ihr denn hungrig seid, ich habe noch mehr in meinem Rucksack." Abwartend stand er nun da, versuchend keinerlei hastige Bewegungen mehr auszuführen.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   20/09/16, 09:48 pm



Ihr Herz schlug schnell vor Aufregung. "Ich habe keine Angst!", sagte ihre helle Stimme, was aber deutlich nicht so war. Sie atmete tief durch, während ihr Blut in den Adern pulsierte. Dann, ganz langsam trat sie einen Schritt um den Baumstamm herum. Ihr Fuß, ihr gesenkter Kopf und ein Teil ihres Kopfschmuckes lugte in der Dunkelheit der einbrechenden Nacht hervor "Slinareth!", hauchte sie, und der Wind schien in jedem Winkel des Waldes aufzuwehen. Es war keine raue Brise, sondern flog wie ein Vogel umher. Kurze Zeit später tauchten kleine Glühwürmchen auf... und noch welche... noch welche. Langsam trat sie ganz hinter dem Baum hervor. Sofort sammelten sich die leuchtenden Punkte um sie herum und erhellten ihre gesamte Gestalt nach und nach mehr. Behutsam und bedacht schritt sie auf den Mann zu. Der Waldgeist war eine recht kleine Gestalt im Vergleich zu ihm und sehr zierlich. Sie hatte gewisse Scheu in ihrer Haltung und eine enorme Wachsamkeit in den Augen, aber auch schiere, unstillbare Neugier. Mit ihren großen, grünen Augen, die in dieser Lichtarmen Situation beinah katzenartig funkelten, sah sie ihn forschend an, betrachtete seine Augen, sein Haar, seinen Bart, sogar seine Hände, doch an seinen Augen blieb sie schließlich hängen. Sie streckte ihre Hand aus, streckte den Arm so weit sie konnte nach vorne und hielt ihm das Amulett an der Kette gehalten hin, wortlos, wachsam, bereit zu fliehen, wenn sie müsste.
Abwartend und in dieser Haltung verharrend sieht sie ihn an. "Wie ist Euer Name?", fragte sie mit ihrer honigsüßen Stimme. Noch bevor er hätte antworten können, raschelte das Laub hinter ihm. Der Jüngling hatte die Gelegenheit ergrifffen, sich ganz schnell aus dem Staub zu machen. Huch und er war weg. Mehr hatte sie nicht gewollt. Wenn sie selbst sich einem Menschen zeigte, war das eine sache, aber kein anderer hätte sich einfach so erwischen lassen dürfen. sie schluckte kurz. Hoffentlich hatte er den Jüngling nicht gesehen. "Hier!", sagte sie und erinnerte ihn wieder an das Amulett, welches sie ihm noch immer entgegen hielt.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   21/09/16, 08:45 pm

Etwas vor den näherkommenden Glühwürmchen zurückweichend, hielt er den Blick dennoch nach vorne gerichtet. Überraschung machte sich in seinen geweiteten Augen breit, als er den Waldgeist schlussendlich wahrnahm. Sie war etwas kleiner und sah etwas anders aus als es in seinen Büchern beschrieben war, ein Indiz dafür, was er schon lange vermutet hatte. Arafair hatte selbst noch nie so ein Wesen gesehen, sondern seine Zeilen aus Erzählungen und Legenden übernommen. Doch wurde er fast im selben Augenblick abgelenkt, denn ein Rascheln hinter der Gestalt erweckte kurzzeitig seine Aufmerksamkeit, bis er das Amulett entdeckte, dass sie ihm entgegenhielt.

Ihm blieb keineswegs verborgen, wie sie ihn musterte, forschte, um etwas an ihm zu entdecken, was sie nicht kannte. "Meinen Namen wollt Ihr erfahren", sprach er schließlich, gefasst, aber mit respektvollem und höflichem Unterton. Mit einer leichten Verbeugung fuhr er fort. "Ich werde Anfarion genannt, Anfarion von Alanna." Für einen einfachen Wanderer, wie er sich zunächst gab, könnte sie bemerkt haben, dass sein Ausdruck doch gehobeneren Standes sein musste oder zumindest einer gewissen Bildung unterlag.

"Ihr...seid eine Hüterin dieses Waldes, habe ich recht? Der Wind gehorcht Eurer Stimme und die Natur umspielt Euch als würde sie versuchen Euch zu schützen." Erst dann bemerkte er, dass er immer noch den Laib Brot in Händen hielt und verstaute ihn einstweilen wieder in seinem Beutel, bis ihm lächelnd das Amulett gewahr wurde. "Oh, Ihr habt es gefunden. Es ist ein altes Schmuckstück, welches mir einst gegeben wurde." Langsam näherte er sich ihr, hielt das Kleinod in seiner geöffneten Hand und begutachtete den tropfenförmig eingelassenen Rubin in der silbernen Fassung, welche von zwei nach außen blickenden Drachenköpfen geziert wurde. Seufzend ließ er das Amulett wieder los und blickte sie erneut an. "Ihr könnt es behalten, es besitzt keinen Wert für mich."

Sollte er gelogen haben, so verstand er es seine Emotionen sehr gut zu überspielen und auch in seinen sonstigen Worten schwang eine Art Kälte mit, die ihn völlig gefühlsarm anmuten ließen. Nur am Anfang, als er sie sah, blitzte so ein wenig auf, dass er es nicht immer vermochte, seine gegenwärtige Stimmung zu verschleiern.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   21/09/16, 10:41 pm

Sie sah ihn weiterhin an, hörte ihm aufmerksam zu und hauchte wiederholend seinen Namen: "Anfarion.." Ein leichter Wind wehte mit seinem Namen vondannen. Es klang als wärte sein Name eine Zauberformel gewesen, die der Wald nun weiter trug. Die Augen des Waldgeistes verengten sich leicht. Sie wusste nicht warum, aber irgendwie passte sein schlichtes, fast unscheinbares Aussehen und auftreten nicht zu der Art wie er sprach. Spielte er eine Scharade? war er nicht so harmlos wie er dachte? Aber was konnte er ihr schon anhaben? Hier im Wald hatte einzig und allein sie die Macht. "Hüterin?" Langsam und bedacht sprach sie und trat noch einen Schritt auf ihn zu, sodass nur noch eine halbe Armlänge zwischen ihnen war. Sie sah ihm in die Augen, und auch ihre konnte Anfarion jetzt noch besser sehen. "Mein Name ist Fhiriahjin'ithi, Maan'dahutraka... in Eurer Sprache: Singender Waldwind, Tochter des Hutraka.... Aber Fur Euch ist das zu schwer!" sie schmunzelte nun, wohlwissend, das die sprache der Waldgeister Menschen nur sehr schwer über die Zunge ging. "Firiah!", hauchte sie ihm zu, mit einem edel und weich gerollten R. "Das ist leichter für Euch, nicht?", hakte sie weiter schmunzelnd nach. Ein Funkeln schien in ihren Augen aufzuleuchten. Dann verstaute er das Brot wieder und kam auf das Amulett zu sprechen. "Ich darf... es behalten?", erklang ihre erhellte Stimme freudig. sie nahm es wieder an sich und presste es mit beiden Händen an ihre Brust, wie ein Kind seine Puppe. "Ich danke Euch!" Den Kopf dankbar senkend fiel ihr Blick auf den Rubin, dessen Form sie mit ihren kleinen, zwarten Fingern nachfuhr. "Es ist wunderschön!" Sie nahm es an der Kette und hielt es sich an den Hals um zu sehen, wie es wohl an ihr aussah. Einfach umnehmen konnte Firiah es durch den verästelten und ausschweifenden Kopfschmuck, der Ihr Haupt wie eine edle Kroneim Waldgeiststil zierte, nicht, aber das würde sie später nachholen. in der Ferne heulte eine Eule. Firiah blickte sofort auf und blickte in die Richtung aus der der Ruf kam. "Ihr könnt hier nicht bleiben!", hauchte sie nun wieder windgleich. "Folgt mir!", sagte sie und ergriff nun seine Hand. In dem Moment, indem er ihre Hand spüren würde, würde er feststellen, dass diese trotz der kühlen Nachtluft angenehm warm war. Außerdem war sie weich und geschmeidig wie die Hand eines Menschenkindes. und noch etwas war besonders. Firiah war sich dessen nicht bewusst, aber da Anfarion ja irgendwie der Magie mächtig war, würde ermöglicher Weise eine Energie spüren können, die in ihrer Hand zu kribbeln schien. Sie hielt also seine Hand fest, und da der Eulenruf von rechts kam, ging sie schräg links an Anfarion vorbei und wollte ihn mit sich ziehen. "Vertraut mir, kommt!", sagte sie, sich nocheinmal zu ihm umdrehend.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   22/09/16, 08:27 pm

Mehrere Male versuchte er ihren Namen vollends über die Lippen zu bekommen, doch schüttelte er schließlich leicht seufzend den Kopf. Daher war ihm "Firiah" weitaus angenehmen, denn das konnte er zumindest aussprechen.

"Firiah, ein schöner Name. Ich habe bereits viele Sprachen gehört, aber noch keine wie diese. Sie erscheint mir schwer zu erlernen zu sein, aber dafür umso wohlklingender als andere, so man sie beherrscht."

Leicht schmunzelnd musterte er Firiah, wie sie sich das Amulett an den Hals hielt. Für ihn sah das Schmuckstück an einer Frau besser aus als an ihm. Kurzzeitig hatte er den Gedanken noch ein Wort über das Kleinod zu verlieren, doch verwarf er ihn sofort wieder. Die Zeit würde noch kommen, dass sie herausfinden würde, was die eigentliche Bedeutung des Amulettes ist. Dennoch war ihm nicht besonders wohl dabei, einmal machte es sogar den Anschein als könnte er ihrem Blick nicht standhalten und schaute zur Seite. Blitzschnell suchte er ihre Augen allerdings wieder, versuchend ihr keinen Grund für Nachfragen zu geben. Ob sie es bemerkt hatte, würde er wahrscheinlich früh genug noch erfahren.

Die Eule hatte er gar nicht gehört und erst als er ihre Hand an der seinen spürte, schaute er sich angestrengt um. Irgendwas ist geschehen, was sie veranlasste diesen Schritt zu tun. Anfangs wehrte er sich, ließ sich nicht durch ihren Griff mitziehen, doch je fordernder sie wurde, desto mehr keimte in ihm der Gedanke, dass es vielleicht doch besser wäre ihr zu folgen. Sie fühlte sich wärmend an trotz der Kühle in dem Wald und er spürte eine eigenartige Geborgenheit, die keinerlei Gefahr erkennen ließ, die von Firiah ausgehen könnte. Das einzige, was er sonderbar fand, war das leichte Kribbeln, das er spürte als sie ihn hielt.

"Was ist geschehen? Wohin bringt Ihr mich, Firiah?" Er erwartete keine Antwort und folgte ihr, sich immer mal in die andere Richtung umdrehend. Sollte Gefahr drohen, so hätte er wohl keine andere Wahl als einen Teil seiner Macht preiszugeben, aber solange dies nicht nötig war, würde er es gerne bei der jetzigen Situation belassen.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   22/09/16, 08:55 pm

Firiah zog Anfarion weiter mit sich, hielt nach seiner Frage seine Hand sogar noch fester. "Etwas weiter in den Wald, wo er nicht hinkommt. Ihr wollt ihm nicht begegnen. Er hasst Menschen!", sagte sie nur kurz angebunden. Der Wald wurde dichter und war schließlich voller Büsche und Sträucher. "Noch ein kleines Stück!", sagte sie zu ihm. "Und keine Furcht!", fügte sie mit zuversichtlicher, warmer Stimme hinzu. Sie streckte die Hand aus und bewegte ihre Finger, als wäre ein Piano in der Luft oder als habe sie die Fäden einer Marionette an den Fingern. Die verästelungen und Ranken lichteten sich ein klein wenig und bildeten einen schmalen durchgang, durch den es nun leichter war, hinduch zu kommen. Firiah wurde langsamer. Mit bedachten Schritten trat sie nun aus dem Dickicht heraus auf die Lichtung. Sie ließ Anfarions Hand los und trat an die kleine Wasserstelle. So groß wie ein normaler Teich war sie, aber kristallklares Wasser befand sich in dem mit Steinen und Felsen umsäumten Gewässer. Das Mondlicht spiegelte sich in der spiegelglatten Oberfläche. Firiah setzte sich auf einen der großen Steine am Wasserrand. kurz blickte sie ins Wasser, dann aber zu Anfarion. "Tukorno'ok Jaharghe'e.... Eulenschwinge.... Wenn er Euch gesehen hätte..." Sie brachte den Satz nicht zu Ende, mit Absicht. "Ihr solltet ihm unbedingt aus dem Weg gehen! Nicht jeder Waldgeist ist so wie ich!" ganz leicht lächelte sie zu ihm auf.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   24/09/16, 10:32 am

Wortlos folgte Anfarion ihr. Zwar hätte er gerne gewusst, wer oder was sie dort verfolgt, doch wenn dieser wirklich so war, wie sie ihn beschrieb, so hätte dies in einer Konfrontation geendet, die er um jeden Preis zu verhindern versuchte.

Äste und Ranken flogen an ihm vorbei, doch so eng der Durchgang auch war, den ihm Firiah bahnte, kein Busch oder Strauch fing ihn ein oder versuchte ihn am Weiterkommen zu hindern. Beinahe wäre er ins Stolpern geraten, als sie ihre Schritte verlangsamte, um schließlich an einem Teich auf einer der Lichtungen anzuhalten.

Aus Alanna kannte er bereits mit Bäumen gesäumte Alleen und parkähnliche Wiesenflächen, aber solch ein kristallklares Wasser im Mondlicht hatte er bisher noch nicht gesehen. Allerdings hatte er kaum Zeit sich die Lichtung genauer zu betrachten, denn Firiahs Worte zerrissen seine Gedanken.

"Eulenschwinge? Was wäre geschehen, hätte er mich gesehen?" Er stellte die Frage mit Absicht, denn irgendetwas schien sie an diesem Namen zu beunruhigen und er wollte wissen, was. Auch wenn er glaubte, dass sie es ihm wahrscheinlich nicht sagen würde, um ihn nicht zu ängstigen. Eine gewisse Art von Magie musste in den Hütern des Waldes vorherrschen, das hatte er mit den Worten im Wind schon herausgefunden, aber ob andere noch andere Magie beherrschten oder wie stark diese war, wusste er nicht.

Ohne es selbst zu bemerken, verlor er sich ein wenig in seinen Gedanken und schaute mit leerem Blick auf das Wasser.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   24/09/16, 11:18 am

"Er hätte Euch nicht mehr gehen lassen! Ich habe keine Macht über ihn, er ist mir gleichgestellt. Er hätte entweder versucht, Euch zu töten oder hätte auf eine offene Hinrichtung bestanden!", antwortete sie ihm nach einigen Momenten des Zögerns. "Es gibt keinen von uns, der die Menschen so sehr hasst wie er!", fügte sie hinzu und blickte nun zu ihm auf. "Wir müssen ihn nicht absichtlich provozieren, meint Ihr nicht?" Ihr war nicht bewusst, dass sich ihre Trüben Gedanken in ihren Augen widerspiegelte. Jaharghe'e war alles andere als ein Freund von ihr. Er verstand sie nicht, sie verstand ihn nicht. Schlimm genug, dass sie mit ihm ohnehin zwangsweise zu tun hatte, sie musste ihm nicht auchnoch so oft Privat begegnen. Obendrein hätte er seine Eulen gerufen, um Anfarion die Augen auszuhacken, damit er nie wieder aus diesem Wald findet. Das wollte sie verhindern. Anfarion war der erste Mensch, mit dem sie die Möglichkeit hatte zu sprechen, und ganz nach dem Vorbild ihres Vaters zu handeln, der sich eine friedliche Koxistenz mit den Menschen erhofft. Sie lächelte nun wieder an und tippte mit ihrer Hand, neben sich auf den Stein.
"Ich habe noch nie einen Menschen von so nahem sehen können", gestand sie. "Mögt Ihr mir ein wenig von Euch erzählen? Wie ist es dort wo Ihr herkommt?"
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   24/09/16, 06:34 pm

Durch ihre Worte aus seinem tranceähnlichen Zustand gerissen, schaute er sie fragend an. "Also können Waldgeister auch böser Natur sein? Oder ist er einfach nur darauf bedacht, dass nicht ein jeder Eindringling in den Wald gelangt?" Anfarion hielt inne, als er sah, dass sie die Beinahebegegnung mit Eulenschwinge beschäftigte und wehmütig werden ließ.

Eine Braue hochziehend, ließ er sich in das feuchte Gras der Lichtung sinken. "Von mir etwas erzählen? Nun, da gibt es so einiges, vieles auch, dass Ihr vielleicht nicht so verstehen werdet, da Ihr die Welt der Menschen nicht kennt. Aber ein paar Dinge werde ich Euch verraten, über mich und über den Ort, aus dem ich stamme.

Ich komme aus Alanna, keine große Stadt und bei den Menschen eigentlich nur bekannt durch den hohen Turm, der in der Mitte des Stadtplatzes steht. Viele der Unsrigen meiden diesen Ort oder sprechen schlecht von ihm, denn sie wissen nicht, was er bedeutet. Bauern, Soldaten und Tagelöhner, all diese werden niemals verstehen, was es heißt aus Alanna zu stammen."

Er schob etwas den Ärmel seiner Tunika nach oben und gab den Blick auf ein Bildnis auf seinem Arm frei, eine Flamme, geziert von zwei gekreuzten Säbeln. "Alanna ist die Heimstatt der Bruderschaft, einer Gemeinschaft von Menschen, die eine seltene Begabung besitzen. Ihr habt bereits gesehen, dass ich der Magie mächtig bin und Alanna ist für die Ausbildung dieser Personen zuständig. Ich zeige dir einmal was."

Lächelnd bewegte er seine Handfläche über das Wasser des Teiches. "Sinyala, lei´rion ferdo´war nyani." Die Worte klangen weich und sein Tonfall war seicht wie das leichte Plätschern eines Gebirgsbaches. Das Wasser verwirbelte, wurde milchiger, bis sich ein Himmel darin bildete mit einer Sonne und einem alabasterfarbenen Turm, der weit in die Höhe ragte.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   24/09/16, 09:20 pm

Firiah atmete tief durch. "Nicht böse in diesem Sinne, nur gnadenlos wenn es um den Schutz des Waldes und ihre Bewohner gilt", sagte sie. "Aber er ist mir unheimlich!", fügte sie leise hinzu. "Er hat etwas dunkles an sich, was mir nicht gefällt. Ich habe aber leider mehr mit ihm zu tun als mir lieb wäre." Ihre Mine erhellte sich sofort als er begann zu erzählen. "Ein Turm? wie der von Rapunzel? Ich hörte einige Frauen ihren kindern davon zu erzählen während sie durch den Wald gingen." sie lächelte ihn an und hörte weiter gespannt zu. Alles was er sagte sog sie förmlich auf. Man merkte, wie interessiert sie an der Welt der Menschen war. Was Bauern waren wusste sie.... Soldaten hatte sie auch schon zu oft gesehen, nur den Begriff tagelöhner musste sie ableiten. aber die war nicht dumm und zog die Richtigen Schlussfolgerungen. Als er seine Zeichnung zeigte, beugte er sich neugierig nach vorne, einen sehr Überraschten Ausdruck im gesicht. "Ist das ein Zeichen Eures Standes?", wollte sie wissbegierig erfahren. Dann horchte sie weiter. Der Begriff Bruderschaft war ihr gänzlich fremd. Aber er erhklärte es zum Glück sehr verständlich. Es waren also keine Richtigen Brüder sondern Brüder Im geiste, Verbungen durch eine besondere Begabung, einer Magie. "Alanna ist also ein Ort der Unterweisung und Lehre von Magie", stellte sie leist flüstern fesst. Die sprache die er danach sprach klang so vollkommen anders als ihre aber so weich und sanft, beinah himmlisch. Sie blickte auf das Wasser, alos es plötzlich milchig wurde und ein bild auftauchte, erschreckte sie sich förmlich und fiel vom Stein. Neugierig jedoch rapperlte sie sich sofort wieder auf und blickte wie ein scheuer, doch gespannter Hund über den Rand der Felsen ins Wasser. "Das ist der Turm? Ohhhh ist der schön! Der ist ganz aus Steinen! Wie hoch der ist! Höher als ein Baum!" sie lächelte freudig und blickte alles genau an. "Wie der leuchtet! Er ist schneeweiß!" Natürlich reflektierte der Alabasterturm das Sonnenlicht extrem wider, was ihn förmlich zum Leuchten brachte. "Wie wunderschön! Dort kommt Ihr her...." sie blickte ihn an, völlig aufgeregt und gefesselt dann streifte sie ihre Ranken am arm zur Seite und Zeigte nun ihrerseits ein Bildnis auf der Haut. es war schwer zu sagen ob es nur ein Bild oder nicht vielleicht auch ein Schriftzug ist. "Ma'aktan", hauchte sie. Das Bildnis Zeigte grüne Ranken, die sich nach oben hin zu einer Art kelchförmigem Gebilde. Ein Mensch würde es am ehesten mit einem auf den Kopf gestellten Pavillon aus Ranken vergleichen. nach unten hin bildetetn die Ranken etwas was nach einer schrift aussah. Mit ihrem Zeigefinger zeigte sie darauf und wiederholte:  "Ma'aktan.... das ist mein.... Rang... meine ...Aufgabe!" sie lächelte leicht. sie hatte jedoch nicht viel was sie zeigen konnte von Ihrem Posten, den sie inne hatte. Es war nur gerecht, dass sie ihm nun auch etwas erzählte, aber sie schaute wiueder auf den Turm und war vollkommen fasziniert. sie betrachtete ihn so genau, als müsse sie sich jedes Detai einprägen.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   25/09/16, 01:35 pm

Mit einem Finger verwirbelte er seufzend das Wasser, so dass die Bilder verschwammen und schlußendlich wieder der glatten Oberfläche des Teiches Platz machten. "Glaubt mir, so schön der Turm von außen auch aussieht, Ihr wollt nicht in ihm sein. Die Ausbildung", fuhr er mit einem spöttischen Unterton fort, "ist diesen Turm wieder zu verlassen, sobald man hineingelangt ist. Wer es nicht schafft, ist seiner Begabung nicht würdig und bleibt auf ewig dort gefangen, wenn nicht gar Schlimmeres mit einem geschieht."

Er winkte ab. "Es tut mir leid, ich wollte Euch keine Angst vor diesem Ort machen, nur solltet Ihr wissen, dass es unter den Menschen vieles gibt, was noch gnadenloser ist als jemand, der nur versucht sein Heim vor Eindringlingen zu schützen." Wieder fuhr er mit der Hand über seinen Arm und blickte dann auf ihren entblößte Haut und auf den eigenartigen Schriftzug. "Wie ich sehe, besitzt Euer Volk ebenfalls eine Art Merkmal, um den Stand einer Person festzulegen. Interessant, ich hatte zunächst nur die Vermutung, dass es bei den Menschen so ist. Und vielleicht bei den Zwergen, aber die sind eh merkwürdig. Viel zu stur und eigensinnig, wenig auf die Probleme anderer Völker bedacht."

Wieder zeichnete er mit seinem Finger Linien in den Teich, murmelte Worte, die so leise waren, dass Firiah sie nicht verstehen konnte. Das kristallklare Wasser verschwand, machte einem grauen, wabernden Nebel Platz, der alles Licht zu verschlingen drohte. Dunkel wurde es unter der Oberfläche und ein stählender Ton bemächtigte sich der beiden. Dumpf, wie das Hämmern von Stahl auf einem Amboss in den unterirdischen Essen der Zwerge, mutete er an, wurde lauter, um urplötzlich zu verstummen. Qualm manifestierte sich in dem Nebel, zunächst grau, doch immer mehr zu einem rötlichen Schimmer werdend. Vertrocknete Äste fielen von einem Baum, loderten in den feurigen Wolken auf und verschwanden darin.

Seufzend schüttelte Anfarion den Kopf. "Entschuldigt bitte, dies war nicht in meinem Sinne Euch das zu zeigen, doch teilweise werden mir Visionen gewahr, die ich nicht zu steuern vermag. Gibt es hier einen Ort, der vor Eulenschwinge sicher ist und an dem ich mich über Nacht ein wenig ausruhen könnte? Der Weg war weit und meine Augen werden träge." Er wusste nicht, ob sie es bemerkte, doch es war ihm deutlich anzumerken, dass er ein Bild gezeichnet hatte, welches ihm ein ungutes Gefühl gab. Ein leichtes Zittern zierte seine Hände, ob dies von der Kühle der Nacht war oder von dem Bild, vermochte nicht genau zu deuten zu sein, dennoch war es sehr wahrscheinlich, woher es kam.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   03/10/16, 11:42 am

Firiah hörte aufmerksam zu. Was er sagte war Angst einflößend und ihre Mine verdunkelte sich. "Ihr musstet von dort fliehen?", hauchte sie und schwieg dann. als er wieder auf die symbole zur Sprache kam, lächelte sie ganz leicht. "Nicht Stand..... Aufgabe... eine Stellung... mein Platz in der Gemeinschaft. Ein Standeszeichen ist auf der Schulter" Sie fasste sich mit der Rechten hand an die linke schulter, zeigte ihm das Zeichen jedoch nicht.  "Das hier zeigt meine Pflichten. Ich habe die Aufgabe zu fühhren... die seelen ins Leben, Das Leben in die Einheit, die Einheiten in die Nachwelt" Sie wusste nicht wie sie es besser sagewn sollte. Sie war nicht so vertraut mit der menschlichen Sprache, dass sie ihm sagen konnte, dass sie Rituale ausführte, sie kannte auch nicht den begriff des Zeremonienmeisters. Aber Anfarion war sicher schlau genug, das selbst zu interpretieren. Sie half also Leben auf die welt, führte sie bis hin in die Einheit, sprich etwas was Anfarion wohl als Ehe bezeichnen würde, und führte die Paare und Ehen dann schließlich in die Nachwelt, also die Seele in das Reich der Toten, für die Waldgeister natürlich.

Wieder veränderte sich das Bild im Wasser und dieses Mal war es wirklich beängstigend. solch laute geräuche wie das klingen von Metall und dergleichen war sie nicht gewohnt. und da waldgeister ein sehr feines und empfindsames Gehör hatten, hielt sice sich die ohnen vor schmerzen zu. Die Bilder verstörten sie und sie stand auf und ging. Zum Glück war endlich dieses laute geräusch fort.

"Ich brachte Euch schon her. Er darf hier nicht her! Eulenschwinge ist Herr ...." Sie stockte. wie sollte sie ihm das sagen? wie waren die menschlichen worte dafür. sie wusste eben nur was er nicht war... er war nicht sie. "Dies ist ein Ort der geister. Ich hüte die Welt der Geister.... Hier darf niemand her der.... der nicht .....so ist wie wir!" Sie blichte ihn an. Sie wusste, dass Anfarion hierher zutritt gewährt bekommt, da auch er ein mann ist, der Energien und Magie nutzte und kein Mnesch des krieges in diesem Sinne war. "Aber bleiben könnt ihr hier nicht... Ihr braucht ein Nachtlager...." Sie ging langsam zu den Felsen und Verschwand in einer Spalte, die man so niemals hätte sehen oder erahnen können. nur aus einem einzigen bestimmten Winkel konnte man sie sehen. Sie steckte ihren Kopf wieder heraus. "Folgt mir!" Sie ging durch den schmalen Spalt, durch den Man nur Seitlich hindurchkam. es schien Minuten zu dauern, bis sie durch die Felswände hindurch waren. Am anderen Ende angekommen, standen Einige Dicke Bäume unnatürlich nebeneinander, als bildeten sie eine Art mauer. Eine Treppe zog sich im Zickzack diese Baumwand hinauf. "Seid leise!", sagte sie. "Niemand darf Euch hier sehen!" Sie führte ihn hinauf in die Bäume... ((fortsetzung folgt dann nach deinem Post!^^))
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   09/10/16, 02:42 pm

Nickend schien er zu verstehen, was sie ihm über das Zeichen auf ihrem Arm zu erklären versuchte, auch wenn er nichts darauf erwiderte. Doch als sie erneut von dieser Eulenschwinge anfing, horchte er auf, denn es interessierte ihn sehr, was sie über ihn verlauten ließ.

"Ich weiß, dass ich hier nicht bleiben darf und sollte, es ist wahrscheinlich nicht nur gefährlich für mich, sondern auch birgt auch Risiken für Euch. Ich kenne weder eure Gesetze noch sonstige Verlautbarungen, dennoch bezweifele ich keineswegs, dass auch ihr solche Dinge kennt und sie anzuwenden wisst, auch wenn diese anders aussehen als die der Menschen." Danach lächelte er wieder leicht. "Entschuldigt noch einmal, ich wollte Euch eben nicht ängstigen. Es ist die Magie, die in meinen Adern strömt, die mir solche Bilder schicken. Der Ort, den das Bild zeigte, ist Vandolar, eine unterirdische Stadt, die einst von Zwergen erbaut wurde. Ob sie dort immer noch leben, weiß ich nicht, aber ich bin willens dies zu ergründen, denn ich strebe nach Wissen über viele Regionen in der Welt."

Noch ehe er seine Worte weiter ausführen konnte, stand er auf und folgte ihr hin zu dem Felsen. Mit großen Augen sah er, wie sich eine Spalte in diesem manifestierte, von der er hätte schwören können, dass sie vorher noch nicht da war. Oder sie war zu gut versteckt als dass er den Eingang hätte entdecken können. Der Gang war eng, zu eng für seinen Geschmack und nur schwerlich setzte er einen Fuss vor den anderen, immer darauf achtend weder sie noch sein Gleichgewicht zu verlieren. Als sie endlich durch den Spalt hindurch waren, fiel sein Blick auf eine Treppe, welche auf eine Wand aus Bäumen gerichtet war. Doch bevor er sich diese genauer anschauen konnte, nickte er ihr eifrig zu. "Also gut, ich werde Euch leise folgen, Ihr werdet denken, dass Euch nur ein Schatten folgt."

Er hüllte sich etwas in seinen Umhang ein und murmelte ein paar Worte, die so leise waren, dass sie nicht zu verstehen waren. Seine Schritte machten kaum noch einen Laut und auch seine Silhouette schien etwas mit der Dunkelheit der Nacht zu verschwimmen.
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BeitragThema: Re: Chroniken eines Waldgeistes   09/10/16, 03:24 pm

Firiah legte schließlich am Ende der treppe einen Finger auf die Lippen und gab ihm mit einer Geste zu verstehen, dass er sich nicht vom Fleckrühren sollte. Über Ihnen hing nun ein Teil des Bodens von einem Haus, welches die Bäume als seine Stütze nutzte. Eine Klappe war in den Boden dort eingelassen, sodass man das gebäude von unten her betreten konnte. sie öffnete sie und steckte den Kopf hindurch, nahm die kleine, dreistüfige Leiter, um hinein zu gelangen. Noch mit den Füßen auf der letzten Sprosse konnte man sie in der Sprache der Waldgeister reden Hören, mit einer Männerstimme. kurz darauf hörte man mehrere Paare von Füßen, die einen anderen Ausgang zu nehmen schienen. Firiah stieg endgültig nach oben und schaute dann lächelnd herab. "ihr könnt nun Hereinkommen!", flüsterte sie. Sobald er oben sein würde, würde er einen großen Saal sehen, der beinah aussah als sei es die Waldgeisterantwort auf eine Taverne. es waren Plätze auf dem Boden, mit Kissen aus Moos und Gras, im Kreis drappiert um einen flachen Tisch herum. diese kleienen ansammlungen verteilten sich sich einige Male über den Raum. Am linken Ende war eine hölzerne, verzierte und runde Tür mit Ornamenten und Schriftzeichendarauf. "Folgt mir!" Sie legte ihre Hand auf die tür und murmelte einige Worte, als sie sich auch schon von allein zu öffnen schien und einen schmalen, wenig beleuchteten Gang aus Holz preisgab. am Ende befand sich eine zweite Tür, die genauso geöffnet wurde wie die erste. Dahinter befgand sich Firiahs Raum:
Der Raum war rund und über und über berankt mit Efeu und wunderschön blühenden Kletterpflanzen in violett- blau und rosétönen. In der Mitte hing ein Stabiles, quadratisches Tuch an vier Lianen,  mit Kissen und Decken. Es sah aus wie eine riesige Hängematte, nur, dass man darun nicht so sehr durchhing. Nein, es war stabiler. Würde man sich hineinlegen, gäbe das tuch lediglich en klein wenig nach und passte sich ganz leicht der Körperform an, wie ein vom Wind aufgeputetes Schiffsegel. Überall waren Decken und Kissen auf dieser seltsamen Art von Plattform, die nur einen Meter über dem Boden schwebte. Die Schränke und Kommoden ähnelten tatsächlich denen der Menschen, nur schienen sie in die runde Wand eingelassen zu sein. "Willkommen!", sagte sie mild, während sie hinter ihm die Tür verschloss. "Niemand kommt hier herein. niemand würde es jemals Wagen nur hierher zu kommen. "Ihr könnt hier ruhen, wenn Ihr wünscht." Sie setzte sich auf einen Stuhl aus verschlungenen Äasten an dem hohen, schmalen und oben spitz zulaufenden Fenstern. "Wenn Euch zu kühl wird, müsst Ihr das sagen!" Sie lächelte ihn an. "Fühlt Euch wie Zuhause... soweit Ihr das könnt!" ein leichtes Schmunzeln huscht über ihre Lippen. Ob Anfarion bewusst war, dass noch nie ein Mensch zuvor diesen Ort hier betreten hatte? Hier herrsche eine seltsam entspannte Ruhe, selbst als firiah das Fenster öffnete um nach unten auf den Innenhof, den zentralen Versammlungsplatz ihres Heimatortes schaute. Hingegen schienman in der Ferne einen hallenden mystischen gesang zu hören, jedoch so leise, dass man hätte meinen können, es sich einzubilden. "ich hoffe es gefällt Euch ein klein wenig hier."
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